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BANDastisch - Apanorama

BANDastisch – In der neuesten Ausgabe unserer Musik-Reihe über regionale Bands stellt sich das Duo Apanorama künstlerisch-kreativ vor.

1. Stellt Eure Bandmitglieder mal einzeln vor: Name, Alter, Beruf.

Nora: Lehrerin, Micha: Graphiker

2. Jetzt zu Eurer Band: Wie ist der Bandname Apanorama entstanden und was bedeutet er? Wer hat die Band gegründet und wann? Woher kennt Ihr Euch?

Nora: Ich habe früher schon Songs am Klavier geschrieben, hatte aber niemanden, mit dem ich sie umsetzen konnte. Nachdem wir 2015 zusammengekommen sind, haben wir beschlossen, dass wir zusammen was auf die Beine stellen wollen. Micha hat angefangen, sich mit der Produktion elektronischer Musik zu beschäftigen. Nächtelang. So sind dann nach und nach unsere ersten Stücke entstanden.

Im Bandname steckt mein Vorname und a panorama is ne gute Mischung aus Englisch und Fränggisch 😉. Panorama steht für Weite, für Vielfalt und für Inclusiveness­ – das „Ich“ und das Gegenüber, das wir betrachten, aber gleichzeitig ein Teil davon sind.

3. Welche Art von Musik macht Ihr? Wie beschreibt Ihr Euren Musikstil?

Elektronica mit dem Fokus auf Stimme, tanzbar, looporientiert.

4. Um was geht es in Euren Songs? Wie entstehen neue Lieder, wer schreibt und komponiert sie?

Textlich beschäftige ich (Nora) mich viel mit dem Schaffensprozess an sich. Was ist Kreativität, wer oder was blockiert mich. Wo setzen die Scheren im Kopf an?

Der Song Under my skin ist entstanden, als ich krass überfordert war von den globalen „bad News“, die täglich durch die Medien auf uns einballern. Dieses Gefühl, dass einem einfach zu viel unter die Haut geht, soviel Input – und man spürt die Verantwortung, die wir als Menschheit für diesen Planeten und unsere Mitmenschen haben. Im Gegensatz dazu hat man als Einzelperson natürlich einen sehr geringen Output und Einfluss darauf. Diese Diskrepanz schafft auch eine gewisse Ohnmacht. Den Song zu schreiben, hatte was Therapeutisches, es gibt auf dieses Dilemma keine Antworten, aber Musik kann zumindest ein Trost sein.

5. Warum singt Ihr auf Englisch?

Wenn man auf Englisch singt, verschmelzen Text und Musik mehr. Die Texte sind uns wichtig, es geht aber nicht so um verstandesmäßiges Zuhören, sondern dass sich die Zuhörer in einzelne Sätze fallen lassen können, die z.B. geloopt werden und sich oft wiederholen, sozusagen wie Mantren!

6. Von wem werdet Ihr inspiriert? (Bands, Musiker, Orte, Erlebnisse…)

Ry X, Sohn, Gymnast, HVOB, Umsetzung von Stimme: Lapsley

Am Meer sein, in die Weite schauen können…, wir gehen viel im Wald spazieren, einfach draußen sein – dort versteht man auf einer tieferen Ebene, dass wir Teil einer Realität und eines Rhythmus sind, von dem wir uns leider zu sehr entfernt haben. Dieses meditative Bei-sich-Selbst ankommen ist ein wichtiger Inspirationsmoment.

7. Habt Ihr bereits Veröffentlichungen mit Apanorama?

2018 ist unser erstes Album “momentum” erschienen, dieses Jahr haben wir zwei Songs veröffentlicht. Die Single „Radio Kodama – Aliiwen & Day Out of Time Cover” wurde am 10. Juli 2020 auf dem Label Karuana veröffentlicht und lief seitdem national wie international auf diversen Radiosendern, unter anderem in den USA, Frankreich, Italien und Belgien. Die letzte Veröffentlichung „Find Rest“ erschien auf der Compilation „Tour De Traum XX“ des bekannten Kölner Label Traum Schallplatten. Das war für uns natürlich da ein ganz besonderes Highlight. Und 2021 werden wir ein Album rausbringen. Wir arbeiten gerade fleißig dran!

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8. Was war Euer bisher größter/geilster/einprägsamster/kuriosester Gig?

Bierchen und Bühnchen 2019 im Dorfschulzen war definitiv einer unserer geilsten Gigs– es wurde von jetzt auf gleich gerammelt voll und es hat sich so eine unfassbar geile, ausgelassene Stimmung entwickelt– Abriss einfach!

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Kuriosester: Wir haben 2017 im Fahrradreparaturcafé Eddy would attack gespielt zwischen und unter Fahrradteilen – geiles Café übrigens! Worth a visit!!

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Es prägt sich jeder Gig ein, nach dem sich Leute aus dem Publikum bedanken und erzählen, welcher Song oder welcher Text sie berührt hat… wir machen ja nicht nur trallala Unterhaltung, sondern wollen mit Sound und Visuals einen Raum schaffen, in dem nicht unbedingt wir im Fokus stehen, sondern jede*r bei sich und in der Musik ankommen kann.  

9. Wie lautet die Schlagzeile in der Boulevard-Presse nach Eurem nächsten Auftritt?

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10. Wo seht Ihr Euch in einem Jahr mit Apanorama? Und in fünf? Was sind Eure Ziele und Visionen?

In einem Jahr wollen wir wieder auf Bühnen stehen und die Tatsache feiern, dass wir gemeinsam diesen Corona-Wahnsinn überstanden haben. Mehr wertschätzen, was wir haben: sowohl die Chance, unsere Musik vor Publikum spielen zu können und Leute zu haben, die das mit uns feiern, als auch alles andere an Kulturangeboten nicht for granted zu nehmen! Da steckt immer soviel Herzblut, Zeit und Energie drin. Das ist einfach Lebensqualität, die uns im Moment fehlt. Wir haben keinen Businesserfolgsplan für apanorama. Klar wäre es toll, auf überregionalen Festivals zu spielen und auch außerhalb der Region Gehör zu finden. Man verliert leicht die Freude am Machen, wenn man sich zu sehr auf das Höher/Schneller/Weiter konzentriert!

11. Wenn Ihr was zu sagen hättet: Was würdet Ihr in Nürnberg ändern für die Musikszene? Wo gibt es dringenden Handlungsbedarf, um die Rahmenbedingungen zu verbessern?

Wir haben das Glück, dass wir bei uns im Dach proben können und dies keinen stört. Aber wir wissen von vielen, dass Proberäume fehlen und einfach die Möglichkeit, sich auszuprobieren. Außerdem wäre extrem wünschenswert, wenn es mehr Flächen für Open Airs gäbe und Veranstaltern nicht so viele Steine in den Weg gelegt werden würden!

12. Zuletzt Euer Tipp: Welche regionale Band – außer Euch – muss man unbedingt gehört haben?

Vincent von Flieger – macht herrlich verspulten und tiefen Ghost Pop

Leak – Indie mit Wahnsinnsstimme!

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Waschechte Nürnbergerin, Clubberin, Läuferin, Journalistin - und musikverrückt. 1972 geboren haben sie musikalisch die sagenumwobenen 80er Jahre geprägt mit Bands wie Metallica, Motörhead, Iron Maiden, Judas Priest oder Slayer. Geändert hat sich der Musikgeschmack seitdem nicht mehr nennenswert, Hardcore und Metalcore kamen hinzu, eben alles was schnell, laut und hart ist. Motto: Ein Leben ohne den Club und Musik könnte möglich sein - wäre aber sinnlos!

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