YARAT Contemporary Art Space

YARAT Contemporary Art Space freut sich, die Gruppenausstellung “I might be staring at infinity (or the backs of my own eyelids)” im virtuellen ARTIM Project Space anzukündigen.

Die Ausstellung zeigt Werke von aufstrebenden Künstler*Innen: Leyli Ahmadova, Murad Akbarli, Aghababa Baghirov, Natig Asgar, Kateryna Bortsova, You Open A Box (Kunstkollektiv), Joshua Dyson, Lukasz Horbow, Laura Ige, Nathan M. Collis, Martina Morger, Rehan Miskci, Forough Noei, Florian Nitsch, Jay Rechsteiner, Quafar Rzayev, Nadya Sayapina, Julia Smirnova, Aline Schwibbe, Pudji Utomo, Nina Traub und Lukas Zerbst.

Besuchen Sie uns im virtuellen ARTIM Project Space, das sich auf einem Raumschiff befindet, welches das Universum durchquert. Es hat gerade die Erde verlassen, da das Leben auf dem Planeten unmöglich geworden ist. In Erinnerung an die Coronavirus-Pandemie 2020 zeigt der virtuelle Ausstellungsraum im historischen Rückblick die Gruppenausstellung “I might be staring at infinity (or the backs of my own eyelids)” und reflektiert die verschiedenen Reaktionen der Erdbewohner auf die außergewöhnliche Situation. Bevor Sie die Show betreten, können Sie Avatare kreieren, die an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz, Maschinen und Menschen agieren.

Der Titel sowie die konzeptionelle Ebene der Show beziehen sich auf den Science-Fiction-Roman „Quarantäne“ (1992) von Greg Egan, der in naher Zukunft zwischen 2034 und 2080 spielt. Das Sonnensystem wurde durch eine Blase aus unbekannten Gründen isoliert, das weltweite Panik, Klaustrophobie und terroristische Aktionen auslöste.

Um die Psychosen und den sozialen Krisenzustand zu überwinden, wurde fortschrittliche Bio- und Nanotechnologie entwickelt. Sie ermöglichte, dass neuronale Softwareprogramme im Gehirn installiert werden, die eine Vielzahl von Effekten evozieren können, wie das Aneignen bestimmter Fähigkeiten oder das Hervorrufen unterschiedlicher emotionaler Zustände. Diese Programme bergen, aber auch die Gefahr von illegalen Kontrollsystemen navigiert und ausspioniert zu werden.

Der Roman bezieht sich zudem auf die Theorien der Quantenmechanik, etwa dem Ablaufen von mehreren Ereignissen in parallelen Zuständen, die Bedeutung des Beobachters, welcher das Ereignis beeinflusst sowie die Fähigkeit des menschlichen Gehirns das ganze System kollabieren zu lassen. Die Ausstellung reflektiert diese metaphysischen Gedanken. Die Besucher können durch die verschiedenen emotionalen Zustände wandern und verschiedene Möglichkeiten erkunden, welche in parallel Stadien ablaufen: darunter den Wunsch aus dem System auszubrechen und einem finalen Zustand der Transzendenz.

Die Werke junger Künstler weltweit zeigen unterschiedliche Positionen vor dem Hintergrund der Quarantäne aufgrund der globalen Covid-19-Krise. Die Arbeiten im Eingangsbereich ziehen den Betrachter in eine eher depressive, dunkle Stimmung der Einsamkeit. Darunter befinden sich auch Werke, welche neue künstlerischer Medien erforschen, die fließend vom real physischen ins digitale übergehen.

Ebenso sind Stimmen vertreten, die den virtuellen Raum als neue Gelegenheit für Erfahrung und Abenteuer sehen, aber sie reflektieren auch kritisch die künstliche Selbstdarstellung und hinterfragen affektierte Positionen in den sozialen Medien. Werke, welche die Schönheit des Alltags dokumentieren, bilden eine weitere Bedeutungsebene. Auf humorvolle oder dokumentarische Weise machen sie die trivialen Dinge des Alltags zu etwas „Besonderem“ und regen zum Nachdenken über den Genuss und die Schönheit der kleinen Dinge an. Ein Abschnitt widmet sich auch dem Drama des Lebens, das darüber hinaus stereotype Darstellungen von Geschlechtern diskutiert.

Wie reagieren die Menschen in extremen Situation, wenn alles zu eskalieren scheint? In emotionalen Ausbrüchen oder vielleicht Rückzug? Eine andere Ebene zeigt, wie ein Gefühl der Gemeinschaft und des Zusammenseins in Zeiten der Isolation geschaffen und gelebt werden kann, wenn beispielsweise Künstler Formen des kreativen Zusammenhalts erfinden, während sie gemeinsam in Artist-in-Residencies eingeschlossen sind. Frieden und Ruhe sind auch ein Parallelzustand.

Bei der Video Arbeit von Quafar Rzayev wird das Bettlaken zur Flagge des Friedens oder wir begeben uns in einen Zustand der Harmonie durch ein weißes Labyrinth von Rehan Miskci. Andererseits verursacht der von außen auferlegte Stillstand Stimmen der Unzufriedenheit, des Verlangens und der Gesten der Rebellion. Im letzten Raum der Rundgangs, der Installation von Aghababa Bagirov, verwandeln sich alltägliche Geräusche in einen vibrierenden, sich auflösenden Raum, der unendliche Dimensionen suggeriert.

Es liegt an uns zu entscheiden, was oder wer diese Zustände erzeugt hat: unser Gehirn, eine emotionale Art der künstlichen Intelligenz oder eine Matrix, die nur aus einer anderen Dimension der Wahrnehmung verstanden werden kann…

LOGIN ZUR SHOW

Sie können die App über diese Links auf Ihren Computern (MAC- oder PC-Plattformen) installieren. Nehmen Sie sich etwas Zeit nehmen, um Ihren Avatar zu erstellen.

ARTIM Project space

Der ARTIM-Projektraum richtet sich an junge lokale und internationale Künstler mit der Absicht, aufstrebende Talente bei ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu fördern. Das Programm verfügt über einen Ausstellungsraum in Icheri Sheher Baku, Aserbaidschan, der als Plattform für das Experimentieren und professionelle Präsentieren von Kunst konzipiert wurde. Kreative junge Menschen aus allen Sparten sind eingeladen, an verschiedenen ARTIM-Programmen teilzunehmen.

VRIENDLY

Vriendly ist eine virtuelle GAAS-Umgebung mit der Zukunftsvision Transformation von Innovation, Bildung und Leben zu fördern, die sich ursprünglich auf Unternehmen und Startups konzentrierte. Vriendly bietet unendliche Möglichkeiten und Themen Räume in einer 3D angepasste Umgebung zu kreieren, die durch ein spezielles Toolkit ermöglichen es Benutzern, effektive Sitzungen auf sinnvolle Weise abzuhalten. Wir möchten durch virtuelle Möglichkeiten sinnvolle Lernerfahrung für unserer Benutzer schaffen.


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