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Lost & Found – Ein Kunst-Parcours im Stadtpark Nürnberg

27. September 2020 bis 1. November 2020

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„Lost & Found – Ein Kunst-Parcours im Stadtpark Nürnberg, 27.09–1.11.2020
„Lost & Found – Ein Kunst-Parcours im Stadtpark Nürnberg, 27.09–1.11.2020

Von 27. September bis 1. November 2020 wird der Stadtpark Nürnberg mit 23 Installationen täglich von 9 bis 22 Uhr bespielt.

Das Projektbüro im Geschäftsbereich Kultur der Bürgermeisterin geht wieder einmal neue Wege. Nicht ganz freiwillig, zugebenermaßen, eher angetrieben von der gegenwärtigen Krise mit ihren schwerwiegenden Folgen für große Teile der regionalen Kultur- und Kreativszene. Ihr wollen wir möglichst viele Plattformen und Ausspielformate liefern.

"Die Bühne der Beiläufigkeit" von Andreas Wagner (Bühnenbildner) und Christian Schidlowsky (Regisseur, Autor) Die Welt selbst wird zum Theater, wenn man auf den Stühlen Platz nimmt und die Vorbeiflanierenden wahrnimmt. Und zugleich vermisst man das "echte" Theater schmerzlich, Foto: Yvonne Michailuk
“Die Bühne der Beiläufigkeit” von Andreas Wagner (Bühnenbildner) und Christian Schidlowsky (Regisseur, Autor) Die Welt selbst wird zum Theater, wenn man auf den Stühlen Platz nimmt und die Vorbeiflanierenden wahrnimmt. Und zugleich vermisst man das “echte” Theater schmerzlich, Foto: Yvonne Michailuk

Das tun wir seit Mai mit der Konzert-Serie „Back to Live“, wo wir bis Ende Juli in über 170 Höfen Nürnbergs Musik zu den Menschen gebracht haben. Das tun wir auch mit „Kunst-Anschlag – Signale aus der Nürnberger Szene“, einer Staffel von Großflächen, gestaltet von wichtigen Protagonisten.

Nun folgt das Herbst-Projekt. In „normalen“ Zeiten erinnert Nürnberg in unregelmäßigen Abständen mit Sonderprojekten an Albrecht Dürer, zuletzt mit der Rathaus-Art, die Nürnberger Galeristen eine Plattform für ihre Künstler bietet. Nachdem die angesehene Kunstmesse im Historischen Rathaussaal, die sich immer auch als Schaufenster in den regionalen Kunstmarkt verstanden hat (2019 gab es deshalb eine kuratierte Sonderschau sowie ein Auftragswerk vor dem Hintergrund des Dürer’schen Werkes) coronabedingt nicht durchgeführt werden kann, entstand die Idee, Dürers Erben der Gegenwart in einem pandemieverträglichen Umfeld zu präsentieren.

"Harfenlabyrinth" von Petra Krischke (Bildende Künstlerin) und Konstantin Krischke (Kommunikationsdesigner) Mucksmäuschenstill bleibt das Klanglabyrinth, wenn man den richtigen Weg findet. Verliert man sich aber oder passt nicht auf, so klingt oder scheppert es gewaltig. Eine Allegorie zum Umngang mit Corona als Klangspiel., Foto: Petra Krischke
“Harfenlabyrinth” von Petra Krischke (Bildende Künstlerin) und Konstantin Krischke (Kommunikationsdesigner) Mucksmäuschenstill bleibt das Klanglabyrinth, wenn man den richtigen Weg findet. Verliert man sich aber oder passt nicht auf, so klingt oder scheppert es gewaltig. Eine Allegorie zum Umgang mit Corona als Klangspiel. Foto: Petra Krischke
Sonido Blanco" von Frieder Nagel (Komponist, Produzent) und Stephan Scheiderer (Lichtdesign) Ton für Ton, Lichtstimmung für Lichtstimmung dringt man tiefer in die Kommunikation mit dem Baum. Umgebungsgeräusche und man selbst werden Teil der durchaus magischen Gesamtkomposition. Läuft nur zwischen 19 und 22 Uhr, Foto: Yvonne Michailuk
Sonido Blanco” von Frieder Nagel (Komponist, Produzent) und Stephan Scheiderer (Lichtdesign) Ton für Ton, Lichtstimmung für Lichtstimmung dringt man tiefer in die Kommunikation mit dem Baum. Umgebungsgeräusche und man selbst werden Teil der durchaus magischen Gesamtkomposition. Läuft nur zwischen 19 und 22 Uhr, Foto: Yvonne Michailuk

