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LuYang. False Awakening

12. Feb 2022 - 19. Jun 2022
LuYang, The Great Adventure of Material World game film, 2019, Videostill, © LuYang

 

 

Der Medienkünstler LuYang (geboren in Shanghai, VR China) erobert derzeit mit seinen bahnbrechenden Produktionen die internationale Kunstszene im Sturm. Technisch ausgefeilt wie ästhetisch überwältigend zeigen seine 3D-Animationsfilme, Videoinstallationen und Computerspiele eine neue Form von digitaler Welt, die von Superheld*innen, Monstern und Gött*innen bevölkert wird.

LuYangs Kunst ist ein einzigartiges Crossover aus Neurowissenschaft und buddhistischer Philosophie, Medizintechnologie und Bodyenhancement, Manga-Ästhetik und Sci-Fi-Fantasie. Inspiriert durch gesellschaftliche Fragestellungen aus diesen Bereichen erschafft LuYang Kunstwerke und digitale Avatare, die als Kommentare zu aktuellen Identitätsdebatten wie auch zu den vermeintlichen Grenzen kultureller Identität gelesen werden können.

Der Anspruch des Künstlers reicht jedoch weit über das Entwerfen von Fiktionen hinaus – LuYang durchbricht gewohnte Denkkategorien wie „echt“ und „künstlich“ oder „männlich“ und „weiblich“ bis in die eigene Biografie hinein. Die Frage nach einem „wahren“ biologischen Geschlecht wird bewusst hintangestellt, um gedanklichen Freiraum zu schaffen und die Kreativität in den Vordergrund treten zu lassen.

Personifiziert wird dieses Konzept durch LuYangs digitale Reinkarnation Doku, einen geschlechtsneutralen Avatar, der auch die Hauptrolle in einer eigens für das Kunstpalais geschaffenen neuen Videoarbeit spielen wird.

LuYang, The Great Adventure of Material World game film, 2019, Videostill, © LuYang

LuYang, The Great Adventure of Material World game film, 2019, Videostill, © LuYang

Die Ausstellung False Awakening schöpft nicht nur ästhetisch aus der globalen Gaming-Kultur. Besucher*innen sind eingeladen, selbst in ausgewählte Rollen aus LuYangs Repertoire zu schlüpfen und seine digitale Welt zu erkunden.

Unter dem Titel Just Thinkers and Creators beleuchtet im Mai und Juni eine Vortragsreihe LuYangs Kunst aus den Blickwinkeln von Kunst- und Kulturwissenschaften, Sinologie und Queer Studies. Nicht zuletzt eröffnet das umfangreiche Vermittlungsprogramm in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen, dem Haus des Spiels (Museen der Stadt Nürnberg) und dem 20. Internationalen Comic-Salon Erlangen auf allen Ebenen Zugänge zur Kunst.

Die erste institutionelle Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland wird von Malte Lin-Kröger und Nora Gantert gemeinsam kuratiert.

 

Der Künstler:

  • Geboren in Shanghai, VR China
  • lebt und arbeitet in Shanghai
  • 2007 – 2010 Master of Arts Neue Medienkunst, Chinesische Hochschule der Künste, Hangzhou, China
  • 2003 – 2007 Bachelor of Arts Neue Medienkunst, Chinesische Hochschule der Künste, Hangzhou, China

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2022 Lu Yang: Deutsche Bank ‚Artist oft he Year‘, Palais Populaire, Berlin, DE
  • 2021 Lu Yang: Digital Descending, ARoS, Aarhus, DK
  • 2019 The Game World of Material World Knight, CC Foundation & Art Center, Shanghai, CN
  • 2018 Electromagnetic Brainology, Spiral, Tokyo, JP2017 Lu Yang Asia Character Setting Show, Special Special, New York, US

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2022 The Milk Of Dreams, 59. Biennale di Venezia, Venedig, IT
  • 2021 The Earth is Flat Again, Muzeum Sztuki w Łodzi, Łódź, PL
  • 2020 Neurones / Les Intelligences Simulées, Centre Pompidou, Paris, FR
  • 2019 Stumbling Through the Uncanny Valley: Sculpture and Self in the Age of Computer Generated Imagery, The Center for Contemporary Art, Tel Aviv, IR
  • 2018 Customized Reality: the Lure and Enchantment of Digital Art, National Taiwan Museum of Fine Arts, Taichung, TW

Zur Ausstellung erscheint im Juni 2022 ein umfangreicher Katalog, herausgegeben von Amely Deiss, Malte Lin-Kröger und Nora Gantert. Mit Texten von Amely Deiss, Nora Gantert und Malte Lin-Kröger, einem Künstlerinterview mit LuYang und zahlreichen Abbildungen.

  • Datum: 12. Feb 2022 - 19. Jun 2022
  • OrtKunstpalais Erlangen, Marktplatz 1, 91054 Erlangen
  • KuratorMalte Lin-Kröger und Nora Gantert

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