Von oben gesehen: Die Vogelperspektive im GNM

Ernst Ludwig Kirchner: Blick ins Tal, 1918/19 Öl auf Leinwand 90 x 120 cm Museum Biberach, Dauerleihgabe aus Privatbesitz
Ernst Ludwig Kirchner: Blick ins Tal, 1918/19 Öl auf Leinwand 90 x 120 cm Museum Biberach, Dauerleihgabe aus Privatbesitz

Die große Sonderausstellung Von oben gesehen: Die Vogelperspektive eröffnet am 20. November 2014 im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Über 500 Jahre europäische „Weltanschauung“ könnt ihr in der Ausstellung an namhaften Künstlern nachvollziehen.

Ernst Ludwig Kirchner: Blick ins Tal, 1918/19 Öl auf Leinwand 90 x 120 cm Museum Biberach, Dauerleihgabe aus Privatbesitz
Ernst Ludwig Kirchner: Blick ins Tal, 1918/19, Öl auf Leinwand, 90 x 120 cm
Museum Biberach, Dauerleihgabe aus Privatbesitz

Von oben gesehen: Die Vogelperspektive im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg

  • Ausstellungsdauer: 20. November 2014 – 22. Februar 2015
  • Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr, Mittwoch 10 – 21 Uhr, Montag geschlossen
  • Adresse: Germanisches NationalmuseumKartäusergasse 1, 90402 Nürnberg
Zwei Mitarbeiter des Germanischen Nationalmuseum hängen „Die Dresdner Neustadt vom Schlossturm aus“, ein Gemälde von Johnn Carl und Carl Georg Enslen aus dem Jahr 1820, Leihgabe der Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung Museen der Stadt Dresden
Zwei Mitarbeiter des Germanischen Nationalmuseum hängen „Die Dresdner Neustadt vom Schlossturm aus“, ein Gemälde von Johnn Carl und Carl Georg Enslen aus dem Jahr 1820, Leihgabe der Städtische Galerie Dresden – Kunstsammlung Museen der Stadt Dresden

Die Vorbereitungen laufen, Leihgaben aus europäischen Sammlungen sind bereits eingetroffen. Ab Donnerstag, 20. November 2014 zeigt das Germanische Nationalmuseum Nürnberg eine große Sonderausstellung, die sich dem Motiv der Vogelperspektive in der Kunst widmet.

Rund 200 Exponate präsentieren einen „Überflug“ über 500 Jahre europäischer „Weltanschauung“. Gemälde, grafische Panoramen, Globen und Stadtmodelle laden ein, die Bedeutung der Vogelperspektive – vom christlichen Weltbild des Mittelalters bis zur technischen Welterfahrung der Moderne – mit neuen Augen zu sehen.

Die Vorstellung, sich hoch hinauf in die Lüfte zu begeben und von dort auf die Erde herunter zu blicken, ist ein alter Menschheitstraum.

Jacopo de‘ Barbari: Plan von Venedig, 1500 Holzschnitt 137 x 284 cm Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Jacopo de‘ Barbari: Plan von Venedig, 1500
Holzschnitt
137 x 284 cm
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Diese exponierte Perspektive war jedoch lange nur einem ausgewählten Kreis vorbehalten. Die höchsten Berggipfel galten als Sitz der Götter; die Kunst zu fliegen, beherrschten nur sie. Als Mensch zu hoch hinaus zu wollen, versprach Unheil.

Nur über einen beschwerlichen Aufstieg konnte diese Ebene erreicht werden. Schon deshalb übte er einen besonderen Reiz aus, dem sich auch Künstler nicht erwehren konnten.

Werke von Albrecht Dürer und Jacopo de‘ Barbari, Adolf von Menzel, Pierre Bonnard und Ernst Ludwig Kircher, aber auch von Gerhard Richter und Ólafur Elíasson eröffnen ein beeindruckendes Panorama fantastischer Bildwelten – gesehen aus der Vogelperspektive.

Roelant Savery: Der Turmbau zu Babel, 1602 Öl auf Kupfer Durchmesser: 23,4 cm Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Roelant Savery: Der Turmbau zu Babel, 1602, Öl auf Kupfer, Durchmesser: 23,4 cm
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

(Pressemitteilung Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg)

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