18 Kunsttipps der Kunstnürnberg Leser

Installation Glas Tatiana Trouvé
atiana Trouvé, Les indéfinis, 2014 Plexiglas, patinierte Bronze, Metall, Holz, Stoff, Leder, Kupfer, Beton, Größe variabel/plexiglas, patinated bronze, metal, wood, fabric, leather, copper, concrete, dimensions variable;Ausstellungsansicht/installation view The Longest Echo — L’Écho le plus long, Mamco Genf/Genève 2014; © Mamco, Ilmari Kalkkinen; © VG Bild-Kunst Bonn, 2014

Welche Kunsttipps haben die Leser von Kunstnürnberg? Welche Kunstwerke, Ausstellungen, Museen oder Galerien finden sie am besten? 

Anlässlich der Kunstnürnberg Weihnachtsverlosung 2014 stellte ich die Frage: „Was ist dein persönlicher Kunsttipp?“ und viele meiner Leser haben geantwortet. 

Die Tipps habe ich nun in diesem kleinem Artikel zusammengefasst und ich musste feststellen: Auch für mich waren ein paar neue Sachen dabei!

 

Was empfehlen die Kunstnürnberg – Leser?

Insgesamt habe ich 18 Kunsttipps bekommen. Diese habe ich hier aufgelistet, ein paar Sätze dazu kommentiert und Links gesetzt für genauere Informationen.

Falls du auch deinen Kunsttipp kundtun möchtest, kannst du diesen Artikel einfach unten kommentieren.

1. Kulturort Badstraße 8 in Fürth

Der Kulturort Badstraße ist ein sehr schöner und idyllisch gelegener Veranstaltungsort in Fürth. Direkt an der Rednitz finden hier regelmäßig Ausstellungen statt.

Ich hab hier vor ein paar Jahren eine Einführungsrede bei einer Vernissage von Studierenden der AdBK gehalten. In diesem Artikel kannst du dir anhand der Fotos einen groben Überblick des alten Badehauses in Fürth machen: Zehn Kreuze im Kulturort Badstraße 8 in Fürth.

Ausstellungsraum Badstraße 8, Aufbauarbeiten zur Ausstellung "Zehn Kreuze"; © Alexander Racz
Ausstellungsraum Badstraße 8, Aufbauarbeiten zur Ausstellung „Zehn Kreuze“; © Alexander Racz

 

2. Peter Hammer und Anke Hellmich in der Crêperie Yechet Mad

Bei Anna in der Crêperie gibt es die besten Crêpes von ganz Franken. Das ist klar und weiß jeder.

Außerdem finden regelmäßig Ausstellungen statt, die das Restaurant in einen Ausstellungsraum verwandeln. Zur Zeit kann man Werke der Künstler Peter Hammer und Anke Hellmich in der Ausstellung „Der Alte Mann & das Mädchen“  bewundern, während man die Crêpes verspeist.

 

3. Die Aufseßigen – junger Förderkreis des Germanischen Nationalmuseums

Die Aufseßigen sind der Förderkreis des Germanischen Nationalmuseums für Menschen zwischen 18 und 35 Jahren. Der Namen leitet sich vom Gründers des GNM ab: Hans Freiherr von und zu Aufseß.

Die Aufseßigen geben Einblicke in das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg und die regionale Kunst- und Kulturszene. Führungen, Vorträge, Tagesausflüge, ART Ratings und ein Sommerpicknick bilden das abwechslungsreiche Programm der jungen Kunstfreunde.

 

4. Das ehemalige Wasserschloss Oberbürg in Laufamholz, Nürnberg

Die Ruine des Schlosses Oberbürg hatte ich selber nicht auf dem Schirm. Man muss wissen, dass es um die Nürnberg Altstadt herum eine Vielzahl von Herrensitzen gab, in die sich die Nürnberger Patrizier zurückziehen konnten, falls es ihnen zu stickig innerhalb der Stadtmauern wurde.

Da die Oberbürg „vernachlässigt und von Vandalismus … geprägt“ ist, ist sie das perfekte Objekt für eine Erkundungstour ohne musealer Inszenierung und nervigen Hausherren, die man erst überreden muss, damit sie einen in ihre heiligen Halle lassen. Jedoch muss man bedenken, dass nur noch ein paar Mauern und Tore den Bomberangriff von 1943 und die anschließenden Abrissarbeiten überdauert haben.

