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BANDastisch | Kafkaesque

BANDastisch - Kafkaesque

Feinesten Dichter- und Denkermetal stellen wir diesmal bei BANDastisch vor. Was das ist? Kafkaesque erklären es! Leset und höret.

1. Stellt Eure Bandmitglieder mal einzeln vor: Name, Alter, Beruf.

Krissi, 30, Musikpromotion, Marketing
Alex, 30, Business Intelligence Consultant
Felix, 35, Webdesigner, Printdesigner
Max, 31, Sound Engineer, Content Manager
Moritz, 32, Zimmerermeister, WKSB-Isoliermeister

2. Jetzt zu Eurer Band: Wie ist der Bandname Kafkaesque entstanden und was bedeutet er? Wer hat die Band gegründet und wann? Woher kennt Ihr Euch?

Krissi: Ich bin erst später zur Band hinzu gestoßen. Seit 2016 waren wir fest in unserer sechsköpfigen Besetzung. Im Sommer 2020 hat uns leider unser Gitarrist Albert verlassen und wir entschließen uns dazu, zu fünft weiter zu machen.


Felix: Der Name kommt, soweit ich weiß, von Mo … er sollte das m. E. n. beantworten.

Max: Laut Duden bedeutet kafkaesque/kafkaesk “in der Art der Schilderungen Kafkas; auf unergründliche Weise bedrohlich”, etwas weiter ausgeholt kann es Situationen / Erfahrungen bezeichnen, in denen es um Unsicherheit, Entfremdung oder Absurdität geht oder einem Ausgeliefertsein und einer damit verbundenen Auswegs- und Sinnlosigkeit. Viele Möglichkeiten und letztlich die Beschreibung mehrerer negativer Gefühle – das erlaubt viel Raum, um den Sinn in Texten aufzugreifen und hat uns zugesagt. Außerdem fanden wir, klingt’s gut 😛

Moritz: Max hat’s eigentlich genau getroffen 😀

3. Welche Art von Musik macht Ihr? Wie beschreibt Ihr Euren Musikstil?

Krissi: Das war schon immer ein bisschen schwierig. Weder Metalcore noch Djent oder Progressive Metal wollten so recht passen. Irgendwann sind wir in Anlehnung an den Bandnamen auf die für uns passende Bezeichnung „Dichter- und Denkermetal“ gekommen. Finden wir bis heute cool.

Alex: Genau den Metal den ich gerne höre! 

Felix: Welche Art von Musik? Geile Musik!

Max: Gute Frage, immer wieder xD Wir bringen alle ein bisschen unterschiedliche Sachen/Stile mit und mischen dann fröhlich – dadurch entsteht etwas Neues und schwer definierbares – bisschen Core (wir lieben Breakdowns!), bisschen Death, bisschen Proggy, bisschen Rock?

Moritz: Ich würde sagen, dass wir eine Mischung aus vielen Genres sind da die einzelnen Musiker aus verschiedenen Richtungen kommen. Den Namen „Dichter und Denker Metal“ den uns ein Fan gegeben hat, trifft uns jedoch ganz gut.

Kafkaesque (Foto: Nioryn Photography)

4. Um was geht es in Euren Songs? Wie entstehen neue Lieder bei Euch und wer schreibt und komponiert sie?

Krissi: Die Texte stammen in der Hauptsache von unserem Sänger Mo, einige auch von mir. Allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass die ganze Band an bestimmten Passagen feilt oder Textvorschläge bringt. Wir sind da absolut nicht festgefahren.

Alex: Neue Songs? Jemand bringt eine Idee mit und wir schrauben so lange dran rum, bis alle mit dem Kopf zum Beat nicken.

Felix: Um was es geht: gesellschaftskritische Inhalte, teils provozierend, zum Nachdenken anregend. Situationsbeschreibend, was Gefühle von Hilflosigkeit, Verlorenheit und Verkopftheit angeht.

Max: Wie die Songs entstehen: jemand kommt mit einer Idee – das kann grundsätzlich alles von einer einzelnen Idee bis zu einem kompletten Songablauf mit mehreren Instrumenten sein – daraus machen wir dann in unterschiedlichen Konstellationen den finalen Song. Am Ende hat meist jeder in nem Song irgendwie “mitgemischt”. Aufgrund der aktuellen Pandemie hat sich das leider gewandelt, da wir schon eine ganze Weile keine Zeit mehr zu 5. in einem Raum verbracht haben, um an Songs zu arbeiten.

Moritz: Die Texte sind sozialkritisch, emotional, direkt, ehrlich, hinterfragend und verzweifelt. Songs entstehen genau so wie es meine Vorredner bereits erwähnt haben

5. Warum singt Ihr Deutsch?

Krissi: Wir finden, dass man sich in seiner Muttersprache sehr feinfühlig ausdrücken kann.

Felix: Aber auch, weil es ein Alleinstellungsmerkmal ist. Und eine tolle Herausforderung, weil es nicht einfach ist, einen “flüssigen” deutschen Text zu schreiben und zu singen/schreien. Aber wir lieben Herausforderungen. Das macht den Kreativprozess spannender.

Moritz: Deutsch ist eine wunderbare Sprache mit der man sehr viel Spielen und Aussagen kann und die innerhalb der Musik-, und besonders der Metal-Szene, leider etwas in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Es gibt für nahezu jedes Wort so viele Synonyme wie in kaum einer anderen Sprache. Ich habe durch das deutsche Texten auch die Liebe zu meiner Muttersprache wieder entdeckt und es macht mir unheimlich Spaß die Worte hin und her zu schieben und auszutauschen bis es die gewünschte Aussage trifft und trotzdem metrisch funktioniert.

