Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Lesung Maren Kames „halb taube halb pfau“

18. Januar 2018

Veranstaltung Navigation

Maren Kames, halb taube halb pfau, Lesung im Z-Bau Nürnberg, 18.01.2017

Maren Kames liest aus ihrem Gedichtband „halb taube halb pfau“ am 18. Januar 2017 um 18 Uhr im Z-Bau Nürnberg.

Der Gedichtband „halb taube halb pfau“ von Maren Kames

„halb taube halb pfau“ ist einer Landschaft ähnlich, eine die erst erkundet wird, deren Grenzen erst gesucht werden müssen. Ein Ich tastet sich voran, macht aus dem Unwägbaren etwas sichtbar, fühlbar, indem es Dinge mit Worten benennt, die die Leere behutsam füllen. Doch die Unsicherheit bleibt, wie Schollen tauchen Texte auf und wieder ab, überlappen sich und brechen wieder auseinander, verzerren das Bild oder lassen es wieder verschwinden, um mit der Stille das Nichts zu umreißen. HALB TAUBE HALB PFAU kennt keine Genregrenzen. Die Textspiegelungen oszillieren zwischen Prosa, Lyrik und Drama. Das intime, fast solipsistische Sprechen wird flankiert und immer wieder durchbrochen von anderen Stimmen, Gegenreden, dialogischen Passagen, Du-Ansprachen, Echos, die das Ich selbst verorten, ohne es je bestimmen zu können.
HALB TAUBE HALB PFAU überschreitet die Grenzen des Buches. Codes führen auf eine Ebene außerhalb des Textes, wo Schrift zu Klang wird. Der Leser selbst wird zum Entdecker in einer Welt, die ihre Eindeutigkeit schon im Medium verloren hat.
Maren Kames bedient mit traumwandlerischer Sicherheit sämtliche sprachliche Register, entwickelt eine ganz eigene Melodie, eine Partitur voller Humor, ebenso unterhaltsam wie hochliterarisch und poetisch. In ihrem Debüt erweist sie sich als einzigartige neue Stimme in der deutschsprachigen Literatur.

Maren Kames, Autorinnenfoto

Über die Autorin

Maren Kames (geb. 1984) studierte Kulturwissenschaften, Philosophie und Theaterwissenschaft, danach am Institut für Literarisches Schreiben in Hildesheim. 2013 gewann sie den 21. Open Mike. 2014 war sie Stipendiatin des Gargonza Arts Awards und eingeladen zum 18. Klagenfurter Literaturkurs. 2015 erhielt sie ein Stipendium des Berliner Senats, den Winter 2016/17 verbrachte sie als Stipendiatin des Literaturhauses Stuttgart auf Schloss Solitude und gewann zuletzt den Anna Seghers-Preis. Sie lebt in Berlin. HALB TAUBE HALB PFAU ist ihr Debüt.

Gegenwartsliteratur im Z-Bau

Die deutschsprachige gegenwärtige Literaturlandschaft – insbesondere auch die jüngere – ist vielfältig, ausufernd, protzend, ganz zart, macht keinen Halt vor Lyrik, Kurzprosa, langen Romanen, zerschnittenen, installativen Texten oder performativen Lesungen.

Einen Querschnitt dieser Gegenwart präsentiert der Z-Bau ab Dezember in einer kleinen Lesereihe monatlich. Für die erste Lesung haben wir den vielfach ausgezeichneten Schriftsteller Roman Ehrlich am Dienstag, den 12.12., eingeladen, der aus seinem zweiten Roman „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“ (S. Fischer Verlag) in der Galerie lesen wird. Ein Text über alltägliche Schrecken und immanente (große) Ängste, verpackt in eine leichte Sprache mit sehr realen und zugleich absurden Charakteren – deren Geschichten zugleich aus einem Horrofilm stammen können ebenso wie aus unserem alltäglichen Leben.

Am 18.01.2018 ist dann die Lyrikerin Maren Kames zu Gast und liest aus ihrem ersten Gedichtband „halb taube halb pfau“ (2016, Secession Verlag). Mit ihrem Erstlingswerk hat die Autorin für große Furore im Literaturbetrieb gesorgt, (fast) sämtliche (Nachwuchs)Auszeichnungen erhalten und dem Vorurteil „Lyrik sei doch nur für eine kleine Leserschaft“ starke, klangvolle Texte entgegengesetzt – klangvoll nicht zu letzt auch wegen verschiedener Geräuschinstallationen, die Teil der Gedichte und dementsprechend auch Teil ihrer Lesungen sind.

Details

Datum:
18. Januar 2018
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
, , ,