 

5. Der Kunstbunker – Forum für zeitgenössische Kunst in Nürnberg

Der Eingang zum Kunstbunker ist am Parkplatz des Bauhofes in Nürnberg durch einen hoch aufragenden, dunklen Metallblock gekennzeichnet.

 

6. Reiner Bergmann und Reiner Zitta in der Kunstvilla in Nürnberg

In der ersten Sonderausstellung der neuen Kunstvilla werden die Künstler Reiner Bergmann und Reiner Zitta präsentiert. Zu dieser Ausstellung habe ich bereits einen Artikel veröffentlicht: Bergmann und Zitta in der Kunstvilla.

Die beiden Künstler sind auch Teil des Borgo Ensembles, das in einem fünfstöckigen ehemaligen Wohnhaus an der Stadtgrenze residiert und  dort Ausstellungen organisiert. Leider soll die Räumlichkeit abgerissen werden, wie mir neulich mitgeteilt wurde.

Aus diesem Grund empfehle ich allen das Haus des Borgo Ensembles zu besuchen und die laufende Fotoausstellung zu betrachten.

Reiner Bergmann, Putzstelle, 2005 © Reiner Bergmann, Foto: Stephan Minx, Nürnberg
Reiner Bergmann, Putzstelle, 2005 © Reiner Bergmann, Foto: Stephan Minx, Nürnberg

 

7. Guido und Johannes Häfner im ARTroom Fürth

Die Künstlerbrüder Häfner stellen zur Zeit im neuen ARTroom Fürth aus. Eine der Top Locations für Kunst in Fürth. Auch zu dieser Ausstellung gibt es bereits einen ausführlicheren Artikel: Brothers in Art im ARTroom Fürth.

Johannes Häfner: Arche Noah, 2014, 120 x 120 cm, © Johannes Häfner
Johannes Häfner: Arche Noah, 2014, 120 x 120 cm, © Johannes Häfner 

8. Die Künstlerkneipe Gregor Samsa in Nürnberg,

Gregor Samsa heißt Nürnbergs älteste Künstlerkneipe, wo Wirt Peter Hoyer seit 34 Jahren die Tradition der „Bierrente“ aufrecht erhält: Stammkünstler des Hauses bezahlen bei ihm mit Kunst.

So haben sich in den letzten drei Jahrzehnten viele Kunstwerke angesammelt. Vor allem die „gregorianischen“ Maler Peter Angermann, Harri Schemm, Dan Reeder oder Peter Hammer sind mit mehreren Werke vertreten: Die Kneipe platzt fast vor Kunst.

Der Kneipen-Name „Gregor Samsa“ ist Franz Kafkas Buch „Die Verwandlung“ entlehnt, denn bei der Eröffnung war das Wirtshaus als literarischer Treffpunkt gedacht.

Das Gregor Samsa liegt unweit des Stadtparks in der verwinkelten Mörlgasse (offizielle Postadresse ist Maxfeldstraße 79).

 

9. Jeff Soto in der Bunsen Goetz Galerie

Noch bis zum 10.01.2015 kann man Werke des kalifornischen Künstler Jeff Soto in der Bunsen Goetz Galerie (Pool) beim Friedrich-Ebert-Platz in Nürnberg betrachten.

Wenn man eh schon vor Ort ist sollte man sich auch die Ausstellung von Philipp Kummer im White Cube derselben Galerie ansehen.

 

10. Die Tagung  „In Poseidons Reich XX: Land unter!“ im GNM

Nächstes Jahr findet vom 16. bis 23. März eine Tagung der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie Unterwasserarchäologie (DEGUWA) in Nürnberg mit einer Vielzahl an Vorträgen statt. Mein Tipp: Schau dir erstmal das Programm an und entscheide dann an welchem Tag sich ein Besuch für dich lohnt.

 

11. Die Dürer-Gemälde im Germanischen Nationalmuseum

Albrecht Dürer, einer der wichtigsten Künstler für die Entwicklung der Kunst, ist bekanntlich 1471 in Nürnberg geboren und ebenfalls dort 1528 gestorben.

Viele seine Werke haben Nürnberg schon lange verlassen. Sie können nun in den großen Museen von Paris, London, Madrid, Washington und München betrachtet werden.

Dennoch gibt es auch noch originale Gemälde von Albrecht Dürer in Nürnberg. Genauer: im Germanischen Nationalmuseum in der Abteilung „Renaissance“.

Um die Meisterschaft Dürers zu verstehen, also die Art und Weise, wie er seiner Zeit voraus gedacht hat und das künstlerische Verständnis folgender Generationen geprägt hat, empfehle ich dir ins GNM zu gehen, um dich auf Dürersuche zu begeben.

