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Lost & Found – Ein Kunst-Parcours im Stadtpark Nürnberg

27. September 2020 bis 1. November 2020

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„Lost & Found – Ein Kunst-Parcours im Stadtpark Nürnberg, 27.09–1.11.2020
„Lost & Found – Ein Kunst-Parcours im Stadtpark Nürnberg, 27.09–1.11.2020

Das Projektbüro im Geschäftsbereich Kultur der Bürgermeisterin geht wieder einmal neue Wege. Nicht ganz freiwillig, zugebenermaßen, eher angetrieben von der gegenwärtigen Krise mit ihren schwerwiegenden Folgen für große Teile der regionalen Kultur- und Kreativszene. Ihr wollen wir möglichst viele Plattformen und Ausspielformate liefern.

Das tun wir seit Mai mit der Konzert-Serie „Back to Live“, wo wir bis Ende Juli in über 170 Höfen Nürnbergs Musik zu den Menschen gebracht haben. Das tun wir auch mit „Kunst-Anschlag – Signale aus der Nürnberger Szene“, einer Staffel von Großflächen, gestaltet von wichtigen Protagonisten.

Nun folgt das Herbst-Projekt. In „normalen“ Zeiten erinnert Nürnberg in unregelmäßigen Abständen mit Sonderprojekten an Albrecht Dürer, zuletzt mit der Rathaus-Art, die Nürnberger Galeristen eine Plattform für ihre Künstler bietet. Nachdem die angesehene Kunstmesse im Historischen Rathaussaal, die sich immer auch als Schaufenster in den regionalen Kunstmarkt verstanden hat (2019 gab es deshalb eine kuratierte Sonderschau sowie ein Auftragswerk vor dem Hintergrund des Dürer’schen Werkes) coronabedingt nicht durchgeführt werden kann, entstand die Idee, Dürers Erben der Gegenwart in einem pandemieverträglichen Umfeld zu präsentieren.

2020 geht also das Projektbüro einen Schritt zurück und bietet Dürers Nachfahren, ausgewählten regionalen, prägenden Künstlern, eine Chance, in einer außergewöhnlichen Zeit ungewohnte Projekte in Angriff zu nehmen. Ungewohnt ist der Ort: ein ungeschützter Außenraum, ein öffentlicher Park und ungewohnt ist die Aufgabenstellung: mit mindestens einem Partner*in möglichst aus einem anderen Genre zusammen zu arbeiten.

Für dieses Projekt im Stadtpark werden neun mal zwei (und mehr) regionale Künstler*innen unterschiedlicher Sparten zusammengespannt: Da treffen Maler auf Autoren, Klangkünstler auf Bildhauer, Lichtdesigner auf Bühnenbildner und alle auf den Stadtpark mit seinen vielgestaltigen Landschaften. Das ergibt eine „Bühne der Beiläufigkeit“, eine überdimensionale Murmelbahn oder auch eine „Second Wave“ auf der Wasseroberfläche des Sees.

Der Bezug zu Corona sollte der Grundimpuls sein. Denn die Verkehrung unserer Welt ist ja die zentrale Erkenntnis der letzten düsteren, angstbesetzten Monate: Viele haben Grundlagen verloren und neue Einsichten gewonnen – „Lost & Found“ eben. Es geht um Isolation und Öffnung, um Verknüpfung mit alten, neuen Lebens(t)räumen und dem souveränen Umgang mit einer unsichtbaren Gefahr für die gesamte Zivilisation.

Die künstlerischen Tandems bestehen aus Veronika Riedelbauch und Ignazio Tola, Andreas Wagner und Christian Schidlowsky, Sascha Banck, El Mago Masin, Christian Schloyer und Andreas Thamm, Eva-Maria Neubauer und Anna Steward, Lisa Schmidt und Jeanett Mayer, Stephan Schwarzmann, Annett Langer, Hans-Thomas Langer und Rebecca Suttner, Alexander Trattler und Johannes Brendel, Frieder Nagel und Stephan Scheiderer, Petra Krischke und Konstantin Krischke.

Von 27. September bis 1. November 2020 wird der Stadtpark Nürnberg mit 23 Installationen von 9 bis 22 Uhr bespielt.

Der Eintritt ist frei.

Besucher*innen allen Alters sind willkommen.

Ein Führungsprogramm an den Ausstellungssonntagen erlaubt ein tieferes Eintauchen in die Arbeiten, teilweise auch im Gespräch mit den Künstler*innen.

Weitere Informationen unter: https://www.nuernberg.de/internet/kulturreferat/lost_and_found.html

Bayreuther Straße
Nürnberg, 90409 Deutschland