Shelly Thanner und Ulrike Pichl begegnen sich in der Galerie Ostermayr mit abstrakter Malerei, sphärischer Fotografie und Lyrik. Eine künstlerische Liebeserklärung an den Wald – und an das innere Erleben in der Natur.
Wie fühlt sich das Im-Wald-Sein an, wenn wir die Augen schließen? Gedämpftes Licht hinter den Augenlidern, moosiger Duft, Geraschel von Tieren. Oft spüren wir auch etwas, das sich kaum in Worte fassen lässt: ein Gefühl von Verbundenheit, die Ahnung von etwas sehr Altem oder tiefe Ruhe.
Diesem schwer greifbaren Erleben widmen sich die Künstlerinnen Shelly Thanner und Ulrike Pichl in ihrer gemeinsamen Ausstellung POESIE DES WALDES.
Ihre künstlerischen Ausdrucksformen sind unterschiedlich, doch sie verbindet eine gemeinsame Sehnsucht: Sie zeigen nicht, wie Wald aussieht, sondern wie er sich anfühlt.

Zwischen äußerer Natur und innerer Landschaft
Shelly Thanner erschafft in einem intuitiven, meditativen Malprozess abstrakte Bildwelten, in denen organische Formen, fließende Strukturen und erdige Farbtöne aufeinandertreffen. Ihre Werke erinnern an verwunschene Landschaften und geheimnisvolle Naturerscheinungen, ohne diese konkret abzubilden. Der Wald wird zum Spiegel innerer Empfindungen.


Auch die Fotokünstlerin und Dichterin Ulrike Pichl löst die Natur aus ihrer gegenständlichen Eindeutigkeit. In ihren experimentellen Fotografien, den sogenannten Sfumatographien, verschwimmen Konturen, Licht und Farben zu malerischen Kompositionen. Ihre Bilder bewegen sich zwischen Wirklichkeit und Imagination, zwischen flüchtigem Augenblick und bleibender Erinnerung. Begleitet werden sie von eigenen Gedichten, die weitere poetische Assoziationsräume eröffnen.


Während Shelly Thanner von der inneren Empfindung ausgeht und sie in abstrakte Formen übersetzt, beginnt Ulrike Pichl bei der sichtbaren Welt und löst deren feste Formen auf. Auf unterschiedlichen Wegen gelangen beide an einen ähnlichen Punkt: dorthin, wo das äußere Bild zur inneren Landschaft wird.
POESIE DES WALDES ist eine Einladung, innezuhalten, den Blick zu verlangsamen und die eigene Wahrnehmung neu zu entdecken.
Die Vernissage findet am Freitag, 13. November 2026, von 20 bis 22 Uhr in der Galerie Ostermayr in Nürnberg statt. Im Anschluss geht der Abend mit einer Party mit Musik und Drinks weiter, und der Eintritt ist frei, ohne dass eine Anmeldung nötig wäre.

Auf einen Blick
POESIE DES WALDES, Shelly Thanner und Ulrike Pichl
Vernissage: Freitag, 13. November 2026, 20 bis 22 Uhr, anschließend Party mit Musik und Drinks
Ausstellung: bis 15. Januar 2027
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag ab 16 Uhr
Ort: Galerie Ostermayr, Ostermayr Passage, Königstraße 33 bis 37, 90402 Nürnberg
Eintritt: frei, keine Anmeldung erforderlich
Shelly Thanner: www.shellythanner.com, Instagram @musecircle.studio
Ulrike Pichl: www.ulrikesabinechrista.de, Instagram @ulrikesabinechrista



