Ein Künstlerleben zwischen Dresden und Nürnberg – in der Kunstvilla Nürnberg
28.2.2026 bis 28.6.2026
Im Jahr 2026 jährt sich der Todestag des 1884 geborenen Künstlers Constantin von Mitschke-Collande (1884 – 1956) zum 70. Mal. Die Kunstvilla zeigt aus diesem Anlass eine großangelegte Retrospektive aus dem Schaffen des Künstlers, dessen Leben und Schaffen von Brüchen gekennzeichnet war.
Der zunächst in München, Paris und Dresden tätige Künstler verbrachte gemeinsammit seiner ebenfalls als Künstlerin tätigen, zweiten Frau Hilde von Collande seine letzten Lebensjahre in Nürnberg. In Dresden hatte Mitschke-Collande ab 1907 unter anderem bei dem Impressionisten Robert Sterl und bei dessen Widerpart, dem neu-sachlichen Maler Oskar Zwintscher studiert. Daneben hinterließen Künstlerreisen nach Rom, Florenz und Paris, wo er Maurice Denis und Fernand Léger kennenlernte, bleibende Eindrücke.
Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Mitschke-Collande gemeinsam mit Otto Dix zu den Gründern der gesellschaftskritischen Künstlervereinigung „Dresdner Sezession Gruppe 1919“, woran sich eine expressionistische Werkphase in seinem Schaffen anschloss. Eine Zäsur stellte die folgende Diffamierung durch die Nationalsozialisten dar: 1937 wurde eines seiner Gemälde in der Münchner Femeausstellung „Entartete Kunst“ präsentiert, weitere wurden beschlagnahmt oder vernichtet. Die Zerstörung seines Ateliers durch die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg bedeutete den Verlust eines Großteils seines bis dahin entstandenen Œuvres.
Die Ausstellung vereint Werke aus dem Bestand der Kunstvilla, der Sammlung des Kunstforums Ostdeutsche Galerie in Regensburg sowie aus Firmen- und Privatsammlungen. Sie würdigt nicht nur den Künstler, sondern auch den Menschen, der nach Krieg und Vertreibung in Nürnberg eine neue Heimat fand und dort bis zu seinem Tod 1956 wirkte.
ERÖFFNUNG: Sonntag, 1.3.2026 um 11 Uhr
Kunstvilla im KunstKulturQuartier, Blumenstraße 17, 90402 Nürnberg




