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JAKEPOT im INTERVIEW

KunstNürnberg: Stell dich bitte kurz vor.

Ich bin Jake, 25 Jahre alt und Producer. Ich komme aus Frankfurt.

KunstNürnberg: Wie bist du zur Musik gekommen?

Ich hab so mit 12 oder 13 angefangen Klavier zu spielen und es mir mehr oder weniger selbst beigebracht. Am Anfang hab ich mir Youtube Tutorials angeschaut um bestimmte Songs zu lernen und irgendwann gemerkt das ich Sachen oft einfach nach Gehör nachspielen konnte. Ich wusste schon immer das ich irgendwas mit Musik machen wollte, nur hatte ich keine Ahnung wie ich das genau anstellen soll. Mit 15 oder 16 hat mir ein alter Kumpel (Shoutout Raquan an der Stelle) FL Studio gezeigt und das man damit seine eigenen Beats produzieren kann. Danach hab ich monatelang fast nichts anderes gemacht als mich damit zu beschäftigen.

KunstNürnberg: Was waren bisher deine Höhepunkte in deinem künstlerischen Werdegang?

Mein persönlicher Höhepunkt war wahrscheinlich, als Ich mein erstes eigenes Producer Tape veröffentlicht habe. Das hat für mich im Nachhinein betrachtet vieles verändert. Ach und mein erstes Interview als Producer, dass beim Juice Magazin rauskam (Shoutout an Till Willhelm an der Stelle).Das war für mich richtig krass, weil ich die Juice früher echt gern gelesen hab. Ansonsten ist eigentlich jedes Projekt das nach monatelanger Arbeit, endlich veröffentlicht wird ein kleiner Höhepunkt für mich.

KunstNürnberg: Machst du außerhalb vom HipHop Kosmos auch Musik oder andere Projekte, die mit Kunst zu tun haben?

Bis jetzt hab Ich für ein paar Kurzfilme die musikalische Untermalung gemacht und ich hätte auch Lust in Zukunft mehr in diese Richtung zu gehen. Es ist nochmal was ganz anderes als einfach einen Song zu produzieren.

KunstNürnberg: Wo kann man dich treffen, gibt es geplante Auftritte und Gigs?

Am 14.08 bin Ich mit der ganzen Bande auf dem Blend Festival in Offenbach zu sehen. Wir eröffnen den Samstag mit der Blend Cypher.

KunstNürnberg: Ich finde es interessant wie sich dein Soundbild entwickelt. Auf der einen Seite find ich es spannend deine reduzierten Beats zu hören, wo auf melodische Instrumente verzichtet wird. Ich habe das zum ersten Mal bei „Hot Shower“ von Chance the Rapper aktiv wahrgenommen und im deutschsprachigen Bereich bei der Yung Hurn Platte „Y“, die 2019 erschien. Auf der anderen Seite gibt es unheimlich gefühlvolle Dinger von dir, die man dann gar nicht unbedingt so erwartet. Wie zum Beispiel das mit Gianni Suave. Hallus heißt der Song. Warum klingen deine Produktion so wie sie klingen?

Das ist echt schwierig zu sagen. Ich bin eigentlich jemand der am besten funktioniert, wenn Ich mit Künstlern zusammen im Studio bin und man gemeinsam herausfindet, in welche Richtung es musikalisch gehen soll. Ich versuche meistens, mit den Leuten mit denen Ich zusammenarbeite was zu machen, was sie in der Form vorher vielleicht noch nicht gemacht haben. Funktioniert auch nicht immer, aber im besten Fall kommt ein Song wie Hallus dabei heraus. Bei dem Song war es zum Beispiel so, dass wir zusammen im Studio waren und nach ein paar Anläufen die erste Skizze von dem Beat stand und wir direkt gewusst haben, dass das was besonderes wird.
Ich glaub ich hab auch manchmal einen viel zu hohen Anspruch an mich selbst und was meinen Sound angeht, was mir leider sehr oft im Weg steht. Ich versuch da gerade ein bisschen lockerer zu werden.

KunstNürnberg: Machst du neben deinen Produktionen auch noch andere Formen von Kunst wie Zeichnen oder Malen?

Als Kind hab ich viel und gerne gemalt. Das wurde mit dem Alter irgendwie immer weniger und jetzt überhaupt nicht mehr.

KunstNürnberg: Wie wichtig sind dir Artworks, Plattencover und Illustrationen?

Schon wichtig. Ein Artwork das ins Auge sticht und interessant aussieht, sorgt bei mir oft schon dafür das mich auch interessiert wie das Album dazu klingt.

Ein Bild, das Text, zugemüllt, mehrere enthält.  Automatisch generierte Beschreibung

KunstNürnberg: Gehst du gerne in Kunstausstellungen und Museen? Hast du Lieblingskünstler oder Arbeiten aus dem Bereich, die dich besonders inspirieren?

Ich bin leider ein absoluter Kunstbanause. Ich glaub ich war das letzte Mal vor 3 Jahren in einem Museum.

KunstNürnberg: Wo holst du dir sonst noch deine Inspiration? Kann man dich zu einem Waldspaziergang begeistern oder welche Orte, Menschen, Musik oder Ereignisse haben einen Einfluss auf Dich?

Zu einem Waldspaziergang würde ich nicht Nein sagen. Ich komm nur irgendwie nie selbst mal auf die Idee das zu machen, obwohl es eigentlich jedes Mal gut tut.
Ich glaube den größten Einfluss auf mich, haben die Leute um mich herum. Meine Freunde, Frankfurt und bestimmte Orte hier, die Musik die ich höre.
Beats entstehen bei mir oft aus einer Stimmung oder Laune heraus. Wenn ich einen Tag hab an dem Ich nicht so gut gelaunt bin weil irgendwas passiert ist, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein Beat heraus der stimmungstechnisch in die Richtung geht wie ich mich gerade fühle.
Es passiert auch mal das ich wochenlang keine Lust auf Musik habe, und dann hör ich ein neues Album das mich flasht und ich bekomm wieder Lust mich einfach an meinen Laptop zu setzen und Sachen zu produzieren.

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