ARENA…der jungen Künste, das internationale Tanz-, Theater und Performancefestival, findet in seinem 27sten Jahr unter dem Motto „Prisma – Perspektivenwechsel“ statt.

Wann? Vom 21. bis 25 Juni 2017.

Wo? In diesen Spielstätten:

  • KARAOKE BAR PAPAGEI, LAZARETTSTR. 8
  • FREE WILLY, HAUPTSTR. 84
  • WORT UND KLANG W&G, GOETHESTR. 12
  • KUNSTPALAIS ERLANGEN, MARKTPLATZ 1
  • KÖNIGMANNS KAFFEERÖSTEREI WEISSE, HERZSTR. 2
  • KUNSTMUSEUM ERLANGEN, NÜRNBERGER STR. 9
  • VINTY ́S SECOND- HAND MODE ERLANGEN, FRIEDRICHSTR. 25
  • PACELLI HAUS, SIEBOLDSTR. 3
  • KREUZ+QUER HAUS DER KIRCHE ERLANGEN, BOHLENPLATZ 1
  • KULTURFORUM LOGENHAUS, UNIVERSITÄTSSTR. 2
  • EXPERIMENTIER- THEATER, BISMARCKSTR. 1

ARENA…der jungen Künste stellt sich vor

ARENA...der jungen Künste stellt, Theaterfestival 2017
ARENA…der jungen Künste stellt, Theaterfestival 2017

ARENA…der jungen Künste ist ein internationales Tanz-, Theater und Performancefestival das jährlich in Erlangen stattfindet. Vier Tage lang präsentieren Künstlergruppen aus der ganzen Welt ihre Produktionen zum jährlich wechselnden Motto. Die zeitgenössischen, interdisziplinären, mulitmedialen oder experimentellen Performances werden an unkonventionellen Spielorten in Erlangen realisiert.

Parallel dazu sorgt ein Rahmenprogramm mit Workshops, Konzerten, Filmvorstellungen, Diskussionen und Installationen zur stetigen Unterhaltung und künstlerischen Inspiration. In unserem Festivalzentrum sind alle Festivalbesucher, Helfer, Künstler und Interessierte zu einem heiteren Austausch und zum Entspannen eingeladen.

Das Motto – Prisma: Perspektivenwechsel

„Wenn man durch das Prisma schaut, kann man zwar sehen, aber die Dinge sind ver-rückt – also jetzt mal im eigentlichen Sinne. Dinge, die man direkt vor sich hat, sieht man erst, wenn man den Kopf dreht. Das Prisma sorgt also dafür, dass wir sozusagen um die Ecke gucken, wenn wir eigentlich geradeaus gucken. “ – Wissen macht Ah!

Ein Prisma lenkt Licht um und ermöglicht es uns, die einzelnen Bestandteile von Licht zu erkennen. Die Vielfalt zu sehen. Perspektiven wahrzunehmen. Aufzubrechen. Neue Perspektiven zu verstehen und einzunehmen. Wir denken um, wir wechseln die Perspektive, wir schauen um die Ecke.

Prisma heißt Bekanntes neu wahrnehmen, neues Territorium betreten, sich davon mitnehmen lassen, Farbe erkennen und bekennen. Wird unser altbekannter Lichtstrahl aufgebrochen, müssen wir unsere Komfortzone verlassen, uns mit jedem Bestandteil unserer Perspektive auseinandersetzen und uns möglicherweise unbequemen Wahrheiten stellen. Das kann ungemütlich, erschreckend, einschüchternd sein, etwas, was wir häufig meiden. Doch auch bereichernd, befreiend, aufregend und dadurch unbedingt erstrebenswert. Wechsel erfordert Mut. Offenheit. Toleranz.

Kunst als Prisma. Als Möglichkeit, Vielfalt in einer scheinbar homogenen Gruppe sichtbar zu machen. Als eine mögliche Konfrontation mit einer Vielfalt an Perspektiven und Denkweisen. Kunst als neutralen Raum, um die unterschiedlichen Komponenten der Perspektiven zu erforschen, abzuwägen und auszuprobieren.

ARENA…der jungen Künste wird 2017 zum 27. Mal einen internationalen Austausch an Performance, Tanz und Theater ermöglichen. Eine Plattform stellen, um eben diesen Perspektivenwechsel anzustoßen. Interkultureller, künstlerischer Austausch als Prisma, als Lichtbrecher, als Perspektivenwechsel.

Seid ihr bereit, um die Ecke zu gucken?

