Scheich Ramadan Abu Suelem – Die kunst galerie fürth zeigt ab Freitag, den 26. Juni 2015 (Eröffnung ab 19 Uhr) die Ausstellung „die Bote des Pharao und andere Bilder – Scheich Ramadan Abu Suelem“. Ein Besuch der Ausstellung ist äußerst zu empfehlen!

Die Boote des Pharao und andere Bilder – Scheich Ramadan Abu Suelem in der kunst galerie fürth

Scheich Ramadan Abu Suelem: Fest in einem türkischem Haus, 1987, © kunst galerie fürth
Scheich Ramadan Abu Suelem: Fest in einem türkischem Haus, 1987, © kunst galerie fürth

Der Beduine Scheich Ramadan Abu Suelem lebte von 1924 bis 1998. Zu Lebzeiten wurde er zum bekanntesten self-taught artist (outsider artist) Ägyptens.

Ursula Schernigs Galerie für ägyptische und sudanesische Kunst in Kairo und ihre Sammlung

Seine Zeichnungen werden heute in der arabischen Welt sehr geschätzt. Ohne das Engagement der Fürtherin Ursula Schernig, die in den 1980er Jahren in Kairo eine Galerie für ägyptische und sudanesische Kunst betrieb, wären seine Arbeiten einem breiteren Publikum kaum bekannt geworden. Aus der Sammlung Schernig zeigen wir rund 45 Blätter.

Pharaonenzeit, Beduinenbräuche und religiöse Parabeln

Scheich Ramadan Abu Suelem: Sommerpalast einer Königsfamilie, 1997, © kunst galerie fürth
Scheich Ramadan Abu Suelem: Sommerpalast einer Königsfamilie, 1997, © kunst galerie fürth

Seine Themen fand Ramadan Abu Suelem in den Überlieferungen und Legenden der Pharaonenzeit, die er frei nacherzählte, in den Darstellungen von Beduinenbräuchen (Alltagsszenen, Feste) und in religiösen Parabeln. Deutlich sind gleichermaßen koptische, islamische, orientalische und afrikanische Einflüsse.

Scheich Ramadan Abu Suelems Maltechnik

Er malte bevorzugt mit zerkauten Dattelstengeln, mit deren Hilfe er anfangs selbst hergestellte Farbe von den Fingerkuppen abnahm, aber Gouachefarben, Filzstifte, Bleistifte oder Kugelschreiber kamen ab 1984 ebenfalls zum Einsatz.

Komposition

Die Kompositionen sind häufig von großer Symmetrie, was freilich für Autodidakten nicht untypisch ist. Sie folgen zumeist einem geometrischen Grundmuster. Und die an Figuren ebenso wie an Ornamentalem reichen Blätter lassen selbstverständlich an Märchener-zählungen denken.

Scheich Ramadan Abu Suelems Ausstellungen

Scheich Ramadan Abu Suelem: Fest in einem türkischem Haus, 1987, © kunst galerie fürth
Scheich Ramadan Abu Suelem: Fest in einem türkischem Haus, 1987, © kunst galerie fürth

Die erste Ausstellung hatte Ramadan Abu Suelem 1984 im Goethe-Institut in Kairo. Später folgten viele Ausstellungen in Ägypten und in Europa, bspw. im ifa-Institut in Stuttgart, der Collection de l‘ Art Brut in Lausanne, der Slovakischen Nationalgalerie in Bratislava, die ihm ihr Ehrendiplom verlieh, im IWALEWA-Haus in Bayreuth oder im Kunstverein Rosenheim. Für die Ausstellung 1989 in Stuttgart reiste er, der sonst sein Dorf nur verlassen hatte, um die Moulids zu besuchen, die volksfestähnlichen Heiligenfeste in Kairo, erstmals nach Europa.

Die gezeigten Arbeiten wurden zum Teil noch nie oder zumindest in der Region noch nie gezeigt. Ein großer Teil der farbigen Zeichnungen wird wohl künftig in privaten Sammlungen außerhalb Europas verschwinden.

(Pressemitteilung kunst galerie fürth)

Kunst Galerie Fürth – Besucherinformationen
  • Vernissage: Freitag, 26. Juni, 19 Uhr „Die Boote des Pharao…“. Es spricht Prof. Dr. Kopp. Fatih Maraslioglu spielt auf der Nay
  • Ausstellungsdauer: 27. Juni bis 9. August 2015
  • kunst galerie fürth, Königsplatz 1, 90762 Fürth, Telefon: (0911) 974-1690
  • Öffnungszeiten: Mittwoch – Samstag: 13-18 Uhr, Sonntag und Feiertage: 11-17 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen
  • E-Mail
  • Webseite Kunst Galerie Fürth

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