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MEL RAMOS und MEL BOCHNER in der Galerie Hafenrichter

6. Mai 2015- 18:00 bis 15. Juni 2015- 18:00

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Mel Ramos: Hav-a-Havana, #10, 2015.1, Galerie Hafenrichter

Die Galerie Hafenrichter im Nürnberger Stadtteil Gostenhof zeigt vom 06. Mai 2015 bis zum 15. Juni 2015 in der Ausstellung MEL meets MEL eine große Auswahl an Arbeiten des amerikanischen Pop Art Künstlers Mel Ramos und des amerikanischen Konzeptkünstlers Mel Bochner.

Die Galerie Hafenrichter zeigt die Ausstellung MEL meets MEL

Die Ausstellung eröffnet am 6. Mai 2015 um 18 Uhr in der Galerie Hafenrichter in Gostenhof, Nürnberg

Mel Ramos – Pop Art Kunst aus Amerika

Mel Ramos ist am 24. Juli 1935 im kalifornischen Sacramento geboren und ist einer der bekanntesten noch lebenden Pop Art Künstler aus Amerika. Er studierte Kunst in seiner Geburtsstadt am Sacramento Junior College und am Sacramento State College. Heute lebt er in Oakland, Kalifornien und in Horta de San Juan, Spanien. Mel Ramos lehrte als Professor für Malerei an der California State University in Hayward von 1966 bis 1997.

Mel Ramos war Schüler von Wayne Thiebaud und stand der Bay Area Figurative School nahe. Diese Schule wendete sich in den 1950er-Jahren vom Abstrakten Expressionismus, der die amerikanische Kunstszene beherrschte ab und begann figurativ zu malen. In der Anfangsphase malte Mel Ramos ab 1961 Comic-Figuren wie z. B. Batman, Superman oder The Spectre.

Commercial Pin-Ups

Mel Ramos: Jujy Fruits, Galerie Hafenrichter
Mel Ramos: Jujy Fruits, Galerie Hafenrichter

Ab 1963 fokussierte er seine Arbeit auf weibliche Superheldinnen wie Wonder Woman und gelangte darüber zur Darstellung von Pin-Up-Girls und typischen Arrangements aus der Werbung, die die weibliche Sexualität als Verkaufswerkzeug für Produkte benutzte.

Es entstanden Arbeiten, in denen er Frauen „in vulgär-vitaler Pose auf gemalten Warenartikeln drapierte und damit die triviale Glamourgestik einer Werbemasche parodierte, die die Kauflust mit sexuellen Reizen schürt.“ Mel Ramos, in: Herbert Read 1997.

Diese „Commercial Pin-Ups“ sollten über Jahrzehnte das Markenzeichen von Mel Ramos bleiben. Seine Darstellungen erfuhren von konservativer und feministischer Seite Kritik, die jedoch den Kern der Kunst von Mel Ramos missinterpretierte.

Mel Ramos: Burning Flame, Galerie Hafenrichter
Mel Ramos: Burning Flame, Galerie Hafenrichter

Animal Paintings

Im Jahr 1966 fand seine erste Einzelausstellung in Deutschland in der Galerie Ricke in Kassel statt. Ein Jahr später verhängte die Kölner Polizei bei einer weiteren Einzelausstellung Bilder der Serie „Animal Paintings“, die Frauen in eindeutigen Posen mit Robben, Känguruhs oder Nilpferden kombinierten.

Unfinished Paintings

In den „Unfinishes Paintings“ rezipierte Mel Ramos ab 1972 Akte aus der Kunstgeschichte von Künstlern wie Ingres, Modigliani oder Manet. Die der damaligen Zeit entsprechende unterschwellige Erotik der Gemälde ersetzte Ramos durch eine direkte sexuelle Ausstrahlung der Pin-Ups.

In den Serien „I still get a thrill when I see Bill“ bezog er sich auf Willem de Kooning und in „The Transfiguration of Galatea“ auf antike Vorlagen.

Quelle: 

  • Mel Ramos. In: Herbert Read (Hrsg.): DuMont’s Künstlerlexikon: Von der Antike bis zur Gegenwart. DuMont Buchverlag, Köln 1997)

Mel Bochner – Konzeptkunst aus Amerika

Mel Bochner ist 1940 in Pittsburgh, Pennsylvania in den USA geboren und lebt seit 1964 in New York City. Er zählt zu den bedeutendsten Vertretern der US-amerikanischen Konzeptkunst.

Mel Bochner studierte Malerei am Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh und Philosophie an der Northwestern University in Evanston. Später unterrichtete er an der School of Visual Arts in New York und an der Yale University. Er wurde im Jahr 2005 zum Doctor of Fine Arts an der School of Art der Carnegie Mellon University promoviert.