Das ARENA Team 2017

Das Arena Team plant schon seit Oktober 2016 am diesjährigen Festival. Das Team besteht in diesem Jahr aus 30 Studierenden verschiedenster Studiengänge. Von Theater- und Medienwissenschaften über Physik und Elektrotechnik bis hin zu Lehramt und Romanistik ist alles mit dabei. Schon zum 27. Mal findet das Festival nun statt und einige Teammitglieder sind schon mehrere Jahre mit im Boot. Für andere ist es das erste Mal, umso spannender sind die vielen Idee, Impulse und der Austausch untereinander.

Einmal die Woche trifft sich das Team zur Besprechung in Räumlichkeiten der FAU.
Ab Februar sind viele Teammitglieder fast täglich mit der Planung des Festivals eingespannt. Das Team ist in 12 verschiedene Bereiche unterteilt die für unterschiedliche Aspekte des Festivals verantwortlich sind.

–  Künstlerische Leitung
–  Organisation
–  Öffentlichkeitsarbeit
–  Koproduktion
–  Technik
–  Helferkoordination
–  Café
–  Finanzen
–  Party
–  Layout

Dieses Jahr sind außerdem zwei neue Bereiche entstanden:
–  Funklust – Kooperation: seit diesem Jahr pflegen wir eine engere Kooperation mit der Universitätsinitiative „Funklust“
–  Logistik und Design

Die Künstlergruppen

NWABISA PLAATJIE: 23 YEARS, A MONTH AND 7 DAYS

Dauer: 55 Minuten
Sprache: Englisch, isiXhosa, Africaans – mit Englischen Untertiteln
Ein autobiographisches Stück über die Studierendenproteste von 2015 in Südafrika

FRAUEN UND FIKTION: LUST – EINE PERFORMANCE ÜBER SEXUELLE BIOGRAFIEN UND EROTISCHE PHANTASIEN VON FRAUEN

Dauer: 60 Minuten
Sprache: Deutsch mit Englischen Untertiteln
Ein Gespräch. Ein Tanz. Eine Einladung auf den spannenden Spielplätzen der weiblichen Lust

GENERATION Z: PALMEN

Dauer: 80 Minuten
Sprache: Deutsch mit Englischen Untertiteln
Eine Anti-Soap mit 8 Episoden, frei nach Schillers „Die Räuber“

SÄCHSISCHES SCHWEIZ KOLLEKTIV: TIERE! – EIN STÜCK ÜBER TIERE

Dauer: 60 Minuten
Sprache: Deutsch
Geschichten über die Lebenswelt verschiedener Spezies mit Ganzkörperkostümen

ALVA MORGENSTERN: AURORA DIGITALIS

Dauer: 18 Minuten
Keine Sprache
Eine Frau im „Lichtkleid“ durchläuft eine beeindruckende Metamorphose und verliert ihre menschliche Identität

FARAZ BAGHAEI, RUZBEH MIROMAYADI & MOHAMMAD – WER SIND SIE? WAS MACHEN SIE HIER!

Dauer: 60 Minuten
Sprache: Deutsch
Drei Iraner die in Deutschland aufgewachsen sind reden über die Probleme welche sie erleben müssen

POWER; CORRUPTION & LIES: INDIVIDUAL OPTIMIZATION SOCIETY – BERATUNGSAGENTUR ZU PROZESSEN DER SELBSTOPTIMIERUNG

Dauer: 4 Stunden – Betreten und Verlassen des Raumes zu jeder Zeit möglich
Sprache: Deutsch/ Englisch
Ein Parcours zwischen neuen Technologien und Möglichkeiten im digitalen Zeitalter mit dem Ziel der Selbstoptimierung

ERNESTYNA ORLOWSKA & TANJA TURPEINEN: WISHING WELL

Dauer: 30 Minuten
Sprache: Englisch
Eine Choreographie über die komischen Seiten der Melancholie in fragmentarischer Erzählweise

BISU RO: VON IRGENDWO ZUM GRÜNEN ZWISSCHEN MARTIN, AITANA, TION, CHRISTER UND MARTINA

Dauer: 90-100 Minuten
Sprache: Englisch/Deutsch
Ein performativer Spaziergang, bei dem die Teilnehmer zum „künstlerischen Ich“ werden

ARENA KOPRODUKTION MIT TOBIAS MALCHARZIK UND LAURIN THIESMEYER: CLUB N*EVER ALONE (AT)

Sprache: Deutsch
Hand in Hand mit Erlanger Studierenden laden die beiden Performer zu einer Party zwischen Tinder-Matches, Popsongs und Plüschhandschellen