2020 geht also das Projektbüro einen Schritt zurück und bietet Dürers Nachfahren, ausgewählten regionalen, prägenden Künstlern, eine Chance, in einer außergewöhnlichen Zeit ungewohnte Projekte in Angriff zu nehmen. Ungewohnt ist der Ort: ein ungeschützter Außenraum, ein öffentlicher Park und ungewohnt ist die Aufgabenstellung: mit mindestens einem Partner*in möglichst aus einem anderen Genre zusammen zu arbeiten.

Für dieses Projekt im Stadtpark werden neun mal zwei (und mehr) regionale Künstler*innen unterschiedlicher Sparten zusammengespannt: Da trifft ein bildender Künstler auf eine Klangkünstlerin, ein Bühnenbildner auf einen Autor, ein Komponist auf einen Lichtdesigner und alle auf den Stadtpark mit seinen vielgestaltigen Landschaften. Das ergibt eine „Bühne der Beiläufigkeit“, eine überdimensionale Murmelbahn oder ein Harfenlabyrinth.

"Murmelhorn" von Stephan Schwarzmann (Bildender Künstler), Annett Langer (Schmuckdesignerin), Hans-Thomas Langer (Metallbauer), Rebecca Suttner (stv. Leitung Kunst Galerie Fürth) Mit rund 40m ist das Murmelhorn die wohl längste Murmelbahn Nürnbergs mit seinen drei Bahnen und seinen witzigen Gedgets. Denn wie Stephan Schwarzmann sagte: "Eine Murmelbahn ist wie das Leben.", Foto: Yvonne Michailuk
“Murmelhorn” von Stephan Schwarzmann (Bildender Künstler), Annett Langer (Schmuckdesignerin), Hans-Thomas Langer (Metallbauer), Rebecca Suttner (stv. Leitung Kunst Galerie Fürth) Mit rund 40m ist das Murmelhorn die wohl längste Murmelbahn Nürnbergs mit seinen drei Bahnen und seinen witzigen Gedgets. Denn wie Stephan Schwarzmann sagte: “Eine Murmelbahn ist wie das Leben.” Foto: Yvonne Michailuk

Der Bezug zu Corona sollte der Grundimpuls sein. Denn die Verkehrung unserer Welt ist ja die zentrale Erkenntnis der letzten düsteren, angstbesetzten Monate: Viele haben Grundlagen verloren und neue Einsichten gewonnen – „Lost & Found“ eben. Es geht um Isolation und Öffnung, um Verknüpfung mit alten, neuen Lebens(t)räumen und dem souveränen Umgang mit einer unsichtbaren Gefahr für die gesamte Zivilisation.

Die künstlerischen Tandems bestehen aus Veronika Riedelbauch und Ignazio Tola, Andreas Wagner und Christian Schidlowsky, Sascha Banck, El Mago Masin, Christian Schloyer und Andreas Thamm, Eva-Maria Neubauer und Anna Steward, Lisa Schmidt und Jeanett Mayer, Stephan Schwarzmann, Annett Langer, Hans-Thomas Langer und Rebecca Suttner, Alexander Trattler und Johannes Brendel, Frieder Nagel und Stephan Scheiderer, Petra Krischke und Konstantin Krischke.

