RE: COLLECT – die Städtische Sammlung von Erlangen im Kunstpalais. Für die RE:ZOLLET – Ausstellung werden bedeutende Grafiken des Bestandes zeitgenössischen Werken gegenübergestellt.

Re: Collect im Kunstpalais Erlangen zeigt erstmals die Städtische Sammlung von Erlangen

Ausstellungsansicht Erdgeschoss Foto: Erich Malter 27.04.2014, Größe: 1682 KB, Format: JPG
Ausstellungsansicht Erdgeschoss, Foto: Erich Malter, 27.04.2014, Größe: 1682 KB, Format: JPG

Die Städtische Sammlung Erlangen umfasst weit über 4.500 bedeutende Kunstwerke. In den 1960er Jahren begonnen, spiegelt sie die Vielfalt zeitgenössischer Grafik wider: von raumgreifenden Inszenierungen bis hin zu kleinformatigen Zeichnungen, von Auflagenwerken und Multiples bis hin zu grafischen Unikaten.

Im Zentrum steht die Frage, welche Themen und Diskurse aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch heute noch von Bedeutung sind. Die zeitgenössischen Exponate beschränken sich nicht nur auf das Medium der Grafik, sondern umfassen Videoarbeiten, Fotografien und Rauminstallationen.

Joseph Beuys und Nasan Tur – Der Begriff des Kapitals und Aufbruchstimmung

Joseph Beuys, La rivoluzione siamo Noi, 1971 Lichtdruck, 191 x 100 cm, Städtische Sammlung Erlangen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014 25.04.2014, Größe: 1177 KB, Format: JPG
Joseph Beuys, La rivoluzione siamo Noi, 1971
Lichtdruck, 191 x 100 cm, Städtische Sammlung Erlangen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
25.04.2014, Größe: 1177 KB, Format: JPG

Als Auftakt der Ausstellung widmen sich Joseph Beuys und Nasan Tur in ihren Werken dem Begriff des Kapitals. Ein Thema, das gerade auch für Kunstsammlungen, die als Wertanlage gelten, von Bedeutung ist.

Beuys bezieht sich in der Arbeit „Kunst = Kapital“ nicht nur auf wirtschaftliche Aspekte, sondern vor allem auf menschliche Fähigkeiten wie beispielsweise Kreativität. Auf seine ökonomische Bedeutung führt Nasan Tur hingegen den Begriff zurück, wenn er das Wort „Kapital“ in 800 verschiedenen Varianten mit Tusche auf Papier festhält.

Die Verwendung des gleichen Grafikformats und die identische Rahmung werfen aber auch Fragen zum Verhältnis von Massenproduktion und individueller künstlerischer Tätigkeit auf.

Nasan Tur, Variationen von Kapital, 2013 Zeichentusche auf Tibetischem Papier, jeweils 40 x 60 cm / gerahmt: 42.2 x 62.2 cm, Installationsansicht Kunstpalais, Foto: Erich Malter, Courtesy Nasan Tur and Blain-Southern Gallery London/Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014 26.04.2014, Größe: 1783 KB, Format: JPG
Nasan Tur, Variationen von Kapital, 2013
Zeichentusche auf Tibetischem Papier, jeweils 40 x 60 cm / gerahmt: 42.2 x 62.2 cm, Installationsansicht Kunstpalais, Foto: Erich Malter, Courtesy Nasan Tur and Blain-Southern Gallery London/Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
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Neben dem Begriff des Kapitals ist für den politischen Künstler Joseph Beuys die Frage nach der Revolution, nach dem Umsturz bestehender gesellschaftlicher Verhältnisse, zentral. Auf dem Lichtdruck „La rivoluzione siamo Noi“ präsentiert sich der Künstler überlebensgroß dem Betrachter.

Sein energischer, nach vorne schreitender Gang ist als Aufforderung zum direkten Handeln zu verstehen. Diese Aufbruchsstimmung greift auch Nasan Tur in seiner Fotografie „Time for Revollusion“ auf. Der bekannte Slogan „Time for Revolution“, ein Inbegriff für Veränderung, eröffnet jedoch durch den Schreibfehler eine neue Lesart, die politische Parolen persifliert.

