Brenk Sinatra im Interview

Der Musikproduzent Brenk Sinatra aus Wien war im K4 in Nürnberg zu Gast und traf sich mit unserer Musikredaktion zum Interview.

Wofür ein Mensch Flugzeuge und mehrere Stunden Lebenszeit benötigt, brauchen einige MBs Musik nur Sekunden von Internetanschluss zu Internetanschluss. Nicht zuletzt damit ist die zunehmende Menge an transkontinentalen Kooperationen im Hip Hop Bereich seit dem flächendeckenden Aufkommen leistungsstarker Modems kurz nach der Jahrtausendwende zu erklären.

Meistens sieht das so aus: Europa stellt den Produzenten, die Vereinigten Staaten den Rapper. All zu oft gibt diese, an sich zu begrüßende Entwicklung, bei genauerer Betrachtung allerdings ein ungleich tristeres Bild ab. Beats, die hoffnungsvoll von Europa  aus in das Mutterland des Hip Hops geschickt wurden, werden von windigen Managern zurückgehalten, weitergegeben oder gleich ungehört auf Festplatten der digitalen Zersetzung freigegeben.

Musikindustrie ist eben leider meist mehr Industrie als Musik und der Bau von Geldmaschinen oft mit Entscheidungen verbunden, die wenig Rücksicht auf Träume oder Romantik nehmen.

Dass dies nicht immer so sein muss, beweist unser heutiger Gesprächspartner Brenk Sinatra aus Wien, der zusammen mit der Westcoast Legende MC Eiht seit Jahren produktiv und auf Augenhöhe zusammen arbeitet.

Vor wenigen Monaten gipfelte das Kaisermühlen-Compton Arbeitsverhältnis in das lange angekündigte Album „Which Way Iz West“, das internationale Aufmerksamkeit auf sich zog.

Doch auch mit deutschen Rappern hat Brenk schon gearbeitet und auf dem Computer des Nürberger Rappers Kuchenmann lagern Gerüchten zufolge ebenso bereits einige seiner hüben wie drüben, heiß begehrten Instrumentals. Am Tag vor ihrer gemeinsamen Show im K4 haben wir uns mit dem umtriebigen Beatmaker getroffen.

Brenk Sinatra und Kuchenmann
Brenk Sinatra und Kuchenmann

Kunstnürnberg: Hallo Brenk, was verschlägt dich nach Nürnberg?

Brenk Sinatra: Erstens Mal der Kollege Kuchenmann (deutet in eben seine Richtung), den ich sehr schätze, dessen Musik ich vor ca. 1 Jahr im Internet entdeckt habe, genauer die Honululu Ep. Daraufhin habe ich ihm sofort geschrieben, weil ich Verfechter davon bin, es Leuten mitzuteilen, wenn man etwas gut findet.

Deswegen bin ich hier und morgen spielen wir gemeinsam im K4. Dort haben wir schon vor einem Jahr mit den Betty Ford Boys gespielt, was ich in guter Erinnerung behalten habe.

Kunstnürnberg: Stehen Projekte mit Kuchenmann in Planung?

Brenk Sinatra: Das könnte durchaus sein (grinst).

Kunstnürnberg: Du hast dich 2012 mit deiner Musik selbstständig gemacht. Was hat sich in den vergangenen 5 Jahren für dich verändert?

Brenk Sinatra: Dazu muss ich etwas ausholen. 2012 war meine erste Tour mit Miles Bonny, einem kanadischen Flügelhornspieler/Soul Sänger, mit dem ich zu dieser Zeit eine Platte gemacht habe. Die Tour war deswegen so heavy weil…(nervöses Nachfragen ob man das mittlerweile sagen dürfe)…naja ich denke das ist verjährt…ich war zur damaligen Zeit auf Krankenstand, also krankgeschrieben von meiner damaligen Arbeit in einem Lager.

Damals hab ich mich jeden Tag dahin geschleppt, was mich ziemlich unglücklich gemacht hat. Dazwischen musste ich noch Zeit für die Beats finden, das Ganze war sehr kompliziert und anstrengend. Irgendwann kam ich zu der Erkenntnis, dass ich diesen Job nicht weiter machen konnte, ohne mich selbst kaputt zu machen. Und ich wollte nicht mit 40 da sitzen und mir denken, was wäre wenn ich es doch versucht hätte.

