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Ausstellungseröffnung Klaus+Nadi‘ Haas „QuantenRausch“*

11. März bis 20. April

Galerie 76, Ausstellung, Klaus + Nadi' Haas, 2017

Die Ausstellung QuantenRausch der Künstler Klaus+Nadi’ Haas eröffnet am Freitag, den 10. März 2017, um 20 Uhr in der Galerie 76 auf dem AEG-Gelände.

Laudator: Günter Braunsberg, Kunsthistoriker M.A.

Besucherinformationen

  • Galerie 76, Muggenhofer Str. 132, 90429 Nürnberg
  • Ausstellungsdauer: 11. März bis 20. April 2017
  • Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 12–20 Uhr und nach Vereinbarung
Galerie 76, Ausstellung, Klaus + Nadi' Haas, 2017
Galerie 76, Ausstellung, Klaus + Nadi‘ Haas, 2017

Klaus Haas – „Virtueller QuantenRausch“

Im virtuellen Raum werden Raumstrukturen zu dreidimensionalen, raumgreifenden
Kunstwerken von modifiziert und ausgelotet. Diese Schaffensprozesse werden mit dem Fokus auf Kunstgattungen, wie Malerei, Fotografie bis hin zur Installation als Raum-Kunst generiert.

Die so entstandene virtuelle Umgebung wird mit dem realen Ausstellungsraum in seinem Kontext zu einem physischen Erlebnis verknüpft.

Unterstützt von Fabian Baumgärtner (www.ifkvr.de)

Nadi‘ Haas – „Neuronaler QuantenRausch“

Die Arbeiten dienen Nachbilder als Inspiration und führen zu farben- und formenreichen Experimenten. Nadi‘ Haas transformiert „neuronale Räusche auf der Netzhaut“ in ihre Lichtobjekte.

Die inneren Phantombilder der „neuronalen Welten“ werden durch Fotocollagen, Malerei bis hin zu begehbaren Skulpturen und Installationen zu einem Farbenrausch der Sinne.

Über NADI’HAAS

„Nadi Haas ist eine Künstlerin, deren Kunst sich auf ihrem Lebensweg zu vielen verschiedenen angewandten Richtungen aus Grafik und Modedesign und Ihrem Sinn für Form, Farbe und anfänglicher Malerei entwickelt hat.

Die Kunst hat Nadi Haas schon immer „heimlich“ begleitet. Erst unscheinbar und dann durch ihre Malerei.

Sie hat sich fast wie von selbstverständlich und trotz ihrer Hindernisse in Ihrem Leben, zu einem schöpferischen Menschen entwickelt.

Ihre neue Entwicklung in Ihrer Kunst hat sich zu einer farbigen Leidenschaft entwickelt, in der sie auch Ihre angewandten Erfahrungen einbringt und in eine Sinnlichkeit und Wahrnehmungsfreude zu einem Farbenrausch ihrer inneren Erlebnisse umsetzt.

In ihrer Reise als „Psychononautin“ lässt sie nicht Ruhen, alle Ihre „Experimente“ in völliger Hingabe zu transformieren. In dieser eigenen Welt Ihrer Gedanken und Gefühle hat Nadi Haas eine Kunst kreiert, die sich von den Dogmen der Langeweile absetzt.

Ein gutes Beispiel für Ihre neuen Arbeiten sind Ihre Lichtobjekt-Installationen, in denen sie die durch die Beobachtung von Nachbildern des Auges sogenannte Phantombilder entstehen lässt:

„Jeder kennt das: Man blickt in die Sonne oder ins Licht und nimmt trotz geschlossener Augen diffuse Muster oder Blitze wahr, die nicht nur einfach wieder verschwinden, sondern sogar ihre Farben umkehren und sich in Komplementärfarben wandeln.