Marcel Broodthaers und Christian Jankowski – Kunst und ihre Warenförmigkeit

Christian Jankowski, Kunstmarkt TV, 2008 Video, Farbe, Ton, 45.15 min. 24.04.2014, Größe: 1139 KB, Format: JPG
Christian Jankowski, Kunstmarkt TV, 2008
Video, Farbe, Ton, 45.15 min.
24.04.2014, Größe: 1139 KB, Format: JPG

Für Marcel Broodthaers ist die Frage nach der Definition des Kunstwerkes untrennbar mit dessen Warenförmigkeit verbunden, da jedes Kunstwerk den gleichen Marktmechanismen unterworfen ist wie ein Gebrauchsgut.

Im Diptychon „Museum- Museum“ sind Goldbarren mit den Namen berühmter Künstler und alltäglicher Konsumgegenstände verknüpft. Christian Jankowski radikalisiert diesen Ansatz in dem Video „Kunstmarkt TV“, in dem in einer Teleshoppingshow Kunstwerke als Gebrauchsgüter mit praktischen Vorzügen angepriesen werden.

Marcel Broodthaers, Museum-Museum, 1972 2 Siebdrucke, jeweils 84 x 59 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Städtische Sammlung Erlangen 24.04.2014, Größe: 1875 KB, Format: JPG
Marcel Broodthaers, Museum-Museum, 1972
2 Siebdrucke, jeweils 84 x 59 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Städtische Sammlung Erlangen
24.04.2014, Größe: 1875 KB, Format: JPG

Natalie Czech, Robert Longo und Eugen Gomringer – Die Wechselwirkung von Bild-Text-Poesie-Kunst

Natalie Czech, A poem by repetition by Allen Ginsberg, 2013 3 color-prints, 3 Rahmen, Museumsglas, 3 Teile, Teil 1: 114 x 87.3 cm, Teil 2: 140.1 x 72.7 cm, Teil 3: 140.1 x 83.9 cm, 5 Editionen, 2 AP, Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg, © Natalie Czech, Courtesy Capitain Petzel, Berlin 23.04.2014, Größe: 3071 KB, Format: JPG
Natalie Czech, A poem by repetition by Allen Ginsberg, 2013
3 color-prints, 3 Rahmen, Museumsglas, 3 Teile, Teil 1: 114 x 87.3 cm, Teil 2: 140.1 x 72.7 cm, Teil 3: 140.1 x 83.9 cm, 5 Editionen, 2 AP, Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg, © Natalie Czech, Courtesy Capitain Petzel, Berlin
23.04.2014, Größe: 3071 KB, Format: JPG

Mit der Wechselwirkung von Bild und Text, Poesie und bildender Kunst, beschäftigt sich Natalie Czech. In den C-Prints „A poem by repetition by Allen Ginsberg“ verwendet sie verschiedene Ausschnitte einer Magazinseite, auf denen ein Interview mit Robert Longo und Bilder aus der Serie „Men in the cities“ des Künstlers abgedruckt sind.

Mittels Hervorhebungen und Markierungen legt sie das lyrische Potenzial in dem bereits existierenden Text frei. Diese Verfahrensweise, Buchstaben, Silben und Satzzeichen herauszulösen, steht in der Tradition der Konkreten Poesie von Eugen Gomringer.

Von dem Künstler sind Grafiken aus der Serie „15 Gedichte“ zu sehen, die seinen spielerischen Umgang mit Sprache verdeutlichen, indem er Worte als visuelle und phonetische Gestaltungselemente einsetzt.

Robert Longo und Ulf Aminde – Körperhaltungen

Robert Longo, Men in the Cities (Joanne and Larry), 1983 2 Lithografien, jeweils 180 x 91,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Städtische Sammlung Erlangen 23.04.2014, Größe: 1229 KB, Format: JPG
Robert Longo, Men in the Cities (Joanne and Larry), 1983, 2 Lithografien, jeweils 180 x 91,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Städtische Sammlung Erlangen, 23.04.2014, Größe: 1229 KB, Format: JPG

Die seltsam verzerrten Körperhaltungen der Personen in Robert Longos Serie „Men in the cities“, die sich zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit bewegen, eröffnen eine verstörende Ambivalenz, bei der der erzählerische Hintergrund der Handlungen offen bleibt. Tanzen die Personen, sind sie Opfer eines Gewaltverbrechens oder im Drogenrausch?