Insofern war das die beste Entscheidung meines Lebens, denke ich. Natürlich war es am Anfang schon schwierig. Österreich ist auch steuertechnisch nicht das einfachste Land. Man braucht halt Disziplin. Ich stehe auf wie ein Arbeiter um 7:30 und gehe um 9, 10, manchmal auch um 11 aus dem Studio. Mein Arbeitstag hat mindestens 10–12 Stunden. Das erste Jahr, in dem ich meine Rechnungen nun also mit meinen Beats bezahlen musste, stand ich mit dem Rücken gegen die Wand.

Ich habe dann nichts anderes gemacht, als zu produzieren. Das ist was ich auch den jungen Beatmakern mitgebe, den 18-, 19-Jährigen: Es ist klug, sein Geschäft auf mehreren Linien aufzubauen. Tantiemen, Auftritte, der Verkauf von Beats… wenn das alles halbwegs funktioniert, dann stehen die Chancen gut, dass einem die Gesamtheit daraus den Lebensunterhalt ermöglicht.

Kunstnürnberg: Wie schaut es bei dir mit deinem Papierkram aus? Wie sehr zeitaufwändig muss man sich das vorstellen?

Brenk Sinatra: Bis voriges Jahr hatte ich ein Management, das diese Dinge übernommen hat. Die Buchhaltung wird von meinem Booker übernommen. Ich selbst tu mir eher schwer mit Steuern, auch wenn ich weiß, dass das wichtig ist.

Mich interessiert das aber nicht. Ich mach mir lieber Gedanken über meine nächsten kreativen Schritte. Insofern ist es auch okay für mich, jemanden Geld zu geben, damit er sich um diese Dinge kümmert und sie mir vom Hals hält. Meine Frau hilft mir zudem bei sonstigen Anfragen.

Break Sinatra
Break Sinatra

Kunstnürnberg: Deine Arbeit mit dem Comptoner Rapper MC Eiht hat viel Aufmerksamkeit erregt. Bekommst du seitdem mehr Anfragen von Rappern?

Brenk Sinatra: Zumindest habe ich viele neue amerikanische Instagram Follower hinzugewonnen. Was ich allerdings beachtlich finde, ist die Liebe mit der die Leute auf unser Album reagieren, so nach dem Motto „du hast meinen Lieblingsrapper zurückgebracht“ Ich war ja genauso Fan.

Ich hab das Eiht auch selbst gesagt, mit 15, 16 haben wir den gepumpt wie Wahnsinnige und sind mit irgendwelchen Gaspistolen herumgelaufen und waren halt „Gangster“… mit ganz vielen Anführungszeichen. Eiht war für uns ein Hero und deshalb war das für mich natürlich eine riesen Ehre.

Wir spielen auch ein paar Shows gemeinsam im Rahmen seiner EU-Tournee. Obwohl wir vor dem Albumrelease schon sechs Jahre lang Musik gesammelt haben, haben wir uns erst zweimal getroffen. Wir werden auch die Chance haben, bei mir im Studio zu sitzen und am neuen Album zu brüten, mit dem wir jetzt auch schon wieder ziemlich weit sind.

Das wird dann auch von meiner Seite aus aktueller sein, denn die Beats von „Which way iz west“ hab ich zwischen 2010 und 2012 gemacht.

Kunstnürnberg: Würdest du lieber nur Beattapes releasen oder dich nur auf die Produktion von Rap-Alben konzentrieren?

Brenk Sinatra: Also vor noch zehn Jahren wäre die Antwort ganz einfach gewesen: Nur Beattapes.

Als damals mein Debut „Gumbo“ veröffentlich wurde, habe ich zum ersten Mal ganz viel Aufmerksamkeit außerhalb Österreichs bekommen. Bis dahin habe ich schon viel gemacht, aber es war für den österreichischen Rap.

