HEIMSPIEL in SCHWABACH – Die Städtische Galerie im Bürgerhaus lädt für Freitag, den 10.07.2015 zum Auftakt des letzten „Heimspiels“ ein. Sechs Mitglieder des Schwabacher Künstlerbunds stellen gemeinsam mit einem Gast jüngste Werke aus. Die Vernissage eröffnet um 19 Uhr in der Bürgerhaus Galerie in Schwabach

Heimspiel in der Städtischen Galerie im Bürgerhaus in Schwabach

Vor einigen Jahren haben die Verantwortlichen des Künstlerbunds eine eigenen Ausstellungsreihe für ihre Mitglieder ins Leben gerufen. Einmal pro Jahr sollten sich einige zusammenfinden, um eine gemeinsame Werkschau zu organisieren. Dabei wollte man nicht nur im eigenen Saft schmoren. Immer war ein besonderer Gast dabei, der von außen neue Impulse setzen sollte. Mit der heute beginnenden Ausstellung werden alle Künstlerbund-Mitglieder je einmal an einem Heimspiel beteiligt gewesen sein. „Nun werden wir uns etwa Neues überlegen“, so Künstlerbund-Vorsitzende Margot Feser.

Reinhard Eiber, Edith Herbstleb, Norbert Mager, Hanspeter Widrig, Jo Niklaus und Gabriele Messerschmidt sind diesmal die Künstlerbund-Mitglieder, die ihre Skulpturen und Bilder zeigen. Als Gast hat man den 1940 in Nürnberg geborenen Maler und Bildhauer Diri Strauch geladen, der in Fachkreisen als „zeitlos und unverwechselbar“ gilt. Seine figurativ-expressive Formensprache in der Malerei habe sich in den jüngsten 40 Jahren fortgeschrieben, wie Zeichen auf einer Schriftrolle, die unendlich weitergeführt werden könnte. Kaleidoskopartig mischen sich in seinen Bildern Elemente aus Märchen und Mythos, Untergang und Utopie. Häufig entsteht sogar der Eindruck, als würde der Maler eine andere Welt zeigen, die unsichtbar neben unserer sichtbaren Realität existiert.

Die Künstler der Ausstellung Heimspiel

Norbert Mager ist Direktor der Schwabacher Realschule. Als Künstler setzt er seit vielen Jahren mit seinen „Technagen“ auf farbige Materialcollagen, in die oft provokativ störend reale Elemente der technischen Welt integriert sind. So vermitteln sie eine synonyme Bildaussage: Die Transistoren und Widerstände sind sowohl Störelemente als auch optisch-ästhetische Ergänzung.

„Materialbilder“ hat Edith Herbstleb ihre Werke genannt. Für sie werden Fundstücke zur Inspiration und zum Arbeitsmaterial. Dabei fügt sie Materialien reliefartig zusammen und lässt sie auch aus der Bildfläche hervortreten. Funktion und Faktor Zeit durchdringen sich und führen den nutzungsbedingten Verschleiß ins Bewusstsein.

Skulpturen inspiriert von der Bildgewaltigkeit des Alten Testaments, der griechischen Mythologie und menschlicher Psychologie steuert Gabriele Messerschmidt aus Leipzig bei. Ihr Ziel ist es, zunächst ein Stück Holz zu beseelen, wie sie selbst sagt, „und dann andere Menschen mitzunehmen auf meinen Weg der Suche und des Findens“. Dabei bleibt sie formal hölzern, verwendet aber Farbe zur Pointierung. Ein inniges Liebespaar stellt die Frage nach der Schöpfung. Kann sein Ebenbild Mann und Frau zugleich sein? Wie also sieht der Mensch aus?

„Die Moore Familie.“ So hat der Nürnberger Bildhauer Hanspeter Widrig seine Skulpturengruppen genannt, die sich eng an Henri Moore anlehnen. Sie sind als surrealistische Familienporträts gedacht, die verschiedene Formenspiele sowie multiple Kombinationen und Konstellationen in einem Verbund ermöglichen. Variationen ergeben sich durch Drehungen der Einzelpersonen. Die Familie als Gruppe, die sich immer wieder neu orientiert und zusammenfindet, dabei aber stets eine Einheit bleibt.

Die Malerin Jo Niklaus überzeugt mit ihren Bildern in der Technik alter Meister. „Autobiographie in Öl“ könnte man ihre fünf Werke überschreiben. Bestechend realistisch gemalt, insgesamt aber in der Gesamtaussage immer verbunden mit dem Fantastischen, gelingen Niklaus Bilder, die den Betrachter auf eine echte Entdeckungsreise schicken.

Reinhard Eiber verbindet zwei Meisterschaften: Er ist ein genauer Bildhauer ebenso wie ein sorgfältiger und geduldiger Maler. Seine Skulpturen beeindrucken durch realistische Körperformen ebenso wie durch die feinziselierte Bemalung. Tauben-, Eulen- und ein Frauenturm verbinden diese Elemente auf ganz eigene, völlig neue Art und Weise. Zu sehen bis zum 26. Juli.

(Pressemitteilung Künstlerbund Schwabach, Text: Robert Schmitt)

Städtischen Galerie im Bürgerhaus  – Besucherinformationen

  • Vernissage: Freitag, den 10.07.2015, ab 19 Uhr
  • Ausstellungsdauer: 10. Juli bis 26. Juli 2015
  • Königsplatz 29A, 91126 Schwabach
  • Öffnungszeiten: Donenrstag und Freitag: 11:00-18:00 Uhr, Samstag: 10:00-13:00 Uhr, Sonntag: 13:00-16:00 Uhr, Feiertag: 13:00-16:00 Uhr
  • Webseite des Künstlerbundes

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