Diese verrenkten Bewegungen greift Ulf Aminde in seiner 7-Kanal-Installation „urban taichi“ auf. Der Künstler zeigt eine Zusammenstellung von selbstgedrehtem und im Internet gefundenem Videomaterial.

Zu sehen sind Personen im urbanen Raum, deren im Drogenrausch paralysierte Körper sich in der Schwebe zwischen Stehen und Fallen, zwischen Schlaf und Wachsein, zwischen Leben und Tod befinden.

Ulf Aminde, urban tai chi, 2010-2012 7-Kanal-Videoinstallation, Farbe, Sound, 00:36-03:00 min., 3 Editionen, 2 AP, Courtesy Galerie Tanja Wagner, Berlin, Installationsansicht Kunstpalais, Foto: Erich Malter 20.04.2014, Größe: 1945 KB, Format: JPG
Ulf Aminde, urban tai chi, 2010-2012
7-Kanal-Videoinstallation, Farbe, Sound, 00:36-03:00 min., 3 Editionen, 2 AP, Courtesy Galerie Tanja Wagner, Berlin, Installationsansicht Kunstpalais, Foto: Erich Malter
20.04.2014, Größe: 1945 KB, Format: JPG

Nan Golden und Andy Warhol – Die Auseinandersetzung mit dem Tod

Andy Warhol, Electric Chairs, 1972 10 Siebdrucke, jeweils 122,5 x 90,5 cm, Städtische Sammlung Erlangen 19.04.2014, Größe: 3468 KB, Format: JPG
Andy Warhol, Electric Chairs, 1972, 10 Siebdrucke, jeweils 122,5 x 90,5 cm, Städtische Sammlung Erlangen
19.04.2014, Größe: 3468 KB, Format: JPG

Im Zentrum der gezeigten Arbeiten von Nan Goldin und Andy Warhol steht die Auseinandersetzung mit dem Tod. In schonungsloser Direktheit zeigt Nan Goldin in den drei Fotografien „Sequences Portfolio (Alf and Fritz/Volcano)“ die individuelle Seite des Sterbens, indem sie intime Momente ihrer Freunde und Verwandten festhält.

Persönlich, wie in einem fotografischen Tagebuch, setzt sie Ereignisse von Geburt und Tod zueinander in Bezug. Der Tod wird in den Siebdrucken „Electric Chairs“ von Andy Warhol durch die serielle Wiederholung des Motivs des leeren elektrischen Stuhls entpersonalisiert.

Wie die Porträts Marilyn Monroes oder die Abbildungen der Campbell‘s Suppendosen verliert das Motiv des elektrischen Stuhls durch die Vervielfältigung und die farbige Gestaltung seinen Schrecken.

Nan Goldin, Sequences Portfolio (Alf and Fritz/Volcano), 1998 2: Stromboli at Dawn, Naples, 1996, 3 Fotographien (Ilfochrome), jeweils 40 x 50 cm, Städtische Sammlung Erlangen 19.04.2014, Größe: 1651 KB, Format: JPG
Nan Goldin, Sequences Portfolio (Alf and Fritz/Volcano), 1998, 2: Stromboli at Dawn, Naples, 1996, 3 Fotographien (Ilfochrome), jeweils 40 x 50 cm, Städtische Sammlung Erlangen, 19.04.2014, Größe: 1651 KB, Format: JPG

Vanessa Beecroft und Eva Kotátkovás – gesellschaftlichen Konventionen und Rollenzuweisungen

