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Atelierausstellung der 5 Künstler der Galgenhofstraße 46 RG

18. Juli 2020 bis 19. Juli 2020

In der Galgenhofstraße 46 RG , 90459 Nürnberg

mit Corona-Abstandsinstallation

Atelierausstellung der 5 Künstler der Galgenhofstraße 46 RG
Atelierausstellung der 5 Künstler der Galgenhofstraße 46 RG

Die Künstlergemeinschaft der Galgenhofstraße 46 RG nutzt die günstige Entwicklung der Pandemie und veranstaltet eine Atelierhausausstellung. Dazu öffnen die fünf Künstler*innen die Ateliers und zeigen ihre Werke direkt am Ort ihrer Entstehung. Im Hof planen sie eine gemeinschaftliche Corona-Abstandsinstallation, als Kommentar zu der Pandemie.

Verlässt man den Nürnberger Hauptbahnhof durch den Südausgang und geht quer über den Nelson-Mandela-Platz steht man schon in der Galgenhofstraße. Hier ist in einem Hinterhof ein Atelierhaus versteckt, das sich fünf Künstler teilen.

Der Straße merkt man an, dass sie direkt hinter dem Bahnhof liegt. Sie hat eher den Flair einer Transitstrecke für Fußgänger und Radfahrer, als den einer Spazier- oder Kulturmeile. Man erwartet nicht, dass hinter einer der Hofeinfahrten ein kleines, zweistöckige Haus liegt, das von fünf Künstlern als Schaffensort genutzt wird. Es sind drei Maler und zwei Gold- und Silberschmiede. Sie alle kennen sich aus dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.

Kommt man ins Haus bemerkt man gleich die gemeinschaftliche Atmosphäre zwischen den Künstlern. Die Türen der Ateliers stehen offen, es herrscht reger Austausch und Zusammenarbeit. 

Im Erdgeschoss teilen sich David Dott und Anne Fischer einen Raum. Ein einfacher Holzboden, blaugrau lackierte Arbeitsbänke mit massiven Tischplatten, viel Werkzeug und ein Holzofen lassen den Raum sehr gemütlich wirken. Beide arbeiten vorrangig mit Metall von figürlichen Kleinskulpturen bis hin zu silbernen Trinkbechern.

Im Raum daneben riecht es stark nach Ölfarbe, es hängen viele Bilder, die in Arbeit sind, an den Wänden. Auf einem Tisch stehen Bronzefiguren, die aussehen, als seien sie den Bildern entsprungen. Es ist das Atelier von Kai Klahre.

Im Oberen Stockwerk werden zwei weitere Räume für Malerei genutzt. Der Eindruck jedes einzelnen könnte nicht unterschiedlicher sein. Jan Gemeinhardts Atelier verrät, dass er ein Sammler ist. Er umgibt sich gerne, mit Gegenständen, teils beeindruckenden Objekten. Dazwischen arbeitet er an seinen Bildern, die sich aus der Stimmung dieses Konvoluts speisen.

Fatma Güdüs Atelier hingegen wirkt durch den weiß lasierten Holzboden klar und leicht. Auch in ihrer Malerei spiegelt sich der erste Eindruck ihres Arbeitsraumes in gewisser Weise. Über ihren Bildern liegt eine Aura des Unfassbaren, Schwebenden.

Am vorletzten Juli-Wochenende können Interessierte diese Künstlerinsel in der Südstadt besuchen und die Atmosphäre der als „nicht systemrelevant“ geltenden Künstler aufsaugen. Die Besucher*innen könne dabei der Frage nachgehen, wie lange uns die Welt ohne Kunst und Künstler*innen wohl noch gefallen würde.

Infobox

  • Atelierausstellung 18. Und 19. Juli 2020 
  • Sa 14–20 Uhr
  • So 10–16 Uhr
  • In der Galgenhofstraße 46 RG , 90459 Nürnberg

Künstler: 

Galgenhofstraße 46
Nürnberg, 90459 Deutschland