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SAVE THE DATA! im Kunstpalais Erlangen

26. September 2015 bis 22. November 2015

Florian Meisenberg “Guernica, mon amour, give all and get something (Postmoderna Trauma)”, 2012 Video, 8.22 Min. // Courtesy the artist

SAVE THE DATA! eröffnet am 26. September 2015 im Kunstpalais Erlangen (Marktplatz 1,
91054 Erlangen).

SAVE THE DATA! ist die erste Ausstellung der neuen Direktorin des Kunstpalais Erlangen, Amely Deiss (hier geht es zum Interview), die sie in Erlangen kuratiert.

 

SAVE THE DATA! – Von Kunst und Datenträgern im Kunstpalais Erlangen

Yuri Pattison "PowerEdge overview", 2015 Dell PowerEdge R410 Server, eine Statue der Göttin der Demokratie, LightJet Drucke, USB Hardware Wallet, Majestic Lock Pick Set, Druckwerk, Klebeband //Installationsansicht "Morphing Overnight", Seventeen Gallery, London, 2015 // Courtesy the artist and mother’s tankstation, Dublin

Yuri Pattison “PowerEdge overview”, 2015, Dell PowerEdge R410 Server, eine Statue der Göttin der Demokratie, LightJet Drucke, USB Hardware Wallet, Majestic Lock Pick Set, Druckwerk, Klebeband //Installationsansicht “Morphing Overnight”, Seventeen Gallery, London, 2015 // Courtesy the artist and mother’s tankstation, Dublin

Kassettenband in magisch tiefem Schwarz, das unendliche Regenbogenschillern der Compact Disc oder die VHS-Kassette in ihrer schlichten Rechteck-Form… Manches an solchen Datenträgern ist schön, anderes hat man nostalgisch lieb gewonnen, weil man nicht mehr täglich damit umgehen muss. Doch das Interesse einiger Künstler an diesen wenig beachteten Materialien geht darüber weit hinaus.

In Erlangen wurde vor rund dreißig Jahren das mp3-Format entwickelt – was für ein bahnbrechender Schritt für die Digitalisierung! Und genau dort fokussiert mit der Gruppenschau „SAVE THE DATA!“ nun erstmals eine Ausstellung das Zusammenspiel von bildender Kunst und Datenträgern.

Auf welche Weise werden die technischen Speichermedien – aktuelle und überholte – für den künstlerischen Ausdruck genutzt, wie werden dabei unterschiedliche Bedeutungsebenen miteinander verwoben und mit welchem Effekt? Und nicht zuletzt beleuchtet die Ausstellung im Kunstpalais, was diese unter neue Vorzeichen gestellte Begegnung mit Bekanntem eigentlich mit dem Betrachter macht.

Tausend Meter Tapeband, aufgerollt, zerschnitten und schließlich zu einem edlen Bodenbelag arrangiert; ein Raum bis unter die Decke gefüllt mit Zombie-Videos und VHS-Ausrüstung, dessen Anmutung irgendwo zwischen Hobbyraum und Folterkeller changiert; geheimnisvolle Serien aus klar und präzise komponierten Fotografien, die sich als perfekte Kooperation von Mensch, Suchmaschine und dem unendlichen Speicher des Internets erweisen, oder aber Videos, die in fließenden, leuchtend farbigen Collagen aus Browserfenstern mit diesem neuen ikonischen Bildtypus spielen… in einem Raum mit Wölkchen-Tapete.

Das vertraute und gemeinhin als technisch-spröde und kühl wahrgenommene Material zeigt sich so plötzlich sinnlich, humorvoll, auratisch, kostbar oder unheimlich und lässt neue Blicke auf Vergangenheit und Zukunft unseres Lebens mit seinen Speichermedien zu.

Im Kinofilm „Her“ verliebt sich Joaquin Phoenix in ein Betriebssystem. In Erlangen zeigt sich in diesem Herbst, dass es durchaus auch Gründe gibt, sich in Datenträger zu verlieben.

Zur Ausstellung erscheint der Katalog erstmals in ganz neuem Format: als Magazin mit einem Interview mit den mp3-Erfindern Brandenburg und Grill von Anja Rützel (Wired, Spiegel Online, Spex), dem Atelierbesuch bei den Künstlern und Materialsammlern Hildebrandt und van Liefland von Frédéric Schwilden (Die Welt, Welt am Sonntag) und dem Fotografen Christian Werner, einem „Verzeichnis der ausgestorbenen Empfindungen“ zur Nostalgie der Datenträger von Anne Waak (Monopol, SZ-Magazin, Welt am Sonntag), sowie langen Bildstrecken.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler

  • Timo Arnall (GB)
  • Aram Bartholl (DE)
  • Viktoria Binschtok (RU)
  • Gregor Hildebrandt (DE)
  • Ronnie Yarisal und Katja Kublitz (CH und DK)
  • Via Lewandowsky (DE)
  • Joep van Liefland (NL)
  • Florian Meisenberg (DE)
  • Yuri Pattison (GB)
  • Gebhard Sengmüller (AT)
Viktoria Binschtok "Infinity Cluster", 2014 C-Prints // je 41 x 53cm // Courtesy the artist

Viktoria Binschtok “Infinity Cluster”, 2014, C-Prints // je 41 x 53cm // Courtesy the artist

 

Gebhard Sengmüller "VinylVideo", 1998 Installationsansicht DEAF Festival, Rotterdam, 1998-11 // © VG Bild-Kunst, Bonn 2015 // © 1998 by VinylVideo Inc.