Vanessa Beecroft, Vogue Hommes, 2002 2 Pigment-Drucke, jeweils 61 x 49 cm, Städtische Sammlung Erlangen 18.04.2014, Größe- 4680 KB, Format- JPG
Vanessa Beecroft, Vogue Hommes, 2002 2 Pigment-Drucke, jeweils 61 x 49 cm, Städtische Sammlung Erlangen 18.04.2014, Größe- 4680 KB, Format- JPG
Vanessa Beecroft, Vogue Hommes, 2002 2 Pigment-Drucke, jeweils 61 x 49 cm, Städtische Sammlung Erlangen 18.04.2014, Größe: 4582 KB, Format: JPG
Vanessa Beecroft, Vogue Hommes, 2002, 2 Pigment-Drucke, jeweils 61 x 49 cm, Städtische Sammlung Erlangen, 18.04.2014, Größe: 4582 KB, Format: JPG

Im großen Raum im Untergeschoss setzen sich die Künstler mit gesellschaftlichen Konventionen und Rollenzuweisungen auseinander. Ihre Sicht auf moderne Männlichkeit bringt Vanessa Beecroft in den Fotografien „Vogue Hommes“ zum Ausdruck. Vor dem Mailänder Justizpalast ist ein Mann im Anzug zu sehen, neben ihm eine auf dem Kopf stehende nackte Frau.

Trotz ihres aufwendigen Make-ups, der Perücke und der Accessoires ist ihr Körper schutzlos den Blicken der Betrachter ausgeliefert. Zwischen Objekt und Subjekt, Tabubruch und Schönheitsidealen, Voyeurismus und Erotik eröffnet Beecroft einen neuen Blick auf das Verhältnis der Geschlechter, indem sie selbstverständlich gewordene Sehgewohnheiten hinterfragt.

Die vielfältigen Erziehungssysteme, mit denen jeder Mensch in seinen Leben konfrontiert wird, bilden den Ausgangspunkt für Eva Kotátkovás Installation „Education System“ aus Collagen und Zeichnungen. Käfige, Metallgitter und technische Vorrichtungen stehen hier als Metaphern für Überwachung, Disziplinierung und Zwänge, die die Handlungsfreiheit des Menschen einschränken.

Anna und Bernhard Blume verschieben in ihren Fotografien „Kant zu Liebe“ und „6 ideoplasmatische Porträts“ die Grenzen von passivem Objekt und handelndem Subjekt und bringen so die gewohnte Welt aus den Fugen.

Jack Goldstein, Hanne Darboven und Janet Cardiff & George Bures Miller – Die Wechselwirkung von Musik, Klang und Bild

Die Wechselwirkung von Musik, Klang und Bild reflektieren die Arbeiten von Jack Goldstein, Hanne Darboven und Janet Cardiff & George Bures Miller. So sind die Schallplatten „Suite of 9 Records with Sound Effects“ von Jack Goldstein nicht nur Tonträger, sondern werden auch als visuelle Objekte verwendet.

Im Zentrum von Hanne Darbovens Werk steht die Verschriftlichung von Zeit, die durch das Aufschreiben von Buchstaben- und Zahlenreihen sichtbar gemacht wird. Auf Grundlage von Kalenderdaten eines Jahrhunderts addiert die Künstlerin die Ziffern von Tagesdaten und bildet daraus Quersummen.

In „24 Gesänge“ übersetzt Darboven diese mathematischen Rechnungen in raumfüllenden Notationen. Zahlen werden so zu einem Zeichensystem für die Musik, um vergangene Zeit sichtbar zu machen. Bei Janet Cardiff & George Bures Miller wird der Klang durch den Betrachter hervorgerufen, der wie ein DJ durch das Aufziehen der Karteikästen des „Cabinet of Curiousness“ verschiedene Samples abspielen und diese zu neuen Stücken zusammensetzen kann.

Robert Filliou, Robert Hutchinson und Camille Henrot – künstlerische Erforschung der Welt

Peter Hutchinson, Stories and Natural Histories, 1975 10 Siebdrucke und Fotografien, jeweils 76 x 56 cm, Städtische Sammlung Erlangen 16.04.2014, Größe: 2996 KB, Format: JPG
Peter Hutchinson, Stories and Natural Histories, 1975
10 Siebdrucke und Fotografien, jeweils 76 x 56 cm, Städtische Sammlung Erlangen, 16.04.2014, Größe: 2996 KB, Format: JPG

Den Abschluss der Ausstellung bilden Kunstwerke, in deren Zentrum die künstlerische Erforschung der Welt steht. Robert Filliou, der die Kunst immer auch als Erweiterung der Wissenschaft begreift, entwickelt in seiner Arbeit „Erforschung des Ursprungs“ ein eigenständiges Erklärungsmodell der Erde.

