Pepe Yagües stellt ab dem 28. August 2015 unter dem Titel LAS FORMAS DEL AMOR in der Städtische Galerie in Schwabach (Königsplatz 29a, 91126 Schwabach) aus.

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Pepe Yagües: LAS FORMAS DEL AMOR (Lieberinth) – Skulpturen, Drucke und Tuschezeichnungen in der Städtischen Galerie Schwabach

Como los chorros del oro, Künstlerbund Schwabach © Pepe Yagües
Como los chorros del oro, Künstlerbund Schwabach © Pepe Yagües

Seine Welt ist die griechische Mythologie. Der spanische Maler und Bildhauer Pepe Yagües stammt aus Murcia, einem Schmelztiegel historischer Kulturen im Südosten der iberischen Halbinsel.

Der Titel seiner Ausstellung in der Städtischen Galerie im Bürgerhaus verrät einen Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens: „Las formas del amor“ heißt übersetzt „Gestalten der Liebe“.

Sie sind bei ihm bildgewordene Erotik vor dem Hintergrund der griechischen Sagen- und Götterwelt.

Zum Teil sind es ziemlich deutliche Darstellungen, die Yagües mitgebracht hat. Doch dank seines temperamentvoll-heiteren spanischen Elements sorgt er mit ästhetischer Leichtigkeit für unbefangenen Spaß an den erotischen Bildern und Plastiken seiner hellenistischen Figuren.

Dabei ist er sowohl technisch als auch in der Darstellung enorm einfallsreich und vielfältig. Und völlig unbefangen. Denn Erotik, das ist für ihn ganz natürlicher Bestandteil überlieferter Geschichten.

„Erotik gehört zur griechischen Mythologie, das zeigen Götter wie Aphrodite und Dionysos ganz deutlich“, sagt er.

„Freilich kann man sie auch als Provokation erleben“, erklärt er seine Arbeiten. „Im Vordergrund aber soll die vollkommen natürliche Freude am Leben stehen.“

In den außergewöhnlichen Skulpturen verbindet Yagües scheinbar simple Metallformen mit detaillierten Holzplastiken.

Das männliche Element hat dort ebenso seinen Platz wie das weibliche oder der Minotaurus Seine Bilder entstehen mit Tusche oder Walnussöl.

Bei den Drucktechniken greift er auf Kaltnadelradierung und Holzschnitt zurück, den Zentralelementen seiner künstlerischen Ausbildung an der Akademie in Murcia.

Yagües‘ Vorbild stammt aus Deutschland. Er arbeitet mit ähnlichen Werkzeugen wie Albrecht Dürer.

Herausragend sind die Rahmen einiger Bilder. Sie erweitern den Bildraum, sind eigene Kunstwerke und tragen dank sorgfältiger Technik weitere Gestalten der Liebe.

Pepe Yagües hat sich in seiner Heimat auch einen Namen als außergewöhnlich kritischer Künstler gemacht: Politik, Gesellschaft und Kirche sind die Zielrichtungen der Spitzen des 47-jährigen.

In Schwabach spielt dieser Ansatz zwar eher eine untergeordnete Rolle. Eine Zeichnung aber prangert auf heftige Weise an, dass Faschismus und Kommunismus auf ganz ähnliche Weise wirken. „Sie gehen miteinander ins Bett und sind nur auf ihre Vorteile bedacht.“ Man kann sich dabei eine Vorstellung davon machen, wie Yagües Merkel und ihre Europolitik aufs Korn genommen haben könnte.

Kürzlich erst hat er mit einer entsprechenden Ausstellung in Madrid Aufsehen erregt. Sogar der spanische Ministerpräsident Rajoy hat sie besucht. „Er war sehr irritiert“, sagt Yagües und lacht. Das war wohl sein Ziel.

(Pressemitteilung Künstlerbund Schwabach, Text: Robert Schmitt)

Besucherinformationen – Städtische Galerie Schwabach

  • Vernissage: Freitag, den 28. August 2015, um 19 Uhr
  • Einführung: Detlev Gutberlet
  • Ausstellungsdauer: Freitag, 28. August 2015 bis Sonntag, den 27. September 2015.
  • Adresse: Königsplatz 29a, 91126 Schwabach
  • Öffnungszeiten der Städtischen Galerie Schwabach, Do & Fr: 11 bis 18 Uhr, Sa: 10 – 13 Uhr, So & Feiertage: 13 bis 16 Uhr
  • Webseite

 

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