Kurz und bündig geht es weiter: Das Nürnberger Trio Leiden stellt sich im dritten Teil unserer neuen Musik-Serie BANDastisch vor.

1. Zunächst die übliche Frage: Stellt Eure Bandmitglieder mal einzeln vor: Name, Alter, Beruf.

Wir heißen Jakob, Marius und Sebastian, arbeiten alle mit Menschen und sind alle ungefähr gleich alt.

2. Jetzt zu Eurer Band: Wie ist der Bandname Leiden entstanden und was bedeutet er? Wer hat die Band gegründet und wann? Woher kennt Ihr Euch?

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3. Welche Art von Musik macht Ihr? Wie beschreibt Ihr Euren Musikstil?

Wir machen abenteuerlustigen, kratzigen Indie-Punk.

Der Dreck auf den schönen Dingen des Lebens ist die Nahrung, die wir krachend verdauen. Drei Typen mit Gitarre, Bass und Schlagzeug – mit Hummeln im Arsch und dem Herzen auf der Zunge. „Ein Freund nennt es DHL-Punk – schlecht bezahlt und selten pünktlich.“

4. Um was geht es in Euren Songs? Wie entstehen neue Lieder bei euch und wer schreibt und komponiert sie?

Es geht um Ernstes, Nonsens und den ganzen alltäglichen Wahnsinn dazwischen. Die Texte schreiben wir alle und die Musik entsteht durch uns alle im Proberaum.

5. Warum singt Ihr Deutsch?

Unsere Texte sind auf Deutsch, weil wir das Gefühl haben, uns so am besten ausdrücken zu können.

6. Von wem werdet Ihr inspiriert?

Wir inspirieren uns gegenseitig.

7. Habt Ihr bereits Veröffentlichungen?

Von uns gibt es bisher eine 7“, die „Kitze im Lichtkegel“ heißt. Am 25.09.20 erscheint unser erstes Album „Nichts wert“ bei Bekassine Records. Der dazugehörige Release Gig findet am selben Tag in der Kultur Oase statt.

8. Was war Euer bisher größter/geilster/einprägsamster/kuriosester Gig?

Herbert Grönemeyer auf der „Mensch-Tour“ 2002 war groß, geil, einprägsam und kurios.

9. Wie lautet die Schlagzeile in der Boulevard-Presse nach Eurem nächsten Auftritt?

„Leiden heißt jetzt Scheiden“

10. Wo seht Ihr Euch mit Leiden in einem Jahr? Und in fünf? Was sind Eure Ziele und Visionen?

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11. Wenn Ihr was zu sagen hättet: Was würdet Ihr in Nürnberg ändern für die Musikszene? Wo gibt es dringenden Verbesserungsbedarf, um die Rahmenbedingungen zu verbessern?

Das leidige Proberaum Thema…

In Nürnberg gibt es zu wenige bezahlbare und saubere Probe- und Kreativräume für Kunstschaffende. Wir selbst zahlen derzeit 320€ monatlich für einen 20qm Raum, der nur durch eine Rigips Wand vom Nachbarraum getrennt ist, vor dessen Tür regelmäßig eine Menge Müll liegt und den wir uns mit einem Mäuse Imperium teilen. Von dem Haus selbst und der Toilettensituation ganz zu schweigen. Wir sind mit einer ganzen Menge Scheiße konfrontiert. So viel sei gesagt.

12. Zuletzt Euer Tipp: Welche regionale Band – außer Leiden – muss man unbedingt gehört haben?

Bifi im Berghain

https://bifiimberghain.bandcamp.com/

Leiden im Netz

https://bekassinerecords.de/artists/leiden/

https://leidengruppe.bandcamp.com/album/demo

Von Claudia Wunder

Waschechte Nürnbergerin, Clubberin, Läuferin, Journalistin - und musikverrückt. 1972 geboren haben sie musikalisch die sagenumwobenen 80er Jahre geprägt mit Bands wie Metallica, Motörhead, Iron Maiden, Judas Priest oder Slayer. Geändert hat sich der Musikgeschmack seitdem nicht mehr nennenswert, Hardcore und Metalcore kamen hinzu, eben alles was schnell, laut und hart ist. Motto: Ein Leben ohne den Club und Musik könnte möglich sein - wäre aber sinnlos!

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