Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach

"Von knallharter Graphik bis zu weicher Farbigkeit." Diego Bianconi

Diego Bianconi vor zwei Werken Grützkes, Foto: Robert Schmitt
Diego Bianconi vor zwei Werken Grützkes, Foto: Robert Schmitt

Biennale der Zeichnung! Unter dieser Überschrift haben sich fünf Kunstorte der Region zusammengeschlossen, um zeitgenössische Zeichnungen zu zeigen. Vom 10. Mai bis zum 7. Juni werden sich in Nürnberg, Fürth, Erlangen, Zirndorf und Schwabach zum dritten Mal maßgebliche Zeichnerinnen und Zeichner präsentieren.

Johannes Grützke und Diego Bianconi stellen zur Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach aus

In der städtischen Galerie im Bürgerhaus stellen zwei besonders etablierte Künstler aus, die mehr verbindet als die Liebe zur Zeichnung. Für sie schließt sich mit der gemeinsamen Werkschau ein Kreis. Der in der Schweiz geborene Diego Bianconi hat in Nürnberg studiert und war dort der erste Meisterschüler des damals neu aus Berlin berufenen Professors Johannes Grützke. Vernissage ist am Sonntag (Red. 10. Mai 2015) um elf Uhr. Der Nürnberger Maler Manfred Hürlimann wird in die Werkschau einführen.

Johannes Grützkes Beitrag zur Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach

Johannes Grützke, Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach, Pressefoto
Johannes Grützke, Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach, Pressefoto

Johannes Grützke, ehemalige Professor an der Akademie der Bildenden Künste, hat vier ganz unterschiedliche Werke zur Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach beigesteuert. Zwei Schabradierungen belegen die gigantische Wirkung feinen Schwarz-weiß-Drucks über sämtliche Schattierungen hinweg. Eine schnell aufgemachte Skizze mit Buntstift und ein wuchtiger Pastellkreide-Akt führen in weitere Gefilde der Zeichnung. „Dialektisch“, nennt Bianconi diese Werkauswahl seines Lehrers.

„Von knallharter Graphik bis zu weicher Farbigkeit.“ Diego Bianconi

Mit Johannes Grützke stellt in der Bürgerhaus-Galerie eine der schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Kunstszene aus. Der Berliner ist ein künstlerisches Multi-Talent. Als Geiger ist er Mitglied einer vierköpfigen Musik-Kabarett-Truppe. Bei mehreren kleinen Rollen in Fernsehserien und Filmen hat er seine darstellerische Begabung unter Beweis gestellt. „Er arbeitet gern und viel als Maler, musiziert aber auch oft und schwatzt viel“, sagt er von sich selbst. Von 1992 bis 2002 war er Professor in Nürnberg. Dort hat ihm das Germanische Nationalmuseum 2011 und 2012 mit einer umfassenden Retrospektive eine hohe Wertschätzung erwiesen. Grützke kann auf zahlreiche Ausstellung im In- und Ausland zurückblicken und ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes.

Diego Bianconi in der Städtischen Galerie Schwabach

Diego Bianconi, Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach, Pressefoto
Diego Bianconi, Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach, Pressefoto

„Die Zeichnung ist die Säule, das Gedankliche der Malerei.“

Für Diego Bianconi gehören auch die verschiedenen Drucktechniken dazu. Neben Pastell- und Buntstiftzeichnungen zeigt er viele Druckgraphiken unterschiedlichen Genres: Holzschnitt, Radierung, Seriendruck, Xenographie. Unter der Überschrift „Sizilianische Suite“ setzt Bianconi einen inhaltlichen Schwerpunkt bei der italienischen Insel. Menschen, Landschaften, Reisezeichnungen aus dem Zug. „Stilles gesammeltes bis zu laut-bewegtem“, beschreibt er die Motive. Bianconi betreibt per Zeichnung auch psychoanalytische Studien. Er versucht die Stimmungen von Menschen nicht nur festzuhalten. Er will sie ergründen. So entstehen Porträts, die einen tiefen Einblick in die Seele gewähren.

Diego Bianconi, Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach, Pressefoto
Diego Bianconi, Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach, Pressefoto

Diego Bianconi – Vita

  • 1957 * in Muralto bei Locarno (CH)
  • 1972-1973 Kunstschule C.S.I.A. in Lugano (CH)
  • 1985-1988 Atelier bei Remo Rossi in Locarno
  • 1986-1988 Studium bei Leo Maillet in Verscio (CH)
  • 1988.1995 Akademie d. Bild.Künste Nürnberg – Freie Grafik und Malerei – Meisterschüler – Diplom mit Auszeichnung
  • 1995-1999 Lehrauftrag für Aktzeichnen, Akademie d.Bild.Künste
  • 2001 gründet das „Chalkografische Forschungslabor“
  • seit 2007 Lehrauftrag an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
  • für Radierung (Tiefdruck)
  • seit 2011 für figürliches Zeichnen
  • seit 2012 für Aktzeichnen

Diego Bianconi – Preise/Auszeichnungen von 

  • 1989-1991 Stipendium Istruzione e Cultura, Kanton Tessin(CH)
  • 1990 2.Preis im Semesterwettbewerb
  • 1991 Danner-Stiftung Gruppenpreis
  • 1992+1994 Klassenpreise der Akademie
  • 1998 Malereipreis Hollfeld
  • 2005 Kalenderblatt zu „Johann Kaspar Zeuß“

Text: Robert Schmitt; Pressetext, Redaktion: Kunstnürnberg

Erfahren Sie mehr über die Biennale der Zeichnung im Großraum Nürnberg. Lesen Sie auch die Artikel “Kunstmuseum Erlangen zeigt die Biennale der Zeichnung 3” und “Kunst Galerie Fürth zeigt die Biennale der Zeichnung 3
Städtische Galerie Schwabach
  • Biennale der Zeichnung 3 in Schwabach: 10. Mai 2015 bis 7. Juni 2015
  • Adresse: Königsplatz 29a, 91126 Schwabach
  • Öffnungszeiten: Do & Fr: 11:00-18:00 Uhr, Sa: 10:00-13:00 Uhr , So: 13:00-16:00 Uhr, Feiertag: 13:00-16:00 Uhr
  • Webseite Künstlerbund Schwabach 

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