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Chinafrika. under construction – Multimediale Ausstellung im Kunstraum des Konfuzius-Instituts

5. Juni bis 27. Juli

Chinafrika under construction Nürnberg Erlangen

Vom 6. Juni bis 27. Juli 2019 zeigt das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen im Kunstraum in der Pirckheimerstraße das Kunst- und Recherche-Projekt „Chinafrika. under construction“, entwickelt von Jochen Becker (metroZones) mit Daniel Kötter.

Die Ausstellung mit Videoinstallationen, Postern, Fotografien und anderen Werken internationaler Künstlerinnen und Künstler begibt sich auf eine Spurensuche nach den kulturellen Beziehungen zwischen China und Afrika, die sich als Folge der wirtschaftlichen Verflechtungen herausbilden.

Stary Mwaba “Copper Cobalt Mangenese”, 2014
Stary Mwaba “Copper Cobalt Mangenese”, 2014

Sie entwirft das Porträt eines globalen Prozesses, der nicht zuletzt das Imaginäre von Europa grundlegend verändern wird. Die Ausstellung wird am 5. Juni um 19 Uhr mit einer Einführung in das Chinafrika-Projekt durch Jochen Becker und Daniel Kötter eröffnet.

Das Projekt konzentriert sich auf den Kupfergürtel im Norden Sambias und Südosten der DR Kongo als Knotenpunkt für die Extraktion und den Transport von Rohstoffen, sowie auf die Metropolen Lagos (Nigeria), Johannesburg (Süd- afrika), Addis Abeba (Äthiopien) oder Algier (Algerien).

In China steht das Perlflussdelta mit den afrikanischen Handelszentren in Hong Kong, Guangzhou und der vormaligen Freihandelszone in Shenzhen – Partnerstadt der Metropolregion Nürnberg – im Fokus.

Hierfür entwickeln afrikanische, chinesische und europäische KünstlerInnen, KuratorInnen und Akteure gemeinsam künstlerische sowie theoretische Positionen – und testen aus, wie sich die in den Bereichen der künstlerischen Praxis und der visuellen Kulturen, des gesellschaftlichen Alltags sowie der Architektur und des Urbanismus vollziehenden Entwicklungen und Phänomene in den Blick nehmen lassen. „Chinafrika. under construction“ entfaltet ein Terrain, das sich über drei Kontinente erstreckt.

Neben bereits existierenden Arbeiten wurden mehr als zwanzig Neuproduktionen und die Arbeitsergebnisse von vier Chinafrika-Working-Groups erstmalig 2017 in der Galerie für Zeitgenössische Kunst/GfZK Leipzig sowie im Rahmen der Biennale of Urbanism\Architecture Shenzhen gezeigt. Auf Einladung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen wird die Ausstellung nun in einer von Jochen Becker zusammen mit Nora Gantert (Leiterin des Kunstraums) adaptierten Form in Nürnberg präsentiert.

Bis zu 2 Millionen chinesische Staatsbürger halten sich auf dem afrikanischen Kontinent auf. Die chinesische Regierung forciert Rohstoffgewinnung vor allemauf dem afrikanischen Kontinent, um in der „Fabrik der Welt“ im Perlflussdelta sowie anderen Orten Chinas günstige Produkte für den Weltmarkt herzustellen.

Stary Mwaba “Copper Cobalt Mangenese”, 2014
Stary Mwaba “Copper Cobalt Mangenese”, 2014

Die Smartphones in unseren Taschen sind Ergebnis jener „chinafrikanischen“ Pro-duktionskette. Weniger bekannt ist, dass umgekehrt ca. 100.000 afrikanische Staatsbürger sich als Händler, Dienstleister, Staatsbedienstete oder Studierendein China aufhalten.

„Chinafrika“ ist also keine Einbahnstraße. Diese „Globalisierung von unten“ (Gordon Mathews) ist Motor eines Prozesses, der weltweite Verschiebungen deutlich macht und nicht zuletzt das Imaginäre von Europa grundlegend verändern wird.

Nähere Informationen über das Projekt findet Sie unter www.chinafrika.org

Mit Arbeiten von Sammy Baloji, Bodil Furu, Gerda Heck/Christian Hanussek, Louis Henderson, Ho Rui An, Huang Xiaopeng, Taiye Idahor, Daniel Kötter, Li Xiaofei, Lu Shan, Michael MacGarry, MAP Office, Elke Marhöfer/Mikhail Lylov, Adam James Smith/Song Ting/Wang Qihan, Stary Mwaba, Joseph Wright of Derby.

Infobox:

  • Ausstellungsdauer: 6. Juni – 27. Juli 2019, mittwochs bis samstags 13–18 Uhr
  • Vernissage: Mittwoch, 5. Juni 2019, 19 Uhr
  • Ort: Kunstraum des Konfuzius-Instituts, Pirckheimerstraße 36, 90408 Nürnberg
  • Begrüßung: Dr. Yan Xu-Lackner, Direktorin Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen▪ Einführung in das Chinafrika-Projekt: Jochen Becker (metroZones, Kurator der Ausstellung) und Daniel Kötter (Filmemacher und Ko-Recherche)
  • Nähere Informationen zum Rahmenprogramm der Ausstellung erhalten Sie unter  www.konfuzius-institut.de
  • Eintritt: frei

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