Jonas Höschl studiert Grafik-Design / Visuelle Kommunikation bei Prof. Holger Felten & Prof. Friederike Girst an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.

WIRKLICHKEIT IN DER DOKUMENTARFOTOGRAFIE UND DRUCKGRAFISCHE PROPAGANDA

REPRO SELBSTPORTRAIT MIT HANDSCHELLEN, KALTNADELRADIERUNG © Jonas Höschl
REPRO SELBSTPORTRAIT MIT HANDSCHELLEN, KALTNADELRADIERUNG © Jonas Höschl

Der Fokus meiner künstlerischen Arbeit richtet sich bisher vor allem auf gesellschaftliche Missstände, die ich fotografisch festzuhalten versuche.

In dem Fotobuch „Inshallah/Patatas“, das ich zusammen mit Alfred Rohn (Klasse Fotografie bei Prof. Juergen Teller) 2016 realisierte, haben wir zu unserer dokumentarischen Fotografie einige Thesen als Fragmente zusammengetragen.

Wir wissen, dass man sich in der Fotografie längst vom Glauben an eine objektive Abbildung der Wirklichkeit verabschiedet hat. Die Verbindung der Fotografie mit dem dokumentarischen Wirklichkeitsversprechen betrachten wir als dekonstruiert an. (…) Unser Anspruch an Dokumentarfotografie ist es, Zusammenhänge aufzudecken, Dinge sichtbar zu machen und sich in einem aktivistischen Interesse an die sozialpolitischen Rahmungen des behandelten Sujets zu binden. Der dabei entstehenden Problematik eines dialektischen Spannungsverhältnisses zwischen Wirklichkeitssteigerung und Realitätsverlust sind wir uns bewusst.

REPRO BUCHPROJEKT „INSHALLAH/PATATAS“ IN ZUSAMMENARBEIT MIT ALFRED ROHN
REPRO BUCHPROJEKT „INSHALLAH/PATATAS“ IN ZUSAMMENARBEIT MIT ALFRED ROHN
REPRO BUCHPROJEKT „INSHALLAH/PATATAS“ IN ZUSAMMENARBEIT MIT ALFRED ROHN
REPRO BUCHPROJEKT „INSHALLAH/PATATAS“ IN ZUSAMMENARBEIT MIT ALFRED ROHN
REPRO BUCHPROJEKT „INSHALLAH/PATATAS“ IN ZUSAMMENARBEIT MIT ALFRED ROHN
REPRO BUCHPROJEKT „INSHALLAH/PATATAS“ IN ZUSAMMENARBEIT MIT ALFRED ROHN

In meinen Druckgrafiken wird die Wirklichkeitssteigerung zum Konzept und zum propagandistischen Anspruch. Basierend auf dokumentarisch-fotografischen Vorstudien entwickle ich Bildkompositionen, die zwischen dem Konzept der Wirklichkeitssteigerung und dem Anspruch des Propagandistischen Position beziehen. Mich interessiert die Kontextverschiebung durch die Wahl des Mediums.

In der Serie „Lieber Tod“ lässt sich nicht mehr feststellen, ob das ursprüngliche Bild aus einem Computerspiel, einem Spielfilm oder aus der Dokumentarfotografie stammt.

NUMERO-BERLIN (AUSGABE MAI 2017), KLASSE JUERGEN TELLER, SCHANZENFEST, MÄRZ 2016, © Jonas Höschl
NUMERO-BERLIN (AUSGABE MAI 2017), KLASSE JUERGEN TELLER, SCHANZENFEST, MÄRZ 2016, © Jonas Höschl
REPRO „LIEBER TOD 3“, KALTNADELRADIERUNG, 2015, © Jonas Höschl
REPRO „LIEBER TOD 3“, KALTNADELRADIERUNG, 2015, © Jonas Höschl
REPRO SELBSTPORTRAIT MIT HANDSCHELLEN, KALTNADELRADIERUNG © Jonas Höschl
REPRO SELBSTPORTRAIT MIT HANDSCHELLEN, KALTNADELRADIERUNG © Jonas Höschl

Das Werk „Selbstportrait mit Handschellen“ erhält durch die Wahl des Mediums der Kaltnadelradierung einen fast ikonischen Charakter.

„Jonas Höschl spielt mit der Kunst für die gute Stube, um ihr Schritt für Schritt ihre Vertrautheit zu nehmen. In seinen (Druckgrafiken), einer Technik, die an sich schon die Kopie bedingt, wird die Kopie zum Original. Er zitiert Bildinhalte einer (…) Alltagswirklichkeit. (…)“

(Auszug aus der Einführungsrede von Frau Dr. Maria Baumann, Leiterin der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg, zur Ausstellung „Analyse der Idylle“ im Februar 2016 in Regensburg)

2014 gründete ich zusammen mit befreundeten Kunststudenten und freischaffenden Künstlern den Kunstverein Siska. Wir verstehen uns als eine Gemeinschaft von Künstlern, eine kreative Plattform, die als Verein gemeinsam Projekte erarbeitet und präsentiert. (Text: Jonas Höschl)

REPRO „SCHANZENFEST", HOLZSCHNITT, 2016, © Jonas Höschl
REPRO „SCHANZENFEST“, HOLZSCHNITT, 2016, © Jonas Höschl
REPRO „SCHANZENFEST", HOLZSCHNITT, 2016, © Jonas Höschl
REPRO „SCHANZENFEST“, HOLZSCHNITT, 2016, © Jonas Höschl
REPRO „RAVE 1“, KALTNADELRADIERUNG, 2016, © Jonas Höschl
REPRO „RAVE 1“, KALTNADELRADIERUNG, 2016, © Jonas Höschl
Cocktail d'Amore, Bunsen Goetz Galerie, Nürnberg 12 Kopie
Cocktail d’Amore, Bunsen Goetz Galerie, Nürnberg

Jonas Höschl – Vita

geb. am 11.03.1995

  • 2015 Fachabitur FOS Gestaltung
  • seit 2015 Kunstakademie der Bildenden Künste Nürnberg, Grafikdesign

Ausstellungen

2015

  • „Lieber Tod“, Falkenstein
  • „homo faber“, Kunstverein GRAZ, Regensburg
  • Con_Temporary, Degginger, Regensburg
  • 89. Jahresschau Kunst- und Gewerbeverein Regensburg
  • Ausstellung FÖN Kunstpreis 2015, Alte Braugold Brauerei, Erfurt
  • trouble in paradise, Tafelhalle, Nürnberg

2016

  • „Analyse der Idylle“, Edel Extra, Nürnberg
  • „Analyse der Idylle 2.0“, Kleine Galerie, Eberswalde
  • Wir wollen Wächter sein, Salzstadel, Regensburg
  • Babylove, Festung Hohensalzburg, Salzburg
  • „Was bildest du dir eigentlich ein?“, Lich
  • „Licht“, Stadel-Galerie/Künstlerhaus Andreasstadel, Regensburg
  • Cocktail d`Amore, Bunsen Goetz Galerie, Nürnberg

2017 

  • meine Bilder, Galerieraum der Sparkasse „Kassette“, Nürnberg
  • Inshallah/ Patatas, Edel Extra, Nürnberg

Preise & Stipendien

  • Stipendium, Sommerakademie Homburg (2015)
  • Stipendium, Sommerakademie Salzburg (2016)
  • 2. Danner-Klassenpreis „Grafikdesign / Visuelle Kommunikation“ (2016), Sammlung Sparkasse Nürnberg

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