Monatlich empfiehlt die Theaterredaktion von kunstnuernberg.de sehenswerte Produktionen aus Theater/Tanz/Performance und informiert über Nürnbergs wichtigste Theatertermine.

This month in performing arts
01-02/2018

 

Z-BAU NÜRNBERG
Maren Kames – Lesung aus „halb taube halb pfau“
Do., 18.1.2018, 20.30 Uhr, Roter Salon

Maren Kames, halb taube halb pfau, Lesung im Z-Bau Nürnberg, 18.01.2017
Maren Kames, halb taube halb pfau, Lesung im Z-Bau Nürnberg, 18.01.2017

„halb taube halb pfau“ ist einer Landschaft ähnlich, eine die erst erkundet wird, deren Grenzen erst gesucht werden müssen. Ein Ich tastet sich voran, macht aus dem Unwägbaren etwas sichtbar, fühlbar, indem es Dinge mit Worten benennt, die die Leere behutsam füllen. Doch die Unsicherheit bleibt, wie Schollen tauchen Texte auf und wieder ab, überlappen sich und brechen wieder auseinander, verzerren das Bild oder lassen es wieder verschwinden, um mit der Stille das Nichts zu umreißen. „Halb Taube Halb Pfau“ kennt keine Genregrenzen. Die Textspiegelungen oszillieren zwischen Prosa, Lyrik und Drama. Über „halb taube halb pfau“ (2016, Secession Verlag für Literatur).

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Mehr Infos im Interview mit Lara Sielmann vom Z-Bau

Tafelhalle 
Paradise 3.0
science fiction untitled
von co>labs
Premiere: Fr., 19.01.2018, 20:00 Uhr

co>lass, Paradise 3.0, Tafelhalle Nürnberg, 19.1.2018, Foto: Peter Wendl
co>labs, Paradise 3.0, Tafelhalle Nürnberg, 19.1.2018, Foto: Peter Wendl

Wie sieht er aus, der neue Planet, auf den wir gemeinsam eine neue Zukunft bauen? Künstler/-innen aus dem Iran, dem Libanon und aus Europa zeigen in Paradies 3.0 ihre Vision einer neuen, kosmischen Welt ohne territoriale Schranken. Co>labs eröffnet in einer auf drei Jahre angelegten Paradies-Recherche nicht nur einen spannenden künstlerischen Diskurs zwischen der arabischen und europäischen Welt sondern lädt ein, Theater mit allen Sinnen zu kosten. Der letzte Teil der Trilogie verspricht eine Abenteuerreise zurück in eine mögliche Zukunft.

Konzept: Beate Höhn, Arne Forke, Peter Wendl

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Festival panoptikum 2018
By Theater Mummpitz
Nürnberg, 23.1.-28.1.2018

s Festival Panoptikum, (NL): Krieg (6+); Fotos © Kurt Van der Elst
Festival Panoptikum, „Krieg“ (6+) (NL); Foto © Kurt Van der Elst

Zum zehnten Mal seit 2000 veranstaltet das Theater Mummpitz sein europäisch-bayerisches Kindertheaterfestival. Vom 23. bis 28. Januar gibt es im Festivalzentrum, dem Theater Mummpitz im Kachelbau und an neun weiteren Spielstätten ein buntes Programm mit zwölf Stücken aus acht europäischen Ländern und zehn Produktionen aus Bayern.

Künstlerische Leitung: Andrea Maria Erl
Auswahl der Gastspiele: Cathrin Blöss, Andrea Maria Erl, Meike Kremer, Gabriele Villbrandt
Organisationsleitung & PR: Cathrin Blöss
Geschäftsführung: Michael Bang

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AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE
ACADEMY OF FINE ARTS
Performing Entities – Performance Art Symposium
Mittwoch, 24. Januar – 26. Januar 2018, Campus der AdBK Nürnberg

Juren, Performing Entities, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Foto: Juren/AdBK Nürnberg
Juren, Performing Entities, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Foto: Juren/AdBK Nürnberg

Performing Entities präsentiert aktuelle Performances international renommierter KünstlerInnen, deren Arbeiten während drei Tagen von Workshops und Gesprächen diskursiv flankiert werden. Das Symposium aktualisiert den Diskurs über Unschärfen an den Grenzen zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Skulptur und Performanz, zwischen Wissenschaftlichkeit und Subjektivität, zwischen Sprache und Leib.
(Peter Wendl, Arne Forke)

Performing Entities presents current performances by artists of international standing, whose work will be addressed in a three-day programme of workshops and discussions. The symposium updates the dialogue on the blurred areas at the borders between subject and object, sculpture and performance, scientificity and subjectivity, language and body.
(Peter Wendl, Arne Forke)