Es werden sogenannte negative oder positive Nachbilder auch dann noch empfunden, obwohl der ursprüngliche Lichtreiz bereits abgeklungen ist. Die Wahrnehmungsphysiologie spricht von einem entoptischen Eindruck, der sich als Nachwirkung des Netzhautbildes ergibt, nachdem ein Reizmuster (Objekt) längere Zeit fixiert worden ist. Sie experimentiert mit den farben- und formenreichen Abbildern dieser Nachbilder und mit der Inspiration dieser „Phantombilder“ und transformiert „neuronale Räusche auf der Netzhaut“ von der Malerei zur Objektkunst bis in ihre Lichtobjekt-Installationen.“ … so Nadi Haas.

Es gilt gespannt abzuwarten, was die Künstlerin Nadi Haas an ihren „inneren Reisen“ noch für uns zu präsentieren vermag. Es sind die sinnlichen Schritte am Anfang Ihrer Reise hin zu einer Welt voller poetischer Farbräusche für unsere Seele.“

  • Okt. 2016 > consumART > Ausstellung und Installation im Rahmen der Consumenta > NürnbergMesse
  • Okt. 2016 > Gastspieltage Fürth > Ausstellung und Installation im Rahmen des Kulturring C zusammen mit dem Künstler Klaus Haas aus Nürnberg und Daniel Sabranski aus Köln > Atelier Klaus Haas, Fürth
  • Sept. 2016 > Dreh eines Musik-Videos mit skulpturalen Kleidern, entworfen aus Verpackungsmaterial > Schwarzlichtfabrik Nürnberg
  • Juli 2016 > Nadi’Skop > Ausstellung im Rahmen der 22. Staffel des Kunstautomaten von Anna Bien und Winfried Baumann > Sterngasse, Nürnberg
  • Okt. 2015 > Gastspieltage Fürth > Ausstellung und Installation im Rahmen des Kulturring C zusammen mit dem Künstler Klaus Haas und der Künstlerin Marcela Salas > Atelier Klaus Haas, Fürth
  • Sept. 2015 > POESIE:MAZE > Kunst im öffentlichen und virtuellen Raum > Gedankenpoesie in der Fürther Fußgängerzone zusammen mit Klaus Haas im Rahmen des Festivals net:works
  • 2014 > Studium Modedesign
  • 2013 – 17 > Projekt VIDEOworkCASE < Videokunst im öffentlichen Raum (http://www.videoworkcase.eu ) mit Klaus Haas, Andreas Wissen Beirat Bildende Kunst;
  • 1997 bis Heute > Freie Grafik
  • 1975 > geboren in Nürnberg

Über KLAUS HAAS

life-art-mix 2009

Klaus Haas ist ein Künstler, der Kunst und Leben in ganz eigener Weise verbindet. Als er 1985 an die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg kam, hatte er schon etwas mehr Leben „absolviert“, als dies bei Studienanfängern normalerweise der Fall ist.

Vielleicht konzentrierte er sich gerade deshalb in seinen frühen Arbeiten auf das systematische Hinterfragen dessen, was ein Bild ausmacht.

Sein damaliger Akademieprofessor Karl Georg Pfahler setzte als deutscher Hauptvertreter der Hard-Edge-Malerei scharf abgegrenzte, homogene Farbfelder innerhalb des Bildformates so zueinander in Bezug, dass das Bild als Flächensystem eine ganz eigene Autonomie erlangte.

Das Bild als Flächensystem bildete auch für seinen Meisterschüler Klaus Haas den Ausgangspunkt. Aber schon sehr früh begann er die auf sich selbst beschränkte Fläche zu verlassen.

Er gestaltete nicht mehr innerhalb einer Leinwand, sondern eroberte mit zahlreichen, einheitlich gefärbten, aber unterschiedlich großen Leinwänden den Raum, indem er seine Bild-Systeme über die Wände ausbreitete. Klaus Haas ist aber nicht nur ein „Systematiker der Bild-Idee“ in formaler Hinsicht.

Immer wieder bilden direkt aus seiner Lebenswelt gegriffene Inhalte den Ausgangspunkt und Kern seiner experimentellen Arbeiten. Dabei spinnt er häufig alltägliche Erfahrungen zu erzählenden ausgebreiteten Geschichten weiter.