Wem die kleinen Texte neben den Bilder zu wenig Informationen bieten, sollte zum Dürer-Katalog Der frühe Dürer* von 2012 greifen oder sich Albrecht Dürer: Werkverzeichnis der Gemälde* holen.

Außerdem empfehle ich noch die Biographie Albrecht Dürer von Ernst Rebel* und Das Leben und die Kunst Albrecht Dürers von Erwin Panofsky*. Beide Top!

 

12. Die Kunstgalerie Kannegiesser im Hotel-Pyramide in Fürth

Die Galerie Kannegiesser präsentiert in wechselnden Ausstellungen Gemälde und Skulpturen zeitgenössischer Künstler. Ein weiterer Schwerpunkt der Galerie ist die russische traditionelle Malerei.

 

13. Ausflug mit dem VGN nach Rothenburg ob der Tauber

Mittelalterliches Ambiente und tolle Museen! Mein Tipp ist das Kriminalmuseum, wo man allerlei Folterwerkzeug, wie die Nürnberger Jungfrau, begutachten kann. Ein paar Fotos zum Einstimmen findest du im Blog Netz10.

 

14. Peter Angermann: Die Lust am Sehen im Neuen Museum in Nürnberg

Noch bis zum 22.02.2015 kann man Angermanns Werke im NM betrachten. Besuch lohnt!

 

15. Das Museum  I22I20I18I Kühnertsgasse in Nürnberg

Die drei spätmittelalterlichen Handwerkerhäuser in der Kühnertsgasse sind ein besonders verstecktes Ensemble in einer Seitengasse der Lorenzer Straße.

Ab 1377 entstanden und im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet, blieben sie als einzige Vertreter ihrer Art in dieser Ecke der Altstadt von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verschont.

Jahrelang vernachlässigt, wurden sie von den Altstadtfreunden denkmalgerecht saniert und 2011 als Museum eröffnet, das das Leben und Arbeiten von Handwerkern in früheren Jahrhunderten zeigt.

16. Die Ausstellung Zusammenspiel in der Galerie Atzenhofer

Bis zum 10. Januar 2015 kann man am Maxplatz in Nürnberg Werke von Jules Staubet und seiner Gattin Christa Stauber in der Galerie Atzenhofer betrachten.

 

17. Die Kunsthalle in Nürnberg

Die gute Lage in der Innenstadt von Nürnberg macht es einem leicht zwischen den Weihnachtseinkäufen in die Kunsthalle zu gehen. Noch bis zum 08.02.2015 ist Tatiana Trouvé mit ihrer Ausstellung I tempi doppi vertreten.

Installation Glas Tatiana Trouvé
atiana Trouvé, Les indéfinis, 2014
Plexiglas, patinierte Bronze, Metall, Holz, Stoff, Leder, Kupfer, Beton, Größe variabel/plexiglas, patinated bronze, metal, wood, fabric, leather, copper, concrete, dimensions variable;Ausstellungsansicht/installation view The Longest Echo — L’Écho le plus long, Mamco Genf/Genève 2014; © Mamco, Ilmari Kalkkinen; © VG Bild-Kunst Bonn, 2014

 

18. Das Quelle – Areal in Nürnberg

Mein persönlicher Kunsttipp für Franken ist das Quelle-Areal in Nürnberg. Die Gebäude mit ihrer Architektur sind schon ein Kunstwerk für sich und wer die Gelegenheit hat, sollte hier unbedingt mal eine Besichtigung mitmachen.

Letztendlich sind aber die zahlreichen Ausstellungen und Aktionen in der Quelle immer sehr sehenswert. Genannt seien hier der jährliche supermART oder die Fotoausstellungen der fotoszene nürnberg e.V.

Auch die großen Events, wie aktuell z.B. Körperwelten suchen ihresgleichen. Daneben gibt es aber auch zahlreiche in den Räumlichkeiten ansässige Künstler und Quelle-Liebhaber, die immer wieder gemeinsame Veranstaltungen im Gebäude durchführen und es nach dem langen Leerstand wieder sehr lebendig machen. (Marco, Kunstnürnberg – Leser)

Wer mehr über die Quelle erfahren will sollte meine beiden Artikel lesen.

Das Pförtnerhaus der Quelle an der Wandererstraße in Nürnberg © Alexander Racz, 2014
Das Pförtnerhaus der Quelle an der Wandererstraße in Nürnberg © Alexander Racz, 2014 

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