6. Von wem werdet Ihr inspiriert? (Bands, Musiker, Orte, Erlebnisse…)

Felix: Wenn man sich unsere Spotify-Playlists ansieht: von allem, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Da ist von Hip Hop über Elektro bis hin zu heftigstem Metal alles dabei, eigentlich.

Alex: Gute Musik von tollen Künstlern nach meinem Geschmack. Genreunabhängig.

Krissi: Hald echt. Ich höre gerade wieder alles von SIDO über LARKIN POE hin zu MØL, TETRARCH, ZEAL & ARDOR, PENDULUM, PERTURBATOR oder LAMB OF GOD. Ja, ungefähr so. Manchmal etwas beängstigend, aber ehrlich gesagt auch richtig genial.

Moritz: Ich bin kein Schubladendenker und daher kommt meine Inspiration von überall her. Ich bin teilweise selbst überrascht was meine „Best of Moritz“ Playlisten auf Spotify über mich erzählt 😀

7. Habt Ihr bereits Veröffentlichungen mit Kafkaesque?

Krissi: 2020 erschien unser Debutalbum “schwarzweiss” mit insgesamt 13 Tracks, mittlerweile haben wir vor kurzem noch eine Akustikversion unseres Songs “Bestie” veröffentlicht, um auch unsere weichere Seite zu zeigen. 😉

 

8. Was war Euer bisher größter/geilster/einprägsamster/kuriosester Gig?

Felix: Es gibt einen Gig, der “offiziell” nie stattfand, bei dem wir aber so viel gelernt haben ^^

Alex: Ach der Gig, bei dem die Öffentlichkeit nicht in die Location gefunden hat? ^^

Max: kein Kommentar dazu! 😀

Krissi: Der Gig, den es offiziell nie gegeben hat, war vor meiner Zeit (ergo kann ich mich auch nicht dran erinnern – so wie die anderen :-D). Ich denke z.B. immer gerne an das Schalldruck Festival in München zurück. Richtig cool organisiert und eine Crowd, die sich gewaschen hat. Ultra genial war das!

Kafkaesque (Foto: Nioryn Photography)

9. Wie lautet die Schlagzeile in der Boulevard-Presse nach Eurem nächsten Auftritt?

Krissi: Bis wir wieder einen spielen, wird das pandemiebedingt wohl noch dauern. Entsprechend würde ich sagen “Bühne während Auftritt zusammengekracht – Bandmitglieder zu fett” – oder so ähnlich. 😀

Moritz: Metalsängerin stolpert über den Bart des Screamers und bricht sich beide Haxxn.

10. Wo seht Ihr Euch in einem Jahr mit Kafkaesque? Und in fünf? Was sind Eure Ziele und Visionen?

Felix: In einem Jahr: endlich mal wieder auf Bühnen!

Krissi: Einen Radiosong landen, das fänd ich fett!

Max: in einem Jahr: neue EP, wieder auf die Bühne und allgemein unseren Stil ausfeilen und noch mehr finden. In 5 Jahren: Album #2 oder 3 und die ein oder andere Tour gespielt haben.

Moritz: in einem Jahr: Auf Bühnen *.* In Fünf: auf einem großen Festival spielen wäre a Traum!! 

Kafkaesque (Foto: Nioryn Photography)

11. Wenn Ihr was zu sagen hättet: Was würdet Ihr in Nürnberg ändern für die Musikszene? Wo gibt es dringenden Verbesserungsbedarf, um die Rahmenbedingungen zu verbessern?

Krissi: Locations, mehr Orte für die Alternativen, mehr Räume für Kultur (Proberäume, Ateliers etc.). Ein bisschen mehr Leipzig in Nürnberg also.

12. Zuletzt Euer Tipp: Welche regionale Band – außer Euch – muss man unbedingt gehört haben?

Felix: Ich würde die Band AN AUTHOR’S EMPIRE empfehlen.

Max: Auf jeden Fall mal in Torrential Rain und Defy The Laws Of Tradition aus Nürnberg reinhören!

Krissi: Durch unsere Underground-Konzertreihe Scheppercore (die durch Corona mittlerweile auch Magazincharakter bekommen hat) lerne ich am laufenden Band neue Underground-Bands kennen. Letztens hatte ich z.B. ALQEMISTE aus Regensburg im Interview, die sind stark. Ich mach einfach mal eine Liste mit Bands, die ich momentan verstärkt auf dem Schirm habe:
ARISE FROM THE FALLEN
KANONENFIEBER
TORRENTIAL RAIN
MEIJAR
ALVEOLE
A FEAST FOR CROWS
MAY THE TEMPEST
TORTURESLAVE
BLUT UND TOD
NEED2DESTROY
Bevor das hier aber komplett den Rahmen sprengt, hör ich hier an der Stelle mal auf. Es sind wirklich viele. Nur die Frauen fehlen mir persönlich noch ein wenig im härteren Sektor.

Moritz: Torrential Rain

Kafkaesque im Netz

Website:

https://www.kafkaesque.de/

Und, heißer Tipp für alle Metal-Fans:

https://www.scheppercore.de/

Social Media:

https://www.facebook.com/kafkaesqueband

https://www.instagram.com/kafkaesque.band/

https://www.youtube.com/channel/UCmMkVgSusqoyojfp2oi4kpQ


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