Und wir haben teilweise Klassiker gemacht, aber das war egal, das waren Perlen für die Säue, das hat kaum jemanden interessiert. Irgendwann hab ich dann bemerkt, dass dieses Beat Ding sehr gut außerhalb von Ö funktioniert. Das war dann schon so eine Zündung für mich, dass ich gemerkt hab, Moment mal, ich brauche eigentlich keine Rapper. Ich muss dazu sagen, ich bin echt weit entfernt davon, eine Rampensau zu sein.

Bei meinen ersten zehn Gigs hab ich auf den Boden geschaut und hatte Angst davor ins Publikum zu schauen, weil ich dachte, dass die sich alle langweilen. Vielleicht wars auch so, keine Ahnung. Ich wollte halt immer im Studio sitzen, ohne Tageslicht.

Um deine Frage zu beantworten: Ich würde auf keines von beiden verzichten wollen, weder auf die Zusammenarbeit mit Rappern, noch auf Instrumental-Platten, weil ich auf beides mega Bock hab. Ich hab genauso Bock, was mit Kuchenmann und MC Eiht was zu machen, wie mit Haftbefehl. Ich bin mit jedem down, mit dem ich cool bin und da ist es mir auch egal ob der jetzt singt oder rappt, wenn es gut klingt in meinen Ohren: Let’s do it. Derjenige kann 3 Facebookfollower haben, wenn es gut klingt in meinen Ohren, dann mach ich das.

Kunstnürnberg: Wie sieht deine Arbeit an unmotivierten Tagen aus?

Brenk Sinatra: Gute Frage…also, aufgrund der Tatsache, dass ich mich selbst manage, hab ich scho so jeden Tag 2-3 Stunden E-Mail Shit zu erledigen. Man muss sich halt irgendwie zwingen. Auch wenn man denkt da kommt nur Scheiße raus, wenn man sich zwingt, irgendwann wird’s dann trotzdem cool. Es lockert sich dann auf. Manchmal geh ich spazieren oder irgendwas.

Das Ziel ist halt motiviert zu bleiben, das klingt bescheuert, aber es ist schwierig, wenn du jeden Morgen aufstehst und dir denkst „ok, heute mach ich Musik“ 365 Tage im Jahr, irgendwann denkt man sich halt auch „okay…“. Und ich bin so ein Mensch, wenn ich ein oder zwei Wochen keinen Beat mach, werde ich schwer depressiv, als ob das so eine hormonelle Sache wäre. Also muss ich das einfach machen, weil ich ansonsten Scheiße drauf wäre.

Brenk zeigt sich als aufgeschlossener Gesprächspartner. Die Liebe für die Sache hört man aus jeder Silbe heraus und man nimmt es ihm sofort ab, wenn er darüber redet, wie er seine Kollabo Partner auswählt: Nicht Bekanntheit oder Status sind für ihn ausschlaggebend, sondern sein eigener Geschmack. Als Musiker selbst noch Fan zu bleiben: Ein Spagat, den viele so nicht hinbekommen.

Brenk Sinatra und Kuchenmann
Brenk Sinatra und Kuchenmann

Kunstnürnberg: Deine Musik ist größtenteils frei von zeitgeistigen Trends. Wie bewertest du die aktuelle Lage in Hip Hop?

Brenk Sinatra: Ich hab eigentlich nie Boom Bap gehört. Als alle Wu Tang gehört haben, habe ich Spice 1 oder eben MC Eiht gehört. Ich war da immer etwas schwieriger in eine Schublade zu stecken. Wenn ich etwas fühle, dann fühle ich es. Ich hab eine gewisse Grundformel, die ich versuche upzudaten, ich höre mir vieles an, wobei ich nicht alles cool finde.

Aber ich bin niemand der sagt: „alles was nicht aus 95 ist find ich scheiße“. Ohne jemanden auf die Füße treten zu wollen, die meisten Mitte 30er Produzenten sind oft ein bisschen hängengeblieben, auch wenn sie auflegen. Wenn du in den Club reinkommst und du hörst die selben paar Lieder seit 20 Jahren…es gibt so viel neue Musik, jeden Tag kommt so viel tolle Musik raus und du spielst Onyx-Slam. Wie gesagt nix als Respekt für die Ogs, für die, die vor uns da waren, aber man kann auch ein bisschen nach vorne schauen.

