im Kunstpalais Erlangen – 29. Februar bis 24. Mai 2020

Anna Dumitriu & Alex May in Kollaboration mit Amanda Wilson, "ArchaeaBot: A Post Climate Change, Post Singularity Life-form", 2018/2019, 3D-gedrucktes PLA, Raspberry-Pi-Computer, Pi Borg Motorschutz, elektrische Komponenten, Abdichtungsmaterialien, Ca. 60 x 60 x 60 cm, Courtesy the artists, Installationsansicht HeK, 2018, Foto: Anna Dumitriu
Anna Dumitriu & Alex May in Kollaboration mit Amanda Wilson, „ArchaeaBot: A Post Climate Change, Post Singularity Life-form“, 2018/2019, 3D-gedrucktes PLA, Raspberry-Pi-Computer, Pi Borg Motorschutz, elektrische Komponenten, Abdichtungsmaterialien, Ca. 60 x 60 x 60 cm, Courtesy the artists, Installationsansicht HeK, 2018, Foto: Anna Dumitriu

In den letzten zwei Jahrzehnten wurde im Diskurs um die Zukunft der Menschheit zunehmend die Gefahr ins Zentrum gerückt, die von Umweltzerstörung und insbesondere den Folgen des Klimawandels für das Überleben unserer Spezies ausgeht.

Globale politische Bewegungen gaben dem Thema im letzten Jahr eine neue Dringlichkeit. Sie fordern einen sofortigen ökologischen Paradigmenwechsel auf allen Ebenen der Gesellschaft. Die Rolle, die Technologie dabei spielen kann und sollte, wird kontrovers diskutiert.

Ob Künstliche Intelligenz, Blockchain-Technologie, Big Data oder Bioengineering – Optimist*innen preisen technologische Innovationen als Schlüssel zur Rettung unserer Umwelt, während Kritiker*innen diese Hoffnung als naiv bezeichnen und auf einen zunehmenden Mangel an Verständnis neuester Technologien zurückführen.

In einer Flut von widersprüchlichen Informationen über den Zustand der Welt und angesichts des rasanten technologischen Fortschritts wird es zunehmend schwieriger, den Status Quo zu evaluieren. In eine Endzeitstimmung ähnlich der Zeit vor hundert Jahren mischen sich Gefühle von Aufbruch und Untergang, Euphorie und Ohnmacht, Dekadenz und Weltschmerz.

Tega Brain, Julian Oliver, Bengt Sjölen, "Asunder", 2019, Drei-Kanal-Videoprojektion, Satellitenbilder, CESM-Klimamodell, Multiprozessor-Computer und selbsterstellte Software, Größe variabel, Courtesy the artists
Tega Brain, Julian Oliver, Bengt Sjölen, „Asunder“, 2019, Drei-Kanal-Videoprojektion, Satellitenbilder, CESM-Klimamodell, Multiprozessor-Computer und selbsterstellte Software, Größe variabel, Courtesy the artists

Die internationale Gruppenausstellung im Kunstpalais zeigt 10 künstlerische Positionen, die sich in unterschiedlichen Medien dem facettenreichen Verhältnis von Natur und Hightech nähern.

In Fotografie, Video, Plastik, Installation, VR, Augmented Reality und Performance wird das diskursive Feld weit gesteckt. Von dekonstruktiv-kritischen Positionen über optimistische Zukunftsperspektiven bis hin zu phantastischen Visionen einer Wiederverzauberung der Natur wird der Frage nachgegangen, wie sich unser Verhältnis zur Umwelt in Zukunft gestalten lässt.

Der wachsenden Komplexität des Themas begegnet die Ausstellung, indem ungewöhnliche und kreative Perspektiven die Grenzen des Erwartbaren verschieben.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Tega Brain (AU) & Julian Oliver (NZ) & Bengt Sjölen (SE), James Bridle (UK), Simon Denny (NZ), Anna Dumitriu (UK) & Alex May (UK), Futurefarmers (International), Alexandra Daisy Ginsberg (UK), Andreas Greiner (DE), Paul Seidler (DE) & Paul Kolling & Max Hampshire (UK), Jonas Staal (NL), und Pinar Yoldas (TR).

Paul Kolling, Paul Seidler, Max Hampshire, "terra0 – Prototype for an augmented forest", 2016, Mixed Media, Maße variabel, Courtesy the artists
Paul Kolling, Paul Seidler, Max Hampshire, „terra0 – Prototype for an augmented forest“, 2016, Mixed Media, Maße variabel, Courtesy the artists
James Bridle, "Cloud Index, cloudindx.com", 2016, Courtesy the artist
James Bridle, „Cloud Index, cloudindx.com“, 2016, Courtesy the artist
James Bridle, "Cloud Index, cloudindx.com", 2016, Courtesy the artist
James Bridle, „Cloud Index, cloudindx.com“, 2016, Courtesy the artist
Jonas Staal, "Neo-Constructivist Ammonites", 2019, Ammoniten, Holz, Farbe, Stoff, Maße variabel, Courtesy the artist
Jonas Staal, „Neo-Constructivist Ammonites“, 2019, Ammoniten, Holz, Farbe, Stoff, Maße variabel, Courtesy the artist
Simon Denny, "Caterpillar Biometric worker fatigue monitoring smartband Extractor pop display", 2019, UV-Druck auf Wabenkarton, eingeschweißtes Extractor-Brettspiel, 229 x 157 x 92 cm, Courtesy the artist, Galerie Buchholz, Foto: Jesse Hunniford/MONA
Simon Denny, „Caterpillar Biometric worker fatigue monitoring smartband Extractor pop display“, 2019, UV-Druck auf Wabenkarton, eingeschweißtes Extractor-Brettspiel, 229 x 157 x 92 cm, Courtesy the artist, Galerie Buchholz, Foto: Jesse Hunniford/MONA
Jonas Staal, "Interplanetary Species Society", 2019, Installationsansicht Reaktorhallen, Stockholm, Sweden, 2019, Courtesy the artist
Jonas Staal, „Interplanetary Species Society“, 2019, Installationsansicht Reaktorhallen, Stockholm, Sweden, 2019, Courtesy the artist

Infobox

  • 29. Februar–24. Mai 2020
  • Kunstpalais Erlangen, Palais Stutterheim, Marktplatz 1 91054 Erlangen
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr

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