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Manfred Peckl – Jade für jede, Salz auf die Wunder, 1 2 3 Malerei, die Philosophie der Psychologie und noch

03. Jul 2022 - 28. Aug 2022
Foto: Johannes Kersting

Foto: Johannes Kersting

Die Ausstellung Jade für jede, Salz auf die Wunder, 1 2 3 Malerei, die Philosophie der Psychologie und noch ist eine Einladung in die wilde Welt von Manfred Peckls künstlerischem Schaffen, das von Malerei, Zeichnung, Skulptur, Collage und Installation bis hin zu Performance, Text, Gesang und Musik reicht.

Nach der Devise »Alles hat mit allem zu tun« präsentiert Peckl Arbeiten aus verschiedenen Werkserien.

Manfred Peckl (*1968 in Wels) studierte visuelle Gestaltung an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Linz sowie Malerei und Kunsttheorie an der Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst – Städelschule in Frankfurt am Main. 2004 übernahm er einen Lehrauftrag für Neue Formen der Malerei  an der Akademie der Künste in Mainz und 2017 eine Gastprofessur an der Akademie der Künste in Karlsruhe.

Foto: Jürgen Schabel
Foto: Jürgen Schabel

Peckls Werk ist geprägt von permanenten Transformationsprozessen seiner Kunst und seiner Person.

In fiktive Alter Egos wie Dr. Nackelpemf, Fred P. Leckman oder Frl. Macke-Pend allesamt Anagramme seines eigenen Namens – schlüpfend, erfindet sich der interdisziplinär arbeitende Künstler immer wieder neu, wechselt die Maske, das Geschlecht und die Kunstgattung, nutzt seinen eigenen Körper als Arbeitsmaterial und wird vom Rock-Frontmann zum tätowierten Fräulein.

Mal drastisch-provokativ, mal surreal und poetisch bezieht Manfred Peckl verschiedene Medien und Werkgruppen aufeinander: »Skulptur wird ins Verhältnis gesetzt zu Malerei, die wiederum meist eine Behauptung des Mediums im Medium Collage ist.« (Peckl)

Während Zeichnungen wie Looking for Love oder Die Philosophie der Psychologie interaktiv angelegt sind, weisen andere skulpturale Elemente auf. Bei dem Objekt earth wird Sprache zur Skulptur und vice versa.

Foto: Johannes Kersting
Foto: Johannes Kersting

So erschließt sich Manfred Peckl kontinuierlich neue Ausdrucksfelder und erforscht Themen wie Kunst, Natur, Gesellschaft, Identität und Sexualität. Emotionale Extremsituationen werden behandelt und Überlegungen zum Verhältnis von Sprache und Bild oder der Erweiterung der Möglichkeiten
poetischen Denkens angestellt. Der Künstler schreckt dabei auch vor Tabuzonen nicht zurück, wie die verbalen Entgleisungen seiner Tourette-Serie deutlich machen.

Kein Ende scheint in Sicht bei den Verwandlungsprozessen dieses künstlerischen Chamäleons und seiner unermüdlichen Ideenproduktion, ganz getreu dem Motto seines Alter Egos Dr. Nackelpemf: »Zurecht liegt aller Hoffnung auf Kunst.«

Foto: Johannes Kersting
Foto: Johannes Kersting

Zur Ausstellung erscheint die Publikation Manfred Peckl: Salz auf die Wunder, herausgegeben vom Institut für moderne Kunst in Zusammenarbeit mit der Galerie Kai Erdmann, Hamburg.

  • Institut für moderne Kunst im Atelier- und Galeriehaus Defet Gustav-Adolf-Straße 33, 90439 Nürnberg
  • Ausstellungsdauer: 3. Juli bis 28. August 2022
  • Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr
  • Datum: 03. Jul 2022 - 28. Aug 2022
  • OrtInstitut für moderne Kunst im Atelier- und Galeriehaus Defet Gustav-Adolf-Straße 33, 90439 Nürnberg

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