Und ich mag die jungen, 17–18-jährigen von der Attitude mehr als die meisten 30 Jährigen mittlerweile, die sind da freier und nicht in irgendwelchen Schablonen gefangen. Soll jeder machen wie er denkt und ich finde es geil, wenn Leute unterschiedliche Bezüge haben. Diese Denke von wegen „so muss etwas klingen, damit es das und das ist“ macht Musik kaputt, wenn du mich fragst.

Kunstnürnberg: Was verstehst du unter den Begriffen Trap und Cloudrap?

Brenk Sinatra: Ich bin ja prinzipiell kein Fan von Schubladen, ich versteh schon warum das besonders Musikjournalisten gerne machen, aber ganz ehrlich, ich finde ein Genre ist schon ein bisschen so eine Beschränkung. Wenn ich jetzt der Technotyp bin, kann ich dann keine House Musik machen, keinen Krautrock? Ich will machen was ich will, unabhängig von Tempo, Sound oder whatever. Das vermisse ich oft bei Leuten.

Diese Begriffe sind halt oft nur Hüllen, Journalisten erfinden irgendwas und alle müssen sich dann dran halten… ist das jetzt Cloud Rap oder schon Trap oder oder…alles nur Erfindungen von Journalisten, die dir scheißegal sind wenn du gerade an was arbeitest. Mir egal ob das jetzt Trap, Krap oder Himdemdibrepp ist. Kannst auch so abdrucken. Himdemdibrepp. Neue Musikrichtung.

Kunstnürnberg: Noch ein Frage zu dem Thema: Du arbeitest ja auch mit Dexter zusammen…

Brenk Sinatra: (unterbricht) den mag ich überhaupt nicht, kannst du auch so abdrucken. (Gelächter). Shout out Dexter.

Break Sinatra
Break Sinatra

Kunstnürnberg: …der hat vor einiger Zeit „Oida Wow“ von L Goony und Crack Ignaz geremixt. Könntest du dir vorstellen mit ähnlichen Protagonisten zu arbeiten?

Brenk Sinatra: Natürlich. Ich arbeite auch mit solchen Leuten, aber ich mach halt viel hinter den Kulissen, was noch nicht rausgekommen ist. Wenn ich sowas mache, hört man auch immer meinen Sound raus. Ich bin auch nicht jemand der alles toll findet, da gibt’s auch so Journalisten die sind 40–45 und finden alles gut was 16-jährige machen. Reden wie 16-jährige und sowas, ich bin kein Clown, ich muss keine Teenager nachmachen. Ich bin da genau dazwischen. Viele haben halt auch Angst ihren Tellerrand zu verlassen, weil sie denken, sie würden Fans verlieren. Mir ist das egal.

Kunstnürnberg: Man kann also von einem Genre ins andere springen?

Brenk Sinatra: Absolut. Ich mein, es gibt halt Leute die wollen um jeden Preis edgy sein. Ich sag jetzt irgendwas was, das aneckt. Ist auch wieder Schablone. Wie soll ich sagen… ich bin auch ein großer Hater, ich hate schnell aber lustigerweise keine Musik sondern eher Attitudes. Musik ist viel größer als das, etwas spirituelles. Wenn ich etwas spiele, ist das so als ob ich den Raum anmalen würde.

Kunstnürnberg: Was ist deine Meinung zu Autotune?

Brenk Sinatra: Find ich rein audiotechnisch nicht cool, ich mag den Sound nicht. Ich krieg Hämoriden, wortwörtlich, bei diesen ganzen „ich bin im Club, ich hab Geld“, Autotune. Ich muss das sofort abdrehen, ich werde da auch sehr aggressiv beim Hören, das löst irgendwas aus bei mir. Ich find diese ganze Plastikmusik nicht gut. Ich liebe Trap, so richtigen Trap, so Gucci Mane und sowas, Gangsta Shit.

