BANDastisch – Das ist die brandneue Musik-Serie auf kunstnuernberg.de. Zum Debüt haben sich die Jungs von Shark Tank unseren Fragenkatalog vorgenommen.

1. Zunächst die üblichen Frage: Stellt eure Bandmitglieder mal einzeln vor: Name, Alter, Beruf.

2. Jetzt zu Eurer Band: Shark Tank – wie ist der Bandname entstanden und was bedeutet er? Wer hat die Band gegründet und wann? Woher kennt ihr euch?

Shark Tank – was übersetzt soviel bedeutet wie „Haifischbecken“, ist als Gesellschaftskritik zu sehen und beschreibt in einem Wort die oft erlebte Ellenbogen Gesellschaft, in der wir heutzutage leben. „Der Große Fisch frisst den Kleinen“, „Gegeneinander, statt für einander“. 

Gegründet wurde „Shark Tank“ von Gitarrist Phil & Sänger Axel 2013. Man kannte sich schon aus diversen Projekten sowie aus der Schule und nach einer kleinen Pause ohne gemeinsame Band, entschloss man sich wieder neu durchzustarten und wurde mit einer schlagkräftigen Truppe (Martin/Drums, Gökan/Bass & Martin/Keyboard) aus dem Freundes- & Bekanntenkreis schnell zu einer regionalen Größe. 2016 gab es dann einen kleinen Besetzungswechsel, statt Keyboard ist nun unser langjähriger Freund Daniel „Ed“ an der Lead-Gitarre.

3. Welche Art von Musik macht ihr? Wie beschreibt ihr euren Musikstil?

Unsre Musik bezeichnen wir als „Metalcore / Post-Hardcore“, wobei man sagen muss, dass sich das durch die verschiedenen Einflüsse, die jeder in die Band mitbringt, nicht pauschalisieren lässt. In jedem Fall bekommt man mit „Shark Tank“ aber mächtige Breakdowns, treibende Riffs und melodische Refrains mit Ohrwurmcharakter serviert. Musik, die live aus so ziemlich jeder Location ein Haifischbecken werden lässt.

BANDastisch, Shark Tank
Shark Tank – das sind Bassist Gökan, Gitarrist Daniel, Gitarrist Philipp, Sänger Axel und Schlagzeuger Martin.

4. Um was geht es in euren Songs? Wie entsteht ein neuer Song, wer schreibt und komponiert sie?

In unserer Musik geht es um persönliche Erlebnisse, Gefühle und die großen Hürden des Lebens, aber auch um gesellschaftskritische und politische Themen wie den Umgang mit unsrem Planeten oder eben auch darum, ein klares Statement gegen Rassismus zu setzen.
Neue Songs schreiben wir in der Regel zusammen.

Oft bringt einer der Gitarristen eine Idee mit – manchmal nur ein kurzes Riff oder eine Melodie, manchmal auch mehr. Dann arbeitet man die Idee gemeinsam aus. Solange, bis wir alle mit einem Glücksgefühl à la „… das ist der beste Song, den wir je geschrieben haben“ aus der Probe gehen. Wenn das Grundgerüst steht, folgen Feinheiten & der Text, diese werden dann zusammen aber auch mit unsrem Studioproduzenten sowie anderen befreundeten Musikern ausgearbeitet. Die Texte schreibt Sänger Axel.

5. Warum singt ihr Englisch?

Wir schreiben am liebsten in Englisch, weil unsere Musik dadurch zugänglicher für mehr Menschen ist, uns die englische Sprache besser gefällt und uns das Songwriting einfacher fällt. 

6. Von wem werdet ihr inspiriert?

Eine gemeinsame Inspirationsquelle gibt es nicht. Jeder bringt ganz individuelle Einflüsse aus den verschiedensten Musikrichtungen mit und man inspiriert sich so gegenseitig, ohne einen klaren gemeinsamen Nenner zu haben. Textlich sind die Einflüsse ebenso unterschiedlich, meist spielt hier das Erlebte, aber eben auch das Weltgeschehen eine große Rolle.

7. Habt ihr bereits Veröffentlichungen mit Shark Tank?

Haben wir! Und zwar eine EP & zwei Alben:

  • EP – „The Path of the Shark“ 2014
  • Album – „Sink or Swim“ 2017
  • Album – „Fade Away“ 2019
Shark Tank, Fade Away. Album-Cover
Shark Tank, Fade Away. Album-Cover



8.  Was war euer bisher größter/geilster/einprägsamster/kuriosester Gig?

9. Wie lautet die Schlagzeile in der Boulevard-Presse nach dem nächsten Auftritt von Shark Tank?

„Wacken 2021 wird zum Haifischbecken“ 

10.  Wo seht ihr euch in einem Jahr? Und in fünf? Was sind eure Ziele und Visionen?

11. Wenn ihr was zu sagen hättet: Was würdet ihr in Nürnberg ändern für die Musikszene? Wo gibt es dringenden Verbesserungsbedarf, um die Rahmenbedingungen zu verbessern?

Gute Frage! Ein Dorn im Auge sind uns natürlich die unverhältnismäßig günstigen Eintrittspreise der kleineren, regionalen Veranstaltungen, die man fast als Spottpreise betiteln kann. 5€ für teilweise 5 Bands sind leider oftmals der Maßstab. Das hat mit Wertschätzung leider nicht viel zu tun und hilft den jungen Bands kaum bis gar nicht.

Oft muss hier die organisierende Band ein hohes Risiko eingehen und bleibt im schlimmsten Fall sogar auf den Kosten sitzen. Die Lösung könnten und sollten hier natürlich höhere Eintrittspreise sein, aber auch eine verstärkte Förderung der Locations und der Veranstalter wäre wünschenswert, sodass alle Beteiligten die Kultur bestmöglich gestalten können.

Ein persönliches Anliegen wäre da aber auch die oftmals sehr verkopft wirkende Szene, mehr Offenheit und Diversität anstatt alles zu kategorisieren wäre schön.

12. Zuletzt euer Tipp: Welche regionale Band – außer Shark Tank – muss man unbedingt gehört haben?

Hier gibt es wirklich viele Bands aus dem Nürnberger Raum die wir gerne nennen – nicht nur weil deren Musik absolut hörenswert ist, sondern auch weil sie live abliefern und absolut sympathisch sind:

Cliffwalker, Defy the Laws of Tradition, A saving Whispher, Revanchist, Torrential Rain, Impvlse, The Cake is a Lie uvm.
Über den Landkreis hinaus möchten wir noch unsre langjährigen Freunde von John Wolfhooker, Bury my Regrets und Vex wärmstens empfehlen.

Shark Tank auf Youtube

Fade Away:

Carry Me: https://www.youtube.com/watch?v=96mntYo37iw

Infobox


Von Claudia Wunder

Waschechte Nürnbergerin, Clubberin, Läuferin, Journalistin - und musikverrückt. 1972 geboren haben sie musikalisch die sagenumwobenen 80er Jahre geprägt mit Bands wie Metallica, Motörhead, Iron Maiden, Judas Priest oder Slayer. Geändert hat sich der Musikgeschmack seitdem nicht mehr nennenswert, Hardcore und Metalcore kamen hinzu, eben alles was schnell, laut und hart ist. Motto: Ein Leben ohne den Club und Musik könnte möglich sein - wäre aber sinnlos!

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