Der Land Art-Künstler Robert Hutchinson interessiert sich vor allem für die temporären Prozesse in der Natur, wie Wachstum und Verfall, denen er sich durch intensive Recherchen widmet. Seine zahlreichen Reisen ins Hochgebirge, zu Vulkanen oder an Meeresufer dokumentiert er in der Serie „Stories and Natural Histories“, die ausgeführte und geplante Land Art-Projekte des Künstlers zeigt. 

Camille Henrot verknüpft in ihren Werken Kunst mit Wissenschaft. Verbindendes Motiv des Videos „The Strife of Love in a Dream” ist die Schlange, die als Metapher für die Angst des Menschen steht. Ohne einer linearen Narration zu folgen, entwickelt Henrot eine Sound-Bild-Collage, in die zahlreiche Perspektiven aus Medizin, Populärkultur, Kunstgeschichte und Religion integriert werden.

Camille Henrot, Le Songe de Poliphile / The Strife of Love in a Dream, 2011 Video, 11:40 min. Production: Maharaja Films; With the support of Centre Pompidou, Musée national d’art moderne; Centre national des arts plastiques and the Mairie de Paris - Département de l’Art dans la ville © ADAGP Camille Henrot Courtesy the artist and kamel mennour, Paris, Ausstellungsansicht Kunstpalais, Foto: Erich Malter 15.04.2014, Größe: 2056 KB, Format: JPG
Camille Henrot, Le Songe de Poliphile / The Strife of Love in a Dream, 2011, Video, 11:40 min. Production: Maharaja Films; With the support of Centre Pompidou, Musée national d’art moderne; Centre national des arts plastiques and the Mairie de Paris – Département de l’Art dans la ville © ADAGP Camille Henrot Courtesy the artist and kamel mennour, Paris, Ausstellungsansicht Kunstpalais, Foto: Erich Malter, 15.04.2014, Größe: 2056 KB, Format: JPG
Camille Henrot, Le Songe de Poliphile / The Strife of Love in a Dream, 2011 Video, 11:40 min. Production: Maharaja Films; With the support of Centre Pompidou, Musée national d’art moderne; Centre national des arts plastiques and the Mairie de Paris - Département de l’Art dans la ville © ADAGP Camille Henrot Courtesy the artist and kamel mennour, Paris, Ausstellungsansicht Kunstpalais, Foto: Erich Malter 15.04.2014, Größe: 1758 KB, Format: JPG
Camille Henrot, Le Songe de Poliphile / The Strife of Love in a Dream, 2011, Video, 11:40 min. Production: Maharaja Films; With the support of Centre Pompidou, Musée national d’art moderne; Centre national des arts plastiques and the Mairie de Paris – Département de l’Art dans la ville © ADAGP Camille Henrot Courtesy the artist and kamel mennour, Paris, Ausstellungsansicht Kunstpalais, Foto: Erich Malter, 15.04.2014, Größe: 1758 KB, Format: JPG

Re: Collect und der aktuelle Kunstdiskurs

RE: COLLECT“ greift wichtige Inhalte und Fragestellungen des aktuellen Kunstdiskurses auf: die Auseinandersetzung mit Gesellschaft, Wissenschaft, dem Wert von Kunst, dem menschlichen Körper, der Sprache und der Musik.

Gezeigt wird, wie zentrale Strömungen der Kunst der 1960er und 1970er Jahre, wie Performance- und Konzeptkunst, Land Art und Pop Art, in der zeitgenössischen Kunst ihren Nachhall finden.

Mit zahlreichen Bezügen beleuchtet die Ausstellung, wie internationale Künstlerinnen und Künstler sich heute mit verschiedenen Themen und Motiven auseinandersetzen, die auch wesentliche Aspekte der Städtischen Sammlung ausmachen.

