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DIETRICH KLINGE – 6 Plastiken in St. Sebald und St. Egidien, Nürnberg

20. März 2015- 10:00 bis 31. Juli 2015- 18:00

kostenlos
Dietrich Klinge: Metamorph-Seraph-Katalyt, Bronze, 2010, 6 Exemplare, Höhe 102cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf

Dietrich Klinge in Nürnberg! 6 Plastiken des Künstlers werden in den Nürnberger Kirchen St. Sebald und St. Egidien gezeigt. Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Bode Galerie und evangelischen Stadtakademie Nürnberg gezeigt.

Die Ausstellung ist zum 31. Juli 2015,  täglich von 10 bis 18 Uhr (außer während der Gottesdienste), geöffnet.

Et – und, auch… Stillschweigende Dialoge in St. Sebald und St. Egidien

Et – und, auch…Stillschweigende Dialoge – unter diesem Titel ist noch bis zum 31. Juli 2015 eine Ausstellung in den beiden Nürnberger Kirchen St. Egidien und St. Sebald zu sehen.

Wie es im Titel bereits anklingt, eröffnen sich damit Dialoge unterschiedlicher Art. Zum einen treten die beiden in ihrer Architektur sehr unterschiedlichen Innenstadtkirchen miteinander in Dialog, zum anderen tritt die „profane“ Kunstgalerie Bode in Dialog mit den beiden sakralen Häusern. Das Bindeglied sind die Skulpturen Dietrich Klinges, die beides besitzen: eine sakrale und eine profane Deutungsebene. Damit bleiben die Arbeiten interpretationsoffen und ermöglichen einen weiteren Dialog, den mit dem Betrachter.

Dietrich Klinge: Pietà II, Bronze, 2013, 6 Exemplare, Höhe 143cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf
Dietrich Klinge: Pietà II, Bronze, 2013, 6 Exemplare, Höhe 143cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf

Klinges Skulpturen, die teilweise sehr archaisch anmuten, sind nicht von Kulturkreisen oder festgeschriebenen Werkaussagen determiniert, vielmehr muss der Betrachter selbst erspüren, was diese Figuren bewegt.

In den beiden Kirchen treten die Skulpturen zudem in Dialog mit den Gegebenheiten vor Ort. In St. Egidien, wo der große Lebensbaum-Kruzifixus vom Überleben des Krieges und vom stolzen Wiederaufbau der Kirche zeugt, sprechen auch Klinges Arbeiten von Leid, Verlust und Tod, wie die beiden Arbeiten „Pietà a Lepp“, eine Mutter mit dem toten Leib ihres Sohnes, oder „Pietà II“, welche von zwei Wesen erzählt, die sich nur durch gegenseitiges Stützen aufrecht halten können. „eRBe 12“ aber zeigt, dass das Leben ein fortwährender Kreislauf des Erhaltens und des Weitergebens ist und blickt mit großer Ruhe und Zuversicht in den Kirchenraum.

Dietrich Klinge: Pietà a Lepp, Bronze, 2013, 3 Exemplare, Höhe 189cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf
Dietrich Klinge: Pietà a Lepp, Bronze, 2013, 3 Exemplare, Höhe 189cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf

In St. Sebald liegt „Metamorph-Seraph-Katalyt“ auf dem Kirchenboden. Ein großes Wesen mit einförmigem Leib aber weit ausgebreiteten Flügeln. Ist er gefallen oder fliegt er weg, beginnt seine Verwandlung oder löst er sich auf? Als Seraph kann er hier auf Erden davon erzählen, was er im Himmel gesehen hat. Danach scheint auch „Huhau“ zu fragen, eine große, schwere Figur mit verblocktem Körper und fein ausgearbeitetem Gesicht. Huhau, das heißt „who?“ „how?“ – wer ist das? wie ist das passiert? „Die Wunde“ spricht von einem solchen Geschehnis, diese Figur wurde stark verletzt, aus einer Wunde strömt Blut. Der Bogen, in dem das Blut fließt, scheint aber zugleich eine Stütze zu sein, vielleicht ein Hinweis darauf, dass man letztlich aus dem Erlittenem auch gestärkt hervorgehen kann?

Dietrich Klinge: Die Wunde, Bronze, 2014, 6 Exemplare, Höhe 163cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf
Dietrich Klinge: Die Wunde, Bronze, 2014, 6 Exemplare, Höhe 163cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf

In dieser Skulptur wird besonders deutlich, wie breit das Interpretationsspektrum ist. Verwundet oder Verletzt kann jeder werden, das widerfährt nahezu jeden Menschen im Laufe seines Lebens. „Die Wunde“ kann aber auch ein Verweis auf die Seitenwunde sein, die Jesus Christus am Kreuz zugefügt wurde. Der Kirchenvater Augustinus schließlich vertrat die Lehre, die Kirche selbst sei aus dem Blut dieser Wunde hervorgegangen, die Urvorstellung der Eucharistie.

Dietrich Klinge: Huhau, Bronze, 2013, 6 Exemplare, Höhe 210cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf
Dietrich Klinge: Huhau, Bronze, 2013, 6 Exemplare, Höhe 210cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf

Die kurze Beschreibung dieser Skulpturen legt dar, warum es naheliegend ist, Dietrich Klinges Werk im sakralen Raum auszustellen. Die Bezüge sind weitgefasst, lassen sich aber auf einen Punkt kumulieren: den Menschen. Und der bleibt Mittelpunkt des Lebens, Mittelpunkt der kirchlichen Arbeit und nicht zuletzt Mittelpunkt im künstlerischen Werk Dietrich Klinges.

Text von Antonia Lindner, M.A. – Bode Galerie

Dietrich Klinge: eRBe 12, Bronze, 2012, 6 Exemplare, Höhe 197cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf
Dietrich Klinge: eRBe 12, Bronze, 2012, 6 Exemplare, Höhe 197cm, Foto: Dietrich Klinge und Martin Frischauf

St. Sebald in Nürnberg

 

St. Egidien in Nürnberg

Mehr Skulpturen von Dietrich Klinge gibt es im Artikel:

DIETRICH KLINGE – ORTE, SKULPTURENMEILE 2015 IN ANSBACH

Dieser Artikel zu Dietrich Klinge wurde mit freundlicher Unterstützung der Bode Galerie & Edition GmbH in Nürnberg veröffentlicht. Es handelt sich um einen bezahlten Artikel.

Bode Galerie in Nürnberg

 

 

 

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Details

Beginn:
20. März 2015- 10:00
Ende:
31. Juli 2015- 18:00
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltungkategorie:
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Veranstaltungsort

St. Egidien und St. Sebald
Nürnberg, Deutschland

Veranstalter

Bode Galerie
E-Mail:
bode@bode-galerie.de
Website:
http://www.bode-galerie.de/de/home