Das Rahmenprogramm

APLYSIA: „SO ODER SO“ – EIN KNEIPNESZENARION

Dauer: 60 Minuten
Sprache Deutsch, Spanisch, Ungarisch
Die wenigen Überlebenden eines Schulbusunglücks vegetieren an der Theke und philosophieren über Glück und Unglück und Unglück im Glück

PROJEKTSEMINAR „DRAMATURGIE“ DER FAU: IFFI ODER IM ALLTÄGLICHEN

Sprache: Deutsch
Studierende der FAU entwickeln fiktionale Textcollagen zu Iphigenie

MARLIES PAHLENBERG: UFNAUSTRAßE

Dauer: 22 Minuten
Sprache: Deutsch
Die Künstlerin sucht in ihrem Videoprojekt und sozialen Experiment Menschen in privaten Räumen auf um sich für einen Moment in ihr Leben einzuschleusen

Zum Rahmenprogramm gehören außerdem

  • Das Tagesdigestif (Diskussionen über die vergangenen Festivaltage, bei Spielen und Getränken)
  • Die Partys (mit Bands, DJs und Preisverleihungen)
  • Ein Konzert
  • Ein Gesprächsformat (Titel noch Unklar)

Die Workshops

Der letzte Festivaltag (Sonntag, 25.06) ist vollständig dem ausprobieren gewidmet. Vier verschiedene Workshops im Pacellihaus geben den Teilnehmern Einblicke in die Arbeitsweisen der verschiedenen Künstler.

Workshop 1. IMMERSION; INTERAKTION; INKOGNITO: DIGITAL CORTEX (POWER; CORRUPTION & LIES): Eine Annäherung an interaktive, immersive inkognito-Theaterformen.

Workshop 2. DAUMEN RUNTER (WISHING WELL): Eine Herausforderung mit der Abscheu zu arbeiten, sich Themen zu stellen die man normalerweise meidet

Workshop 3. KÖRPERKRÄFTE (BISU RO): Tanzworkshop

Workshop 4. GESANGSWORKSHOP (NWABISA PLAATJIE): Erlernen Südafrikanischer Lieder

Die Jury

Die dreiköpfige Jury bestehend aus Christina Hommel, Manfred Riedel und Jaromir Zezula ist die gesamte ARENA Woche viel beschäftigt unterwegs: alle Inszenierungen, Performances und Schmankerl des Festivals werden sie sich ansehen und bei der Preisverleihung am Samstag den heiß begehrten Jurypreis vergeben. Zu gewinnen gibt es Ruhm und Ehre, also ran an den Speck!

Christina Hommel – Dramaturgin

Christina Hommel studierte Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Spanisch an der LMU München. Sie arbeitete als Dramaturgieassistentin und Dramaturgin am Residenztheater in München, sowie als Dramaturgin und im Organisationsbereich von freien Gruppen, im brut in Wien und diversen Festivals, darunter imagetanz, impulstanz, Wiener Festwochen und Experimenta Sur in Bogotá. Zudem entwickelte sie ein inklusives Theaterprojekt mit Patienten der Psychiatrie der LMU und gibt theaterpädagogische Workshops für Kinder und Jugendliche.

Manfred Riedel – Regisseur

Manfred Riedel studierte Theaterwissenschaft, Neueren und Neuesten Geschichte und Politikwissenschaft in München. Er war Regieassistent am Bayerischen Staatsschauspiel, wo er u.a. mit Dieter Dorn, Johan Simons, Thomas Langhoff, Anne Lenk und Jens-Daniel Herzog zusammen arbeitete und 2011 mit dem Förderpreis der Freunde des Bayerischen Staatsschauspiels ausgezeichnet wurde. Seit 2011 arbeitet er als freier Regisseur und unterrichtet Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München.

Jaromir Zezula – Kameramann, Kunsthistoriker & Musiker

Der aus Tschechien stammende und in Algerien aufgewachsene Kunsthistoriker, Musiker und Kameramann Jaromir Zezula arbeitete nach seinem Studium unter anderem als Assistent der Chefkuratorin der Pinakothek für Moderne in München und leitete die Ateliers am Domagkpark, München. Von 2010-2013 arbeitete er als on Air Dj der Sendung SAMSTAG LIVE! bei SKY TV. Zezula ist live-Kameramann in drei Inszenierungen von Frank Castorf aus den Jahren 2013-2017. Im März 2017 war seine szenische Videoinstallation „whiteout“ in einer Schwabinger Galerie zu sehen.

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