Mit/with Alex Bailey (UK), Luke Baio (UK), Dominik Grünbühel (AT), Anne Juren (FR/AT), Krõõt Juurak (EE), Hanne Lippard (GB), Michikazu Matsune (JP/AT), Shana Moulton (US), Rabih Mroué (LB), Andrea Spreafico (IT/NO), Kris Verdonck (BE) und Georg Winter (DE)

eingeladen von/invited by
Peter Wendl (AdBK Nürnberg) & Arne Forke (Direktor, Dramaturg, Kurator)

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Tafelhalle  
Eat the floor – a contemporary ceremony
von PLAN MEE
Premiere Do., 01.02.2018, 20:00 Uhr

Plan Mee: eat the floor - a contemporary ceremony, Foto: Sebastian Authenrieth
Plan Mee: eat the floor – a contemporary ceremony, Foto: Sebastian Authenrieth

Alle Sinne auskosten – auf der Suche nach einer neuen Körperlichkeit ist dies erlaubt. Früher waren Riten, insbesondere der Tanz, allgegenwärtig und Bestandteil unserer Kultur. Heute bieten Rockkonzerte und Fußballspiele körperliche Grenzerfahrungen bis hin zu Ekstase und Transformation: Wir spüren uns selbst, wenn wir brüllen, prügeln, im Kollektiv tanzen. Die Zeremonie ist ein körperliches und sinnliches Ventil, um dem fordenden Alltag für kurze Zeit zu entkommen. Spiel und Ernst sind dabei oft nicht mehr auseinanderzuhalten.

Die Choreografin Eva Borrmann hinterfragt in ihren Stücken („Swipe“, „Spring Break“, „Shell Shocker“) die Strukturen, in denen wir leben und untersucht dabei den politisch, kulturell und sozial geformten Körper.

CHOREOGRAFIE, KONZEPT Eva Borrmann / MIT Eva Borrmann, Evelyn Hornberg, Justyna Kalbarczyk, Claudia Greco, Meike Hess (Johanna Roggan, Stephanie Roser) / MUSIK Wolfgang Eckert / AUSSTATTUNG Franziska Isensee / DRAMATURGIE Lisa Hrubesch, Katja Kendler / ASSISTENZ Melina Geitz

Mehr zu Eva Borrmann im Artikel „Verformungen der Körper“

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STAATSTHEATER NÜRNBERG
AUFERSTEHUNG
Premiere: Freitag, 09.02.2018, 20:15 Uhr, BlueBox
nach dem Roman von Leo Tolstoi
In einer Fassung von Akin Isletme und Friederike Engel

Vor vielen Jahren hat der Fürst Nechljudow die junge Katharina Maslowa verführt. Jetzt ist er Geschworener, sie sitzt als Prostituierte auf der Anklagebank und wird zu Unrecht schuldig gesprochen. Nechljudow erträgt diesen Umstand nicht. Er fühlt sich persönlich verantwortlich für ihr Schicksal und beschließt zu handeln. Leo Tolstois dritter großer Roman ist eine Abrechnung mit der Welt, ihren Ungerechtigkeiten und institutionalisierten Lügen. Eine harsche Kritik an staatlicher und strafrechtlicher Repression und der Aufruf zu Menschlichkeit. (Staatstheater Nürnberg)

Inszenierung: Akin Isletme
Bühne und Kostüme: Lena Scheerer; Julie Véronique Wiesen
Dramaturgie: Friederike Engel
Musik: Matthias Schubert

Tagesaktuelle Besetzung 09.02.2018:
Lilly Gropper (Mit), Ruth Macke (Mit), Martin Aselmann (Mit), Pius Maria Cüppers (Mit), Dimiri Wasserblaj (Mit)

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Z Bau
Shida Bazyar – Lesung aus „Nachts ist es leise in Teheran“
Do., 11.02.2018, 20 Uhr, Roter Salon

Vier Familienmitglieder, vier Jahrzehnte, vier unvergessliche Stimmen. Aufwühlend und anrührend erzählt Shida Bazyar die Geschichte einer iranisch-deutschen Familie, die ihren Anfang 1979 in Teheran nimmt und den Bogen spannt bis in die deutsche Gegenwart. Von Behsad, dem jungen linken Revolutionär, der in der mutigen, literaturbesessenen Nahid die Liebe seines Lebens findet. Von ihrer Flucht nach der Machtübernahme der Mullahs. Und von ihren Kindern, Laleh, Mo und Tara, die in Deutschland aufwachsen und zwischen den Welten zu Hause sind.
Ein bewegender Roman über Revolution, Unterdrückung, Widerstand und den unbedingten Wunsch nach Freiheit. (2016, Kiwi)

Im Rahmen der Reihe „Gegenwartsliteratur im Z-Bau“

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