Mit sechs Arbeiten ist Sascha Bank im Stadtpark vertreten. Unter dem Titel "verloren und erfunden" breiten sich phantastische Figuren im Stadtpark aus - inspiriert von den Nereiden des Neptunbrunnens. Jede Skulpturen(gruppe) steht im Dialog mit einem Text, einem Gedicht, einem Song oder einer Kurzgeschichte. Manchmal war es die Lyrik, die die Künstlerin inspirierte, manchmal das Kunstwerk, das den Autor herausforderte. Zu sehen oder im Netz zu hören sind beide: Text und Skulptur. Entdeckungen im Stadtpark, die Kinder zu physischer und Erwachsene zu geistiger Interaktion animieren. Foto: Yvonne Michailuk
Mit sechs Arbeiten ist Sascha Bank im Stadtpark vertreten. Unter dem Titel “verloren und erfunden” breiten sich phantastische Figuren im Stadtpark aus – inspiriert von den Nereiden des Neptunbrunnens. Jede Skulpturen(gruppe) steht im Dialog mit einem Text, einem Gedicht, einem Song oder einer Kurzgeschichte. Manchmal war es die Lyrik, die die Künstlerin inspirierte, manchmal das Kunstwerk, das den Autor herausforderte. Zu sehen oder im Netz zu hören sind beide: Text und Skulptur. Entdeckungen im Stadtpark, die Kinder zu physischer und Erwachsene zu geistiger Interaktion animieren. Foto: Yvonne Michailuk
Mit sechs Arbeiten ist Sascha Bank im Stadtpark vertreten. Unter dem Titel "verloren und erfunden" breiten sich phantastische Figuren im Stadtpark aus - inspiriert von den Nereiden des Neptunbrunnens. Jede Skulpturen(gruppe) steht im Dialog mit einem Text, einem Gedicht, einem Song oder einer Kurzgeschichte. Manchmal war es die Lyrik, die die Künstlerin inspirierte, manchmal das Kunstwerk, das den Autor herausforderte. Zu sehen oder im Netz zu hören sind beide: Text und Skulptur. Entdeckungen im Stadtpark, die Kinder zu physischer und Erwachsene zu geistiger Interaktion animieren. Foto: Yvonne Michailuk
Mit sechs Arbeiten ist Sascha Bank im Stadtpark vertreten. Unter dem Titel “verloren und erfunden” breiten sich phantastische Figuren im Stadtpark aus – inspiriert von den Nereiden des Neptunbrunnens. Jede Skulpturen(gruppe) steht im Dialog mit einem Text, einem Gedicht, einem Song oder einer Kurzgeschichte. Manchmal war es die Lyrik, die die Künstlerin inspirierte, manchmal das Kunstwerk, das den Autor herausforderte. Zu sehen oder im Netz zu hören sind beide: Text und Skulptur. Entdeckungen im Stadtpark, die Kinder zu physischer und Erwachsene zu geistiger Interaktion animieren. Foto: Yvonne Michailuk
Insane Membrane" von Eva-Maria Neubauer (Bildende Künstlerin) und Anna Steward (Performance Künstlerin) Zwei Gartenhäuschen, Prototypen des Rückzugs in die private Idylle, und wie diese ein Provisorium. Das rechte Haus und seine Mobilierung sind mit Nylon ausgekleidet, mit einem eigenartigen Glanz zwischen Geheimnis und Spinnweben. Das linke Haus ist mit einer Fotoarbeit tapeziert, die das gleiche Interieur durch die schemenhaften Figuren einer Frau belebt. Traumbilder? Gespenster einer längst vergessenen Zeit? Unter der Haut?, Foto: Yvonne Michailuk
Insane Membrane” von Eva-Maria Neubauer (Bildende Künstlerin) und Anna Steward (Performance Künstlerin) Zwei Gartenhäuschen, Prototypen des Rückzugs in die private Idylle, und wie diese ein Provisorium. Das rechte Haus und seine Mobilierung sind mit Nylon ausgekleidet, mit einem eigenartigen Glanz zwischen Geheimnis und Spinnweben. Das linke Haus ist mit einer Fotoarbeit tapeziert, die das gleiche Interieur durch die schemenhaften Figuren einer Frau belebt. Traumbilder? Gespenster einer längst vergessenen Zeit? Unter der Haut?, Foto: Yvonne Michailuk
