Der Z-Bau veranstaltet seit Dezember 2017 eine Reihe zur Gegenwartsliteratur in Deutschland. In Kurzinterviews stellt Kunstnürnberg die einzelnen Protagonisten vor: Am 4. Mai liest Thorsten Nagelschmidt aus seinem Roman „Der Abfall der Herzen“.

Thorsten Nagelschmidt im Interview

Thorsten Nagelschmidt
© Thorsten Nagelschmidt

Kunstnürnberg: Wie definierst du für dich Gegenwartsliteratur?

Thorsten Nagelschmidt: Darüber habe ich noch nie nachgedacht. ich fürchte, es interessiert mich auch einfach nicht. Definitionen, Genres und ihre Grenzen und all das stehen guter und aufregender Kunst eher im Weg.

Kunstnürnberg: Was macht deinen Beruf für dich aus?

Thorsten Nagelschmidt: Schreiben ist der Griff, den ich ans Leben geschraubt habe, damit es mich nicht abschütteln kann.

Kunstnürnberg: An welchem Ort (Orten) schreibst du?

Thorsten Nagelschmidt: Am Küchentisch. Bevorzugt der einer Datsche in Brandenburg, welche aber leider nicht mir, sondern einem Bekannten gehört.

Kunstnürnberg: Was machst du, wenn du mit dem Schreiben nicht voran kommst?

Thorsten Nagelschmidt: Manchmal mache ich dann einen Linolschnitt. Das ist dann eine positive Form von Prokrastination. Meistens prokrastiniere ich aber eher ganz normal mit Verzweiflung, Wut, Internet und Durst.

Kunstnürnberg: Was soll man deiner Meinung nach 2018 auf jeden Fall lesen?

Thorsten Nagelschmidt: Die neuen bayerischen Polizei- und Psychiatriegesetze.

Buchcover Thorsten Nagelschmidt
© S. FISCHER

Mehr Informationen zur Reihe Gegenwartsliteratur im Z-Bau im Interview mit Lara Sielmann.

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Nach ihrem Studium der Theater- und Medienwissenschaften sowie der Erziehungswissenschaften in Erlangen und Aix-en-Provence/Marseille arbeitete Julia Opitz an verschiedenen Theaterhäusern in Krefeld und München. Ihr Hauptinteresse gilt dem modernen und zeitgenössischen Theater und Tanz als auch interdisziplinär-performativen Formaten. Ein Arbeitsschwerpunkt ist das Theater für junges Publikum. Für Kunstnürnberg gibt Julia Opitz Einblicke in die Theaterszene der Region, führt Interviews und schreibt über Gesehenes. Besonders im Fokus sollen dabei junge Theaterschaffende sein.

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