Künstler der Ausstellung Re: Collect im Kunstpalais Erlangen

Ausstellungsansicht Untergeschoss Foto: Erich Malter 03.07.2014, Größe: 1865 KB, Format: JPG
Ausstellungsansicht Untergeschoss, Foto: Erich Malter, 03.07.2014, Größe: 1865 KB, Format: JPG

Ulf Aminde (DE)

* 1969 in Stuttgart, Deutschland, lebt und arbeitet in Berlin

2013 Kunstwerke Berlin, Museum of Contemporary Art, Taipei, China, 2012 Heidelberger

Kunstverein (E), Kestnergesellschaft, Hannover, 2009 Schirn Kunsthalle, Frankfurt

Vanessa Beecroft (IT)

* 1969 in Genua, Italien, lebt und arbeitet in Long Island, USA

2013 Palazzo Strozzi, Florenz, Italien, 2010 New Museum of Contemporary Art, New York City,

USA, 2009 Museum of Contemporary Art, Chicago, USA, 2005 Neue Nationalgalerie, Berlin (E),

2004 Castello di Rivoli, Turin, Italien

Joseph Beuys (DE)

* 1921 in Krefeld, † 1986 in Düsseldorf

1993 Museum of Modern Art, New York City, USA (E), 1988 Dia: Chelsea, New York City, USA

(E), 1977 Skulptur Projekte Münster, 1976 36. Biennale Venedig, Italien, 1964 documenta 3, Kassel

Anna & Bernhard Blume (DE)

Bernhard Blume (* 1937 in Dortmund, † 2011 in Köln)

Anna Blume (*1937 in Bork)

2013 ZKM, Karlsruhe, 2012 Museum für Moderne Kunst, Frankfurt, 2009 Los Angeles County

Museum of Art, USA, 2008 Hamburger Bahnhof (E), Camden Arts Centre, London,

Großbritannien

Marcel Broodthaers (BE)

* 1924 in Brüssel, Belgien, † 1976 in Köln

2014 Museum für Gegenwartskunst, Basel, Schweiz (E), 2003 Kunsthalle Wien, Österreich (E),

1995 4. Biennale Istanbul, 1978 28. Biennale Venedig, Italien, 1972 documenta 5, Kassel

Marcel Broodthaers: Museum-Museum, 1972, Siebdruck, jeweils 84 x 59 cm

Janet Cardiff & George Bures Miller (CA)

Janet Cardiff (* 1957 in Brussels, Ontario, Kanada, lebt und arbeitet in Berlin und Grindrod,

British Columbia, Kanada)

George Bures Miller (* 1960 in Vegreville, Alberta, Kanada, lebt und arbeitet in Berlin und

Grindrod, British Columbia, Kanada)

2014 Biennale of Sydney, Australien, 2013 documenta 13, Kassel, 2007 Lousiana Museum of

Modern Art, Humlebaek, Dänemark, 2003 Whitechapel Art Gallery, London, Großbritannien,

1999 Istanbul Biennial, Türkei

Natalie Czech (DE)

* 1976 in Neuss, lebt und arbeitet in Berlin

2014 Palais de Tokyo, Paris, Frankreich (E), Kunsthalle Wien, Österreich, Villa Romana, Florenz,

Italien, 2013 Kunstverein Braunschweig (E), 2013 Ludlow 38, New York City, USA (E)

Hanne Darboven (DE)

* 1941 in München, † 2009 in Hamburg

2009 Museum of Modern Art, New York City, Los Angeles County Museum of Art, USA, 2003

mumok, Wien, Österreich, 1972 documenta 5, Kassel, 1969 Kunsthalle Bern, Schweiz

Robert Filliou (FR)

* 1926 in Sauve, Frankreich, † 1987 in Chanteloube, Frankreich

2008 Centre Pompidou, Paris, Frankreich, 2004 Guggenheim Museum, New York City, USA,

1990 44. Biennale Venedig, Italien, 1987 Skulptur Projekte Münster, 1972 documenta 5, Kassel

Nan Goldin (US)