Aber ich hass es, wenn Leute herumjodeln, nicht meine Welt. Alle sollen machen was sie wollen, aber wenn du mich fragst ob mir das gefällt sag ich „Nö“. Dass, was wir in Deutschland grade bekommen, bisschen Afrotrap, bisschen dies, bisschen das, von allem etwas, was funktioniert…wieder Schablone, alle machen denselben Scheiß.

Kunstnürnberg: Es gibt immer wieder Stimmen außerhalb und auch durchaus innerhalb von Hip Hop, die den Einsatz von Samples kritisieren und sie mit einer Art Diebstahl gleichsetzen.

Brenk Sinatra: Das ist schwierig, es gibt kein Ja oder Nein. Ich verstehe den Urheber, ich verstehe aber auch uns. Ich mag auch beides gerne, sei es jetzt ein Hip Hop Beat der nur aus einem Loop besteht oder wenn jemand alles komplett selbst einspielt. Prinzipiell hab ich nix anderes gelernt, ich hab nur gesamplet, mein Equipment hat gar nicht mehr hergegeben.

Ich war auch zu blöd irgendwelche Tasten zu drücken, ich hab das alles gar nicht verstanden. Leute werden auch immer weiter samplen, bis alles vorbei ist. Leute sind verklagt worden, auch Leute, die ich kenne.

Lass mich bisschen Insider wissen weitergeben. WhoSampled.com (eine Website, auf der man herausfinden kann, was für Samples Künstler benutzt haben, das „Original“ steht sozusagen neben dem Sample), so habe ich aus guter Quelle erfahren, ist angeblich von Major Labels gegründet worden, um diejenigen darüber in Kenntnis zu setzen, die das Urheberrecht am Sample haben, um da Geld rauszuholen. WhoSampled ist also eine Snitchseite, nur als kleiner Denkanstoß.

Brenk Sinatra und Kuchenmann
Brenk Sinatra und Kuchenmann

Kunstnürnberg: Verfolgt man deine Musik und deine sozialen Medien, erkennt man, dass du ein Faible für Hip Hop aus dem Süden der USA hast, ein Subgenre, das viele 90er Heads noch immer die Nase rümpfen lässt. Kannst du aus diesem Bereich einige persönliche Klassiker nennen?

Brenk Sinatra: Da müssten wir das Ganze eigentlich nochmal aufnehmen (lacht). Aber schau, wir sitzen grad bei Kuchenmann in der Wohnung und ich seh links von mir UGK – Ridin‘ Dirty auf Vinyl.

Ich wüsste nicht, welche Platte ich aus Texas mehr gehört hab. Ich denk, ich bin der größte Pimp C (eine hälfte von UGK) Fan der Erde. Ich sag immer, wenn Pimp C Twitter hätte, wäre die Welt viel lustiger. Der Typ war so lustig, leider ist er 2007 gestorben, als das mit Twitter anfing.

Kunstnürnberg: Letzte Frage anlässlich deines Tracks „Wer schweigt stimmt zu“. Die Rapper auf diesem Track habe sich sehr politisch geäußert, möchtest du dazu auch etwas sagen?

Brenk Sinatra: Mein Sprachrohr war immer schon Musik, wenn ich bei sowas dabei bin, ist mein Intention dahinter klar. Es gab ja schon politische Nummern, auch in Österreich, die mächtig in die Hose gegangen sind, weil sie musikalisch einfach nicht gut waren.

Ich habe unter der Bedingung zugesagt, dass es am Ende gut klingt. Ich muss es hören können. Die beste Message bringt nichts, wenn’s scheiße klingt. Ich wollte, dass es cool und nicht peinlich ist, weil du da mit Polit-Rap halt schnell in die Falle tappst. Sher Zeigefinder, Backpackish, was nie meine Welt war.

Ich wollte die Protagonisten auch durchgemischt haben, Yugo Boys, die ihren Alltag schildern genauso wie Studenten, da bin ich dabei. Für mich auf jedenfall eine der geilsten Politnummern aus Österreich. Ich war stolz, als ich das gehört hab, trotz meiner anfänglichen Skepsis.

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