Mel Bochner: Obvious, Galerie Hafenrichter
Mel Bochner: Obvious, Galerie Hafenrichter

„Working Drawings and Other Visible Things on Paper Not Necessarily Meant To Be Viewed as Art“

Mel Bochners erste Ausstellung „Working Drawings and Other Visible Things on Paper Not Necessarily Meant To Be Viewed as Art“ in der Galerie der School of Visual Arts fand im Jahr 1966 statt und sollte eine bahnbrechende Wirkung für die Konzeptkunst haben.

Für die Ausstellung fotokopierte Mel Bochner Zeichnungen, Skizzen, Notizen und anderes Material von befreundeten minimalistischen Künstlern, so auch eine Rechnung über $ 3,051.16 die der Künstler Donald Judd ausgestellt hatte. Die Fotokopien heftete er in vier schwarzen Ordnern ab, die er auf vier Sockeln platzierte. Das Drawing Center in New York wiederholte die Ausstellung im Jahr 1988.

Kunsttheoretische Studien

Mel Bochner widmete sich Ende der 1960er Jahre den Schriften des Philosophen Ludwig Wittgenstein und transferierte seine Erkenntnisse in die Kunst. Ergebnis war beispielsweise die „Theory of Boundarys“ (1969/1970). In dieser Serie kombinierte Bochner Farbtafeln und Satzfragmenten, um den Kommunikations- und Zeichencharakter der Kunst aufzuschlüsseln.

Mel Bochner Ziel ist eine erkenntnistheoretische Auseinandersetzung mit Kunst. In seinen Werken werden mathematisch-naturwissenschaftliche Konzepte mit seriellen, geometrischen Formen verwoben.

Measurement Rooms

Die Serie „Measurement Rooms“ entstand ab 1968. Der Künstler vermaß im Zuge der Serie Ausstellungsräume und bezifferte die gewonnenen Angaben mit Klebeband an den Wänden der Räume.

Documenta 5 und 6

Außerdem nahm Bochner an der Documenta 5 im Jahr 1972 in der Abteilung Licht + Licht/Idee und an der Documenta 6 (1977) teil.

Mel Bochner, der Maler

Mel Bochner: Critic, 2014, Galerie Hafenrichter
Mel Bochner: Critic, 2014, Galerie Hafenrichter

In den späten 1970er Jahren fing der Künstler an zu malen. Seine Bilder variieren von grellen Arbeiten (bunte Worte als Bild) bis hin zu Werken, die eher im Einklang mit seiner Konzeptkunst zu verstehen sind.

Im Bild Event Horizon aus dem Jahr 1998 arrangiert er Leinwände verschiedener Größe auf einer Wand. Jede Leinwand ist mit einer horizontalen Linie und einer Nummer, die die Leinwandbreite in Inch angibt, markiert. Zusammen erscheinen die Leinwände als Horizont, den Jeffrey Weiss im Katalog für Bochners Ausstellung 2007 „Event Horizon“ als Representation „of the world as a fantasy of quantifiable truth” interpretiert.

Quellen zu Mel Bochner

  • Achim Borchardt-Hume, Doro Globus (Hg.): Mel Bochner, If the Colour Changes, München 2013
  • Ausstellungskatalog: documenta 5. Befragung der Realität – Bildwelten heute; Katalog (als Aktenordner) Band 1: (Material); Band 2: (Exponatliste); Kassel 1972.
    documenta Archiv (Hrsg.); Wiedervorlage d5 – Eine Befragung des Archivs zur documenta 1972; Kassel/Ostfildern 2001.
  • Katalog zur documenta 6: Band 1: Malerei, Plastik/Environment, Performance; Band 2: Fotografie, Film, Video; Band 3: Handzeichnungen, Utopisches Design, Bücher; Kassel 1977.
MEL MEET MEEL IN DER GALERIE HAFENRICHTER, NÜRNBERG
  • Ausstellungsdauer: 06. Mai bis 15. Juni 2015
  • Öffnungszeiten:  Dienstag – Freitag 10.00 – 18.00 Uhr, Samstag 11.00 – 14.00 Uhr oder nach Vereinbarung.
  • Ort: GALERIE HAFENRICHTER // Fürther Str. 40 // 90429 Nürnberg
  • Tel +49 (0) 911-99 93 463, Mobil +49 (0) 172-812 20 52, Fax +49 (0) 911-99 93 464
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Dieser Artikel zur Ausstellung „Mel meets Mel“ in der Galerie Hafenrichter wurde mit freundlicher Unterstützung der Galerie Hafenrichter in Nürnberg veröffentlicht. Es handelt sich um einen bezahlten Artikel.

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Details

Beginn:
6. Mai 2015- 18:00
Ende:
15. Juni 2015- 18:00
Eintritt:
kostenlos
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Veranstaltungsort

Galerie Hafenrichter
Fürther Str. 40
Nürnberg, 90429 Deutschland
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Telefon:
+49 (0) 911-99 93 463
Website:
http://www.galeriehafenrichter.com