* 1953 in Washington, D.C., USA, lebt und arbeitet in New York City, USA

2013 New Museum, New York City, USA, 2011 Berlinische Galerie (E), 2010 Museum of Modern

Art, New York City, 2009 C/O Berlin (E), 2008 Museum of Contemporary Art, Helsinki, Finnland

(E)

Jack Goldstein (CA)

* 1945 in Montreal, Kanada, † 2003 in San Bernardino, USA

2013 Museo Reina Sofía, Madrid, Spanien, 2010 MMK Frankfurt (E), 2009 Metropolitan Museum,

New York City, USA, 2004 Whitney Biennial, New York City, USA, 1982 documenta 7, Kassel

Eugen Gomringer (CH)

* 1925 in Cachuela Esperanza, Bolivien, lebt und arbeitet in Rehau, Oberfranken

2011 Neues Museum Weserburg, Bremen, Deutschland, 2010 ZKM, Karlsruhe, Deutschland, Haus

Konstruktiv, Zürich, Schweiz, 2005 Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt, Kunstsammlungen

Chemnitz, Deutschland

Camille Henrot (FR)

* 1978 in Paris, Frankreich, lebt und arbeitet in Paris, Frankreich, und New York City, USA

2014 New Museum of Contemporary Art, New York City, USA (E), Chisenhale Gallery, London

(E), Großbritannien, Schinkel Pavillon, Berlin (E), 2013 55. Biennale Venedig, Italien, 2012 Centre

Pompidou, Paris, Frankreich

Peter Hutchinson (US)

* 1930 in London, Großbritannien, lebt und arbeitet in Provincetown, USA

2012 Haus der Kunst, München, Kunsthalle Bremen, 2006 mumok, Wien, Österreich, 2004

Fundació Joan Miró, Barcelona, Spanien, 1997 4. Biennale de Lyon, Frankreich

Christian Jankowski (DE)

* 1968 in Göttingen, lebt und arbeitet in Berlin, Hamburg und New York City, USA

2013 Center for Contemporary Art, Warschau, Polen (E), 2012 MACRO, Rom, Italien (E), 2003

Museum für Gegenwartskunst, Basel, Schweiz (E), 2002 Whitney Biennial, New York City, USA,

1999 48. Biennale Venedig, Italien

Eva Kotátková (CZ)

* 1982 in Prag, lebt und arbeitet in Prag, Tschechische Republik

2014 Schinkel Pavillon, Berlin, 2013 53. Biennale Venedig, Italien, Kunsthalle Wien, Österreich,

Modern Art Oxford, Großbritannien (E), 2012 Biennale of Sydney, Australien

Robert Longo (US)

* 1953 in New York City, USA, lebt und arbeitet in New York City, USA

2010 Museó Reina Sofía, Madrid, Spanien, 2009 Metropolitan Museum, New York City, USA,

2004 Whitney Biennial, New York City, USA, 1989 Museum of Contemporary Art, Los Angeles,

USA, 1982 documenta 7, Kassel

Nasan Tur (DE)

* 1974 in Offenbach, lebt und arbeitet in Berlin

2014 Kunstraum, Innsbruck, Österreich (E), Martin-Gropius-Bau Berlin, 2013 Istanbul Museum of

Modern Art, Türkei, 2011 Kunsthalle Mannheim (E), 2009 Kunstmuseum Stuttgart (E)

Andy Warhol (US)

* 1928 in Pittsburgh, USA, † 1987 in New York City, USA

2013 Museum Brandhorst, München (E), 2010 Museum of Modern Art, New York City, USA (E),

Albertina, Wien, Österreich (E), 1972 32. Biennale Venedig, Italien, 1968 documenta 4, Kassel

Besucherinformationen zur Ausstellung RE-COLLECT im Kunstpalais Erlangen

  • Adresse: Kunstpalais Erlangen, Palais Stutterheim, Markplatz 1, 91054 Erlangen
  • Ausstellungsdauer: 28.06. – 31.08.2014
  • Öffnungszeiten: Di–So 10–18 Uhr, Mi 10–20 Uhr
  • Kuratorin der Ausstellung; Ina Neddermeyer, Sammlungskuratorin

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