Ein Musterbeispiel hierfür war „Frühstück“. Bei der Erstpräsentation befand sich in einem abgedunkelten Raum der Nürnberger Galerie Traude Näke ein Tisch, auf dem Käse und andere leckere Sachen zum Frühstück arrangiert waren.

Mäuse krabbelten darüber und knabberten mal hier und mal da. Erst auf den zweiten Blick erkannte der Betrachter, dass Mahl und Mäuse keineswegs real vorhanden waren. Er war einer Illusion aufgesessen, denn die ganze Geschichte wurde als Film von oben auf die weiße Tischdecke projiziert.

Typisch für den Künstler war dabei, dass er offensichtlich nach einem ganz alltäglichen Frühstück das Arrangement der restlichen Speisen auf dem Tisch wahrgenommen hatte und sich in der Phantasie die Mäuse dazu gesellten, die schließlich in der realisierten Film-Performance tatsächlich als „Schauspieler“ agierten.

Typisch wohl auch für Klaus Haas, dass die Mäuse, die er für seine künstlerische Arbeit gekauft hatte, über Monate seinen eigenen privaten Lebensraum mit ihm teilten (auch wenn sie meist ihren Käfig nicht verließen).

Filmfiktion und momentan existente Wirklichkeit verschränkten sich auch im „Real-Cinema 2000“ auf ungewohnte Art und Weise. Mitten in der Nürnberger Fußgängerzone stand eine große schwarze containerartige Box, deren offene Tür zum Eintreten einlud.

Der dunkle Innenraum war kinoartig gestaltet mit Sitzhockern und einem vorgegebenen Blick auf eine bestimmte Wand, die wie die Projektionswand eines Kinos proportioniert war.

Aber, da die ganze Projektionswand in Wirklichkeit eine große Glasscheibe war, sah man keinen auf die Wand projizierten Film, sondern das jetzt und hier ablaufende Geschehen in der Fußgängerzone. Setzte man sich hin und sah man einige Zeit zu, so fiel auf, dass man tatsächlich den Blick eines Kinobesuchers bekam. Die ohne Zwischenmedium direkt gezeigte Außenwelt wurde durch die Inszenierung sehr viel bewusster wahrgenommen, als dies im Alltag der Fall ist.

Filmwelt und Realwelt verschränkten sich bei „Schaufensterfußball“ in ganz anderer Art und Weise. Im Fußballweltmeisterschaftssommer 2006 hörten und sahen die Passanten, welche in der „Blauen (Ball-)Nacht“ am Schaufenster von Galeria Kaufhof vorbeikamen, wie von innen ein Fußball mit voller Wucht gegen die Scheibe geschossen wurde und deren Scherben klirrend zu Boden fielen.

Aber alles war nur „schöner“ Schein – ein ständig wiederholter von innen an die Scheibenfläche projizierter Film. Nichtsdestotrotz löste die „äußerlich“ in schlichter Form vorgetragene Geschichte „inner“ Erinnerungsbilder an die kaputtgeschossenen Fensterscheiben längst vergangener Kindertage aus.

Nicht um den passiven Bild-, Film-, Realitätsbetrachter sondern um den aktiven Kunst-Teilnehmer ging es im aktuellsten Projekt von Klaus Haas. Auf Plätzen der Nürnberger Altstadt wurden runde weiße Teppiche ausgelegt, die mit schwarzen Texten bedruckt waren:

Liebe, Wut, verrückt, verliebt, traurig, lustig, witzig, frei, erheitert, verspielt, einzigartig, exklusiv, emotional, hart, wild, dynamisch, gewinnend, gelassen, lässig, modern, altmodisch, erotisch, frisch, elegant, kunstvoll, originell, schön, schöpferisch, intelligent, kreativ, einzigartig, besonders, lieb, temperamentvoll, verrückt, zackig, aufgeregt, leidenschaftlich.

Auf diesen „Plattformen“ konnte jeder Passant, der sich auf diese Kunst einließ barfuß tanzen und dabei über bereitgestellte MP3-Player die zur jeweiligen Teppichstimmung passende Musik hören. Die Text-„Bild“-Teppiche erweiterten sich – dank der Akteure – zum emotional belebten Stadtraum, in dem Kunst zur erlebbaren Alltagsrealität wurde.

