Bilder erzählen: Der Mensch ohne Tonsur im GNM

Mittwoch, 15.6.2015, 19 Uhr

Lucas Cranach d. Ä./Werkstatt: Posthumes Bildnis Martin Luthers als Augustinermönch, nach 1546, Leihgabe der Paul Wolfgang Merkelschen Familienstiftung im Germanischen Nationalmuseum
Lucas Cranach d. Ä./Werkstatt: Posthumes Bildnis Martin Luthers als Augustinermönch, nach 1546, Leihgabe der Paul Wolfgang Merkelschen Familienstiftung im Germanischen Nationalmuseum

Bilder erzählen: Der Mönch ohne Tonsur. Ein posthumes Luther-Bildnis der Cranach-Werkstatt findet am Mittwoch, 15. Juli 2015 um 19:00 Uhr im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg statt.

Gespräch vor einer Ikone der Reformation, dem posthumen Lutherporträt der Cranach-Werkstatt, im Germanischen Nationalmuseum

Lucas Cranach d. Ä./Werkstatt: Posthumes Bildnis Martin Luthers als Augustinermönch, nach 1546, Leihgabe der Paul Wolfgang Merkelschen Familienstiftung im Germanischen Nationalmuseum
Lucas Cranach d. Ä./Werkstatt: Posthumes Bildnis Martin Luthers als Augustinermönch, nach 1546, Leihgabe der Paul Wolfgang Merkelschen Familienstiftung im Germanischen Nationalmuseum

Das Bildnis Martin Luthers als Augustinermönch, das nach 1546 in der Cranach-Werkstatt entstand, gilt als eines der authentischsten Bildnisse des Reformators überhaupt.

Es zeige den berühmten Kirchenmann an einem entscheidenden Wendepunkt seines Lebens, heißt es bislang: einerseits noch als Mönch in eine Mönchskutte gekleidet, andererseits bereits mit zugewachsener Tonsur, also im Begriff, sein altes Leben hinter sich zu lassen und Katharina von Bora zu heiraten.

Am Mittwoch, 15. Juli um 19 Uhr steht das außergewöhnliche Bildnis im Mittelpunkt des zweiten Termins der neuen Gesprächsreihe „Bilder erzählen“.

Wie reiht sich das bemerkenswerte Bildnis in die vielen Lutherporträts der Cranach-Werkstatt ein? Zeigt es den Reformator tatsächlich symbolisch zwischen zwei wichtigen Lebensabschnitten stehend? Jüngste Forschungen ergaben, dass ein Mitarbeiter der Cranach-Werkstatt unterschiedliche Vorlagen für das Porträt miteinander kombinierte. Unterlief dem Kopisten unter Umständen dabei ein Fehler – und die Tonsur war in Wirklichkeit doch vorgesehen?

Der spannenden Fragen gehen der Kunsthistoriker und Sammlungsleiter Dr. Daniel Hess und Prof. Dr. Johanna Haberer von der theologischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erklangen-Nürnberg rund eine Stunde lang nach.

Das offene Gespräch aus kunsthistorischer und theologischer Sicht findet in der Kartäuserkirche statt, der Eintritt beträgt 2,- €.

(Pressetext GNM)

 

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