"Insane Membrane" von Eva-Maria Neubauer (Bildende Künstlerin) und Anna Steward (Performance Künstlerin) Zwei Gartenhäuschen, Prototypen des Rückzugs in die private Idylle, und wie diese ein Provisorium. Das rechte Haus und seine Mobilierung sind mit Nylon ausgekleidet, mit einem eigenartigen Glanz zwischen Geheimnis und Spinnweben. Das linke Haus ist mit einer Fotoarbeit tapeziert, die das gleiche Interieur durch die schemenhaften Figuren einer Frau belebt. Traumbilder? Gespenster einer längst vergessenen Zeit? Unter der Haut? Foto: Yvonne Michailuk
“Insane Membrane” von Eva-Maria Neubauer (Bildende Künstlerin) und Anna Steward (Performance Künstlerin) Zwei Gartenhäuschen, Prototypen des Rückzugs in die private Idylle, und wie diese ein Provisorium. Das rechte Haus und seine Mobilierung sind mit Nylon ausgekleidet, mit einem eigenartigen Glanz zwischen Geheimnis und Spinnweben. Das linke Haus ist mit einer Fotoarbeit tapeziert, die das gleiche Interieur durch die schemenhaften Figuren einer Frau belebt. Traumbilder? Gespenster einer längst vergessenen Zeit? Unter der Haut? Foto: Yvonne Michailuk
"Verlieren und Finden", Regenstreet-Art von Lisa Schmidt (Mullana) mit bunten Wegweisern von Jeanett Mayer (Yani-Art) Die Comic-Geschichte von Mullana wird nur sichtbar, wenn es ein bisschen regnet. Außerdem markieren Yanis bunte Steine Stellen, wo man im Stadtpark kurze Bemerkungen und Bilder findet, die man nur sieht, wenn man sie gießt. Die Schnitzeljagd kann beginnen, Foto: Lisa Schmidt
“Verlieren und Finden”, Regenstreet-Art von Lisa Schmidt (Mullana) mit bunten Wegweisern von Jeanett Mayer (Yani-Art) Die Comic-Geschichte von Mullana wird nur sichtbar, wenn es ein bisschen regnet. Außerdem markieren Yanis bunte Steine Stellen, wo man im Stadtpark kurze Bemerkungen und Bilder findet, die man nur sieht, wenn man sie gießt. Die Schnitzeljagd kann beginnen, Foto: Lisa Schmidt
"Superspreading" eine Videoinstallation von Alexander Trattler (Media Artist) und Johannes Brendel (Audio Visual Engineer) In fünf Variationen beschäftigt sich die Videoinstallation mit Formen der Ausbreitung und bearbeitet Computerprogramme, die Wachstum berechnen, mit künstlerischem Ausdruck. Eine zwanzigminütige Reise zwischen 19 und 22 Uhr durch Rauch, Feuer, Bakterieninvasionen und farbige Ströme, Foto: Yvonne Michailuk
“Superspreading” eine Videoinstallation von Alexander Trattler (Media Artist) und Johannes Brendel (Audio Visual Engineer) In fünf Variationen beschäftigt sich die Videoinstallation mit Formen der Ausbreitung und bearbeitet Computerprogramme, die Wachstum berechnen, mit künstlerischem Ausdruck. Eine zwanzigminütige Reise zwischen 19 und 22 Uhr durch Rauch, Feuer, Bakterieninvasionen und farbige Ströme, Foto: Yvonne Michailuk
"Die Mimosen - Berühr mich nicht" drei audiovisuelle Skulpturen von Ignazio Tola (Bildende Kunst /Goldschmied) und Veronika Riedelbauch (Klangkunst / Keramik) Drei Lichtskulpturen verwandeln Materialien der Wegwerfgesellschaft in Schönheit. Ruft man sie an, verweisen sie in ihrer Klangcollage auf den derzeitigen Kontrast von Mensch und Natur, Foto: Yvonne Michailuk
“Die Mimosen – Berühr mich nicht” drei audiovisuelle Skulpturen von Ignazio Tola (Bildende Kunst /Goldschmied) und Veronika Riedelbauch (Klangkunst / Keramik) Drei Lichtskulpturen verwandeln Materialien der Wegwerfgesellschaft in Schönheit. Ruft man sie an, verweisen sie in ihrer Klangcollage auf den derzeitigen Kontrast von Mensch und Natur, Foto: Yvonne Michailuk

Der Eintritt ist frei.

Besucher*innen allen Alters sind willkommen.

Ein Führungsprogramm an den Ausstellungssonntagen erlaubt ein tieferes Eintauchen in die Arbeiten, teilweise auch im Gespräch mit den Künstler*innen.

Weitere Informationen unter: https://www.nuernberg.de/internet/kulturreferat/lost_and_found.html

Bayreuther Straße
Nürnberg, 90409 Deutschland