Der „Systematiker der Bild-Idee“ wurde zwar von der breiteren Öffentlichkeit in den letzten Jahren vor allem aufgrund seiner spektakulären performancehaften Installationen und Events wahrgenommen, aber natürlich setzte er auch seine Auseinandersetzung mit der Tradition des klassischen Tafelbildes fort. Die Idee des Bildes als gestaltete Fläche blieb für Klaus Haas immer relevant.

Eine sehr spezielle Werkgruppe entwickelte er dabei aus „vorgefundenen“ Bildern. In türkischen Läden und Restaurants trifft man häufig auf Wasserfall-Fotos in Form von Leuchtkästen, deren indirektes Licht durch spezielle Apparaturen zu Licht-Schatten-Bewegungen genutzt wird um den Illusionismus des herabstürzenden und fliesenden Wassers besonders hervorzuheben.

Gleichzeitig abgespultes Vogelgezwitscher unterstreicht die Naturerinnerung. Klaus Haas erkannte das versteckte Potential dieser „ready mades“, die geradezu auf seinen Eingriff warteten. Er entfernte lediglich das Wasserfall-Foto und ersetzte es durch eigene Bildfindungen in Form von Collagen aus Internet-Motiven.

Vom ursprünglichen Bild-Objekt blieb fast alles erhalten: der breite Spiegel-Rahmen, das Vogelgezwitscher und die durch das jeweilige Bildmotiv hindurch wirkende Bewegung der Licht-Schatten-Effekte. All dies sicherte dieser Werkgruppe eine ganz spezielle Leichtigkeit und Lebendigkeit.

Internet-Motive bestimmen mehr und mehr die Bild-Welten von Klaus Haas. Er collagiert dabei Abbildungen, die aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen gerissen sein können zu neuen Einheiten.

Ein Musterbeispiel stellt die derzeit vom Viewing Club gezeigte Arbeit dar. Hier wird eine Fülle ursprünglich heterogener Bildzitate (wie die Abbildung einer vogelkastenartigen Artschwager-Arbeit einerseits und andererseits die systematische Unterteilung eines großen Dreiecks in eine immer größer werdende Anzahl kleiner Dreiecke) zu einer neuen Bildeinheit zusammengeschlossen, welche letztendlich die Flächen-Raum-Frage der Malerei-Tradition aufgreift und mit neuer Aktualität problematisiert.

Anhand der wenigen hier genannten Beispiele wird deutlich, dass Klaus Haas in Bildern, Objekten, Installationen und Performances das Potential unserer „Realität“ aufspürt, umformt und sichtbar macht. Vor einiger Zeit nannte er ein Ausstellungsprojekt „crushed“ – und spielte dabei auf die Gemeinsamkeiten von Barkeeper und Künstler an.

Ersterer schüttet unterschiedlichste Ingredienzien in seinen Shaker und mixt daraus einen neuen Drink, dessen einzigartigen Charakter wir deshalb schätzen, weil er nicht nur die Summe der Einzelbestandteile ist.

Ähnlich verhält es sich mit den Arbeiten von Klaus Haas. Bildfetzen, Raum- und Handlungsideen aus Kunst-, Alltags- und Internet-Welt, die sich in seinem Kopf festgehakt haben, mischt und vereinheitlicht er zu neuen in sich schlüssigen Bildern und Ereignissen. Andersherum betrachtet werden Kunst und Künstlichkeit als Bestandteile unserer Realität entlarvt. (Text: Günter Braunsberg M.A.)

Besucherinformationen

  • Galerie 76, Muggenhofer Str. 132, 90429 Nürnberg
  • Ausstellungsdauer: 11. März bis 20. April 2017
  • Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag, 12–20 Uhr und nach Vereinbarung

*gesponsert

Beginn:
11. März
Ende:
20. April
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Veranstaltungsort

Galerie 76
Muggenhofer Str. 132
Nürnberg, 90429 Deutschland

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