Mit escArt lädt die Künstlerin Aniela Guse zu einer partizipativen Performance ein, die sich mit den Bedingungen von Begegnung in einer von Beschleunigung, Fragmentierung und Selbstoptimierung geprägten Gegenwart auseinandersetzt.
Im Zentrum steht die Frage, ob Co-Existenz ausreicht, damit sich Menschen gemeinsam regulieren können – ohne Ziel, ohne Leistung und ohne den Impuls zur Optimierung. escArt arbeitet mit Zeit, Präsenz und Aufmerksamkeit als künstlerischem Material. Begegnung wird dabei nicht dargestellt, sondern als Situation hergestellt.



Die Arbeit verzichtet auf eine lineare Dramaturgie. Stattdessen entsteht ein offener Prozess mit fließenden Übergängen, in dem sich Wahrnehmung und zwischenmenschliche Dynamiken verschieben. Die Trennung zwischen Betrachtenden und Teilnehmenden wird zunehmend durchlässig. Durch das präzise Setzen von Bedingungen werden dabei auch implizite Rollen und Erwartungsstrukturen erfahrbar.
Die Arbeit entwickelte sich aus einer persönlichen künstlerischen Praxis, geprägt von Unterbrechung, Rückzug und Mutterschaft, und einer damit verbundenen Verschiebung hin zu Fragen von Beziehung und Regulation.
escArt versteht sich nicht als Aufführung, sondern als Situation, die nur im gemeinsamen Erleben entsteht. Interessierte sind eingeladen, daran teilzunehmen.
Vernissage (online via Zoom)
19.04.2026, 19:00 Uhr (EST)
Anmeldung: www.calendly.com/anielaguse/vernissage