Gebhard Sengmüller “VinylVideo”, 1998, Installationsansicht DEAF Festival, Rotterdam, 1998-11 // © VG Bild-Kunst, Bonn 2015 // © 1998 by VinylVideo Inc.

 

Timo Arnall "Internet machine", 2014 Video, 6.40 Min. // Courtesy the artist

Timo Arnall “Internet machine”, 2014, Video, 6.40 Min. // Courtesy the artist

 

Ronnie Yarisal & Katja Kublitz "Homegrown", 2013 CDs, Aluminium, Holz // 400 x 200 x 6 cm // Courtesy the artists

Ronnie Yarisal & Katja Kublitz “Homegrown”, 2013, CDs, Aluminium, Holz // 400 x 200 x 6 cm // Courtesy the artists

 

Joep van Liefland "Video Palace #38 -The revolutionary potential of the outmoded (STORAGE I)", 2014 Installationsansicht Art Cologne 2014 // Courtesy the artist & Galerie Gebr. Lehmann

Joep van Liefland “Video Palace #38 -The revolutionary potential of the outmoded (STORAGE I)”, 2014, Installationsansicht Art Cologne 2014 // Courtesy the artist & Galerie Gebr. Lehmann

 

Gregor Hildebrandt Installationsansicht "Der Himmel im Raum", Berlinische Galerie, Berlin, 2009

Gregor Hildebrandt, Installationsansicht “Der Himmel im Raum”, Berlinische Galerie, Berlin, 2009

 

Aram Bartholl "Dead Drops", 2010-12 Öffentliche Intervention // Courtesy the artist

Aram Bartholl “Dead Drops”, 2010-12, Öffentliche Intervention // Courtesy the artist

 

Florian Meisenberg "Delivery to the following recipients failed permanently (I used to be with it, but then they changed what ‘it’ was, and now what I’m with isn’t it. And what’s ‘it’ seems weird and scary to me.)", 2015 Live-render, live-feed, interactive-fluid simulation // Courtesy the artist

Florian Meisenberg “Delivery to the following recipients failed permanently (I used to be with it, but then they changed what ‘it’ was, and now what I’m with isn’t it. And what’s ‘it’ seems weird and scary to me.)”, 2015 Live-render, live-feed, interactive-fluid simulation // Courtesy the artist

Yuri Pattison "Free Traveller", 2014 Installationsansicht "Free Traveller", Cell Project Space, London, 2014 // Courtesy the artist and mother’s tankstation, Dublin

Yuri Pattison “Free Traveller”, 2014, Installationsansicht “Free Traveller”, Cell Project Space, London, 2014 // Courtesy the artist and mother’s tankstation, Dublin

 

Viktoria Binschtok "Gundam / Vase Cluster", 2014 C-Prints // 100x83cm / 77x59cm // Courtesy the artist

Viktoria Binschtok “Gundam / Vase Cluster”, 2014, C-Prints // 100x83cm / 77x59cm // Courtesy the artist

 

Via Lewandowsky "Don’t cry", 2015 ITT Cassette Recorder SL 500, 2 Verdampfer, MP3-Player, Steuerung // 22 cm x 25 cm x 30 cm // © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Via Lewandowsky “Don’t cry”, 2015, ITT Cassette Recorder SL 500, 2 Verdampfer, MP3-Player, Steuerung // 22 cm x 25 cm x 30 cm // © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

 

Gregor Hildebrandt "Die hirnhölzerne Pforte", 2015 Kassettenband, Kassettenräder und Leinwand auf Holz // 246,5 x 142 cm // Courtesy the artist

Gregor Hildebrandt “Die hirnhölzerne Pforte”, 2015, Kassettenband, Kassettenräder und Leinwand auf Holz // 246,5 x 142 cm // Courtesy the artist

(Pressemitteilung Kunstpalais Erlangen)

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Besucherinformationen zu SAVE The DATA! im Kunstpalais Erlangen

Veranstaltungsort

Kunstpalais Erlangen
Marktplatz 1
Erlangen, Bayern 91054 Deutschland
Telefon:
